Großeltern sind unentbehrliche Wegbegleiter für die Enkel

Eltern sind wichtige Vertraute für ihre Kinder, aber auch Oma und Opa sind aus deren Leben nicht mehr wegzudenken.

Gehören Oma und Opa zum alten Eisen, weil sie Rentner sind? Mitnichten, denn die Großeltern erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Nachwuchs fühlt sich in ihrer Nähe sehr wohl.

Oma kocht das Lieblingsessen

Ob Eierkuchen, Kartoffelpuffer oder Schweinebraten mit Kroketten, Omas gehen gerne auf die Essenswünsche der Enkel ein. Sie verwöhnen ihre Lieben mit selbstgemachten Schlemmergerichten. Und dies sei auch völlig in Ordnung, sagt Ute Hantelmann von der Ernährungsberatung in Hamburg, solange kalorienhaltige Speisen und deftige Braten nicht täglich den Teller füllen. Mit Oma und Opa gemeinsam zu essen, ohne den Alltags-und Berufsstress zu spüren, übermittelt Kindern ein ausgewogenes Wohlbefinden.

Mit Oma und Opa kann man spannende Dinge erleben

Eine Umfrage des Frankfurter Kinderbüros vor zwei Jahren hat ergeben, dass Kinder unglaublich gerne Ausflüge unternehmen. Das muss keineswegs die Fahrt in einen weit entfernten Freizeitpark oder Zoo sein. Kinder seien diesbezüglich überhaupt nicht anspruchsvoll, weiß auch Sozialpädagoge Thomas Ziegler. Hauptsache, man habe überhaupt Zeit für sie. „Oft sind es gerade die unspektakulären Dinge, die als spannend empfunden werden“, bestätigt Hans Dusolt, Psychologe und Familientherapeut. Schon das gemeinsame Entdecken eines Kleibers, der munter am Baum entlang spaziert, kann ein aufregendes Abenteuer sein.

Großeltern kann man interessantes Wissen entlocken

Oma und Opa lebten in einer völlig anderen Welt als die Enkelkinder. Ein Telefon hatte in dieser Zeit Seltenheitswert. Computer kannte man nicht. Stattdessen gab es Schreibmaschinen. Und wenn die Großeltern von all diesen Sachen erzählen, hört der Nachwuchs gerne zu. So erfährt er beispielsweise auch, dass früher das Essen auf einem Herd kochte, der mit Holz oder Kohle befeuert wurde oder dass ein 11er Deutz Traktor für verschiedene Tätigkeiten in der Landwirtschaft genutzt werden konnte.

Enkel und Großeltern profitieren voneinander

Kinder finden es auch toll, wenn Oma und Opa sich für ihre Belange interessieren und wissen möchten, wie eine Playstation und ein Handy bedient werden oder wie man sich im Internet bewegen darf. Alle Beteiligten profitieren vom Wissen des anderen. So lassen sich sogar Enkel von Oma und Opa inspirieren, ein eigenes Gewürzbeet im Garten anzulegen.

Mit den Großeltern kann man über alles reden

Das besonders innige Vertrauensverhältnis zwischen Großeltern und Enkeln basiert auch darauf, dass Oma und Opa nicht im direkten Erziehungsplan stecken. Sie können entspannter und abgeklärter reagieren. Und da ist es nicht verwunderlich, wenn der eine oder andere Fünfer zuerst bei Oma und Opa abgeladen wird, weil sie oft mehr Zeit zum Zuhören haben als die oft gestressten Eltern. Kinder wissen es unbedingt zu schätzen, wenn man ihnen ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt. Da Großeltern nicht mehr mit dem Stress des Alltags zu kämpfen haben, sind sie geradezu prädestiniert, eine solche Aufgabe zu übernehmen.

Kann man sich Großeltern ausleihen?

Es gibt ehrenamtliche Projekte und Initiativen wie den „Großelterndienst“, „Wunschgroßeltern“ oder „Leihomas-Leihopas“, welche ein bestimmtes Ziel verfolgen: Die Vermittlung älterer Menschen an Familien, die sich Großeltern für ihren Sprössling wünschen. Voraussetzung für ein solches Bündnis ist ganz klar, dass jene Omas und Opas ein Herz für Kinder sowie Zeit und Energie im Gepäck haben.

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