Säurearme Ernährung – Säurelieferanten vermeiden

Säurearme Ernährung beugt Azidose bzw. Übersäuerung vor. Säurelieferanten sollten so gut wie möglich bei einer säurearmen Ernährung vermieden werden.

Es gibt viele Nahrungsmittel, die zu den Säurelieferanten zählen und im Rahmen einer säurearmen Ernährung ganz oder zumindest teilweise durch sog. basische Lebensmittel ersetzt werden sollten.

Welche Lebensmittel sind bei säurearmer Ernährung zu vermeiden?

Grundsätzlich sind naturbelassene Lebensmittel vorzuziehen. Alles was konserviert oder „veredelt“ ist, sollte vom Speiseplan gestrichen werden. Kartoffeln sind beispielsweise besser als Püree oder Knödel, weil zu viel wertvolle Nährstoffe bei der Weiterverarbeitung verloren gehen. Vermieden werden sollte ebenfalls Zucker und alles was Zucker enthält. Damit sind auch versteckte Zucker gemeint, wie man sie findet in

  • Süßwaren
  • Schokoladen
  • Speiseeis
  • Ketchup, aber auch in
  • vermeintlich gesunden Fertigmüslis.

Falls notwendig, in Speisen oder Getränken zum Süßen braunen Zucker oder Honig verwenden, den es in vielen Sorten und für jeden Geschmack gibt. Diese wirken zwar ebenfalls säuernd, enthalten aber viele wichtige Nährstoffe. Im Laufe der Zeit kann man sich auch an einen weniger süßen Geschmack gewöhnen.

Wenn die Ernährung säurearm sein soll, gilt es, weitere Säurelieferanten zu vermeiden

Vom Speiseplan ganz gestrichen werden dabei die folgenden Nahrungsmittel:

  • Fleisch, Fisch, Wurst
  • alle Weißmehlprodukte (viele Brotsorten) und
  • Kuchen, Kekse sowie
  • erhitzte, gehärtete Fette.

Eine weitere, wichtige Gruppe von Lebensmitteln, die zwar säuernd wirkt, verfügt jedoch über wichtige Nährstoffe. Dazu zählen Produkte, die aus Milch, wie Käse oder Joghurt, hergestellt werden, Reis und Getreidevollkornprodukte. Es gibt Experten, die davon sprechen, dass der Anteil bei einer säurearmen bzw. basischen Ernährung bei ungefähr 80% liegen sollte. Da auch bei diesem Thema die Meinungen auseinander gehen und ein gewisser Anteil von Säuren für den Stoffwechsel im Körper nötig ist, empfehlen manche Fachleute einen überwiegenden Anteil von basischen Lebensmitteln in der säurearmen Ernährung.

Säurearme Ernährung – ja oder nein?

Es gibt immer wieder Lebensmittel, die von Ernährungsexperten unterschiedlich bewertet werden. Verschiedene Meinungen gibt es zum Beispiel bei Zitrusfrüchten und bei zu den Hülsenfrüchten zählenden Bohnen, Erbsen und Linsen. Keine Einigkeit besteht außerdem bei für den Säure-Basen-Haushalt sehr wichtigen Säuren wie die in Nüssen enthaltene Oxalsäure und die in Spargel zu findende Asparaginsäure.

Wenn bei säurearmer Ernährung aus basischen Lebensmitteln Säurelieferanten werden

Dies klingt zuerst wie ein Widerspruch in sich, ist es aber nicht. In der Ernährungswissenschaft kennt man diesen Prozess auch als sog. Basenumkehr. Was passiert dabei? Eine wegen Zeitnot schnell gegessene Mahlzeit wird in der Regel auch schlecht gekaut. Dieser Vorgang führt wiederum zu einer Fehlverdauung im Darm, der mit Gärung und Fäulnisprozessen einhergeht. Dabei werden basische Lebensmittel in Säure umgewandelt, die sich negativ auf die Stoffwechselfunktionen auswirken.

Späte Mahlzeiten möglichst vermeiden

Am späten Nachmittag sinkt die Leistung des Verdauungssystems, die Drüsen produzieren weniger von dem notwendigen basischen Sekret, dadurch beginnt die Zersetzung der zugeführten Nahrung im feuchten, warmen und sauren Milieu des Darms. Eigentlich gesunde Rohkost wird von bestimmten Bakterien im Darm vergoren und dabei entstehen die unangenehmen Blähungen. Wenn am Abend noch große Portionen von schwerer verdaulichen Mahlzeiten gegessen werden, kommt es ebenfalls zu einer Basenumkehr. Der Verdauungsapparat ist überfordert und das führt zu einer Umwandlung, bei der aus basenliefernden Nahrungsmitteln ungewollt Säurespender werden. Jüngere Menschen, die noch über einen leistungsfähigen Verdauungsapparat verfügen, sind älteren Menschen gegenüber im Vorteil.

Säurearme Ernährung – Getränke, die zu den Säurelieferanten zählen

Bei einer säurearmen Ernährung sollten bevorzugt Kräuter und stilles Wasser getrunken werden. Von stark säuernder Wirkung bzw. Säurelieferanten sind:

  • Kaffee (Espresso, Cappuccino, Café au lait), entkoffeinierter Kaffee
  • Schwarzer Tee
  • Colagetränke, Limonaden, grundsätzlich koffeinierter oder/und gezuckerte Getränke
  • kohlensäurehaltiges Wasser
  • Alkohol

Um eine Übersäuerung des Körpers mit ihren zahlreichen Symptomen wie Sodbrennen oder auch Blähungen zu vermeiden, ist auf einen angemessenen Anteil von basischen Lebensmitteln zu achten. Optimal ist ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt, bei dem der pH-Wert im Körper in der Regel im Gleichgewicht ist. Kontrolliert werden kann dieser Wert mit Hilfe eines Teststreifens über den Urin oder beim behandelnden Arzt über das Blut. Falls eine Übersäuerung bzw. Azidose vorliegt, kann eine Entsäuerung oder/und ein Basenpulver mit ausgleichender Wirkung sinnvoll sein. Leidet der Körper über Jahre unentdeckt an einer Übersäuerung, kann dies zu Migräne, vorzeitiger Hautalterung und im schlimmsten Fall Erkrankungen wie Rheuma, Gicht, Arthrose (Arthrose Ernährung, Arthrose Behandlung, Arthrose Sport, Arthrose Übungen) oder auch Bluthochdruck nach sich ziehen.

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