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Die beste Zahnbürste für gesunde und gepflegte Zähne

Reparatur von Zähnen beim Zahnarzt verursacht Schmerzen und Kosten, daher lohnt sich gute Pflege. Welche Zahnbürste ist die richtige?

Karies ist mit einer Häufigkeit von über 90% eine der bedeutendsten Zivilisationskrankheiten. Durch falsche Ernährung und mangelnde Mundhygiene siedeln sich Bakterien an, die die Nahrungsreste verwerten und mit ihren sauren Ausscheidungen Zahnschmelz und Dentin schädigen. Beim Putzen der Zähne werden sowohl viele dieser Bakterien entfernt als auch den restlichen Bakterien die Nahrungsgrundlage entzogen. Ergänzend zum täglichen Zähneputzen unterstützen auch Mundspülungen, Zahnseide, und Interdentalbürsten die Zahngesundheit.

Welche Härte ist bei Zahnbürsten optimal?

Es gibt drei Unterteilungen: weich/sensitiv, normal/mittel/medium und hart. Für gesundes Zahnfleisch empfehlen Zahnärzte die mittlere Härte der Borsten, da sie sowohl schonend und flexibel genug sind, um in die Zwischenräume zu gelangen als auch hart genug, um fest sitzende Beläge zu entfernen. Bei Krankheiten des Zahnfleisches sind jedoch die weichen Borsten sinnvoller, da sie seltener Zahnfleischbluten und Verletzungen hervorrufen. Einzelne Filamente (besonders lange und dünne Fasern) sind für die Reinigung der Zahnzwischenräume eine wertvolle Unterstützung.

Kunstborsten sind aufgrund ihrer Struktur hygienischer als Naturborsten und bieten dadurch nicht so gute Nistplätze für Karies-Bakterien. Auch ein gelegentliches Tauchen des Bürstenkopfes in Mundspüllösung nach dem Putzen kann die Anzahl der Keime minimieren. Ein Austausch der Bürste (oder zumindest des Bürstenkopfes) wäre etwa alle 8 Wochen wünschenswert.

Aggressives und zu häufiges Putzen mit harten Borsten kann den Zahnschmelz schädigen (Abrasionen, Erosionen). Zur Ermittlung des geeigneten Druckes gibt es einen Trick: mit der Zahnbürste auf die Küchenwaage drücken. 150 Gramm sind optimal. Es wird empfohlen täglich 2 mal 2 Minuten lang mit diesem Druck zu putzen.

Worauf sollte man beim Bürstenkopf achten?

Die Größe sollte so gewählt werden, dass man mit dem Kopf in jeden Mundwinkel gelangen kann. Dafür ist ein kurzer Kopf (2 bis 2,5cm) besser geeignet als ein langer. Auch zwingt ein kurzer Kopf zu kleineren Bewegungen, die für die gründliche Reinigung besser geeignet sind. Hinsichtlich Form und Struktur des Bürstenkopfes ist in erster Linie wichtig, dass keine scharfen Kanten vorhanden sind. Denn diese können Verletzungen des Rachenraums und der Wangenschleimhaut verursachen.

Sind elektrische Zahnbürsten oder Handzahnbürsten besser?

Eines der Hauptargumente für die elektrische Zahnbürste ist die Bequemlichkeit. Dadurch kann die Regelmäßigkeit und Dauer des Zähneputzens vor allem bei Kindern und Jugendlichen wesentlich erhöht werden. Auch für unbewegliche Menschen (Senioren, Menschen mit Gips oder Behinderungen) ist die elektrische Zahnbürste ein Segen. Auch das subjektive Gefühl der Reinigung ist bei der elektrischen Variante besser.

Die Handzahnbürste überzeugt in erster Linie durch Preis, Größe, und Geräuschpegel. Ein Test der Stiftung Warentest ergab überraschend, dass die Reinigung durch die Handzahnbürste jener durch elektrische Zahnbürsten nicht unterlegen ist. Das Ergebnis sei abhängig von Geschicklichkeit und Technik des Putzenden.

Auch eine Studie der Cochrane Collaboration stellte fest, dass lediglich elektrische Zahnbürsten mit oszillierendem Rotationskopf (Rotation zuerst in eine Richtung, dann in die andere) den Handzahnbürsten hinsichtlich Entfernung von Zahnbelägen leicht überlegen sind.

Worauf sollte bei der Anschaffung einer elektrischen Zahnbürste geachtet werden?

Das Internet bietet eine Vielzahl von professionellen und privaten Testberichten über Elektrozahnbürsten. Diese Produkttests können eine wichtige Entscheidungshilfe für die Wahl der richtigen elektrischen Zahnbürste darstellen. Besonders gut schneiden vor allem die teureren Modelle der Marken Braun und Oral B ab. Allerdings gibt es auch einige Billig-Marken, die den Vergleich nicht scheuen müssen.

Für den Anwender sind Tools wie die Anzeige der Putzzeit, Anpressdruckkontrolle, die Einstellung der Geschwindigkeitsstufen, und Akku-Betrieb sehr hilfreich. Die Ersatzbürsten sind bei einigen Modellen/Herstellern sehr teuer. Auch dies sollte vor der Anschaffung bedacht werden.

In Japan gibt es bereits elektrische Zahnbürsten mit Kamera. Damit ist erkennbar, ob sich im letzten Winkel der Mundhöhle noch Speisereste befinden. Ob sich diese Technologie in Europa durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.