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Energiespartipps rund ums Haus

Durch kleine und große Investitionen kann man rund ums eigene Haus eine Menge Energie sparen, die die Umwelt und sogar den Geldbeutel schonen.

Zwar ist der Ausstieg aus dem Atomausstieg beschlossen, doch wird dies die Strom- und Energiepreise voraussichtlich nicht daran hindern, auch in Zukunft weiter zu steigen. Darum ist jetzt ein guter Zeitpunkt, Geld in Energiespar-Maßnahmen rund ums Haus zu investieren. Denn schon heute heißt Energie zu sparen, nicht nur die Umwelt zu entlasten, sondern gleichzeitig den Geldbeutel zu schonen.

Wärmeverbundsystem spart Energie und Geld und steigert den Immobilienwert

Während man im Haushalt viel Energie einsparen kann, indem man sein Nutzerverhalten ändert, geht rund ums Haus die meiste Energie als Wärmeverlust an die Umgebung verloren. Durchschnittlich verliert ein Haus über Fenster und Türen etwa 10 Prozent seiner Wärme, über das Dach 15 Prozent, den unteren Gebäudeabschluss weitere 10 Prozent und über die Außenwände bis zu 40 Prozent. Die verbleibenden 25 Prozent gehen an der Heizung selber verloren, etwa durch schlechte Isolierung. Die Installation eines Wärmeverbundsystems kann bis zu 50 Prozent der Energiekosten einsparen.

Ein frisch installiertes Wärmedämmverbundsystem dämmt nicht nur die Fassade und spart auf diese Weise Energiekosten, sondern bringt weitere Vorteile mit sich. In Zeiten, in denen bei Vermietung und Verkauf von Immobilien ein Energieausweis der Immobilie gefordert ist, trägt ein niedriger Verbrauch direkt zur Steigerung des Immobilienwertes bei. Zumal oft auch die Außenfassade durch die Sanierungsmaßnahme aufgehübscht wird. Die einhergehende Verbesserung des Wohnklimas und der reduzierte CO2-Verbrauch sind nette Beigaben, während sich die Investition oft schon nach wenigen Jahren ammortisiert haben sollte.

Energieeffizienter durch neue Fenster und Türen

Der Einbau neuer Fenster erspart bis zu 40 Prozent Energie gegenüber den alten Fenstern. Hierbei ist der Ug-Wert des neuen Fensters entscheidend. Je niedriger der Wert, desto energieeffizienter. Auch wenn diese Fenster zunächst ein wenig teurer sind, machen sie sich schnell bezahlt. Die zusätzliche Anbringung eines Rollladens kann die Energiekosten weiter senken. Im Winter bleibt die Wärme im Haus, während im Sommer die Hitze abgeblockt wird. Und auch, wer schon einen Rollladen hat, kann etwas tun: Denn gerade alte Rollladenkästen sind häufig Wärmebrücken, durch die die Wärme des Hauses entweicht. Was für die Fenster gilt, ist auch für Haus- und Terrassentüren nicht falsch. Durch eine verbesserte Isolierung lassen sich Energie und Geld leicht einsparen.

Für den schnellen Erfolg: Stopfen von Wind- und Kälte-Schlupflöchern

Einen leichten, günstigen und schnellen Erfolg erreicht man durch das Stopfen von Schlupflöchern für Wind und Kälte. Wind- bzw. Zugluftstopper unten an Türen angebracht verhindern, dass kalte Luft in die Wohnung einströmt und warme Luft aus der Wohnung entweicht. Türdichtschienen erreichen denselben Effekt. An Fenstern lassen sich leicht selbst-klebende Schaumstoffdichtungen anbringen. Jedes geschlossene Zugluft-Loch hilft, die Wärme im Haus zu halten und Energie zu sparen.

Eine moderne, gut isolierte Heizungsanlage ist für eine energieeffiziente Wohnung ebenso wichtig, wie die Beachtung kleiner Details. Eine hinter dem Heizkörper installierte, idealerweise alukaschierte Energiespar-Dämmplatte sorgt dafür, dass die Wärme der Heizung nicht an die Wand und dadurch nach draußen gerichtet ist, sondern reflektiert wird. Automatische Thermostatregler an den Heizkörpern helfen, die Temperatur energiesparend zu regeln. Außerdem verhindern sie bei entsprechender Programmierung, dass die Heizung läuft, während man bei der Arbeit ist oder nachts unter der warmen Decke schläft.

Vor allem jedoch die Umstellung der Heizgewohnheiten führt zu einer zusätzlichen Einsparung. Auch Einsparungen im Wasserverbrauch haben Auswirkungen auf den Energieverbrauch. Zum Beispiel muss weniger Heißwasser aufgewärmt werden.

Das Beste zum Schluss: Wer sein Eigenheim nach Energiespar-Maßgaben saniert, kann sich für eine staatlich Förderung qualifizieren. Die dafür zuständige KfW-Förderbank bietet Berechtigten Zuschüsse und sehr günstige Kredite an.