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Nach der Geburt – Gewicht und Umfang mit einem Wickel reduzieren

Ratgeber, wie Frauen im Frühling oder nach einer Geburt, schnell, ohne nennenswerte Anstrengung, wieder eine schlanke Figur bekommen können.

Das Behandeln mit Wickeln ist ein wirksames Naturheilverfahren, das zurück in die alte medizinische Tradition der Naturheilkunde reicht. Schon unsere Großmütter kannten die allgemein stärkende Wirkung auf den Körper und die positiven Auswirkungen auf Abwehrkräfte und Immunsystem, ohne negative Nebenwirkungen. Auch bei asiatischen Völkern ist es traditionell üblich, den Umfang des Körpers mit Leibwickeln in Form zu halten. Wickel werden heute, bei schönheitsbewussten Frauen, immer populärer. Schließlich erhöhen sie nicht nur die allgemeine Attraktivität, sondern wirken darüber hinaus auch gezielt bei individuellen Beschwerden und Figurproblemen.

Heilwickel haben einen hohen Bekanntheitsgrad

Vielfach bekannt sind, Wadenwickel, Halswickel, Leibwickel, nach Kneipp und Prießnitz. Sie können Fieber senken, das Stoffwechsel- und das Immunsystem aktivieren und helfen Krankheiten vorzubeugen. Hier eine Anleitung wie Wadenwickel angelegt werden.

Andere Methoden den Körper positiv zu formen

Eine andere Art den Körper zu straffen ist das Bodywrapping, bei dem der Körper mit Folie gewickelt wird. Die straffe Wicklung erfolgt zusätzlich mit Algencreme, die das Gewebe festigen und den Umfang reduzieren kann. Auch Fango-Salz- oder Heuwickel sind ein bewährtes Hausmittel zur Stärkung des Bindegewebes, der Anregung des Stoffwechselsystems und der Entschlackung im Frühjahr und zur Zellregeneration. Eine Forschungsstudie der Johann Wolfgang Goethe Universität, Frankfurt/Main, belegt die Wirksamkeit der Lichtwickel-Methode, bei der das Einwickeln in Verbindung mit „Hyros Licht“ eine raschere Körperstraffung bringt.

Warum bilden sich nach einer Geburt die beteiligten Organe nur schwer zurück?

Frauen, stellen nach einer Geburt oft fest, dass sie ihre ursprünglich schlanke Figur oft nur schwer wieder bekommen. Die Ursachen sind in den Kulturvölkern, so der Laienarzt Louis Kuhne, nebst Fehlernährungen während der Schwangerschaft, eine ungenügende Bettruhe nach der Geburt. Die Gebärmutter bildet sich nur langsam und ungenügend zurück und so stülpt sich der Bauch nach vorne. Louis Kuhne machte sich Gedanken darüber, wie dem, möglichst praktisch, abgeholfen werden könnte. Er empfiehlt möglichst früh nach der Geburt das Anlegen einer Leibbinde.

Wie sieht die Leibbinde aus?

Die Leibbinde kann aus Leinen oder Baumwolle sein. Wer empfindet, dass diese Binden unter der Kleidung zu stark auftragen, kann sich auch eine Leibbinde aus Seide anfertigen. Die Breite (unterhalb der Brust bis zum Schambein) und Länge (meist etwa zwei Meter) muss individuell bemessen werden. Wer sich die Leibbinde selber anfertigt, näht an einem Ende die Ecken zu einem Dreieck ein und versieht dieses mit zwei stabilen Bändern. Manche Frauen behalten auch die gerade Form bei und nähen jeweils oben und unten jeweils zwei Bänder an. Die Leibbinde kann, je nach Belieben, aber mindestens zwei bis vier Wochen, getragen werden, damit ein Erfolg, so Kuhne, sichtbar ist.

Wie können Frauen die Leibbinde ohne Hilfe anlegen?

Die Bänder der Binde werden fest an eine Türklinke oder einen Haken, gebunden. Nun wird das Ende der Binde vor den Leib gelegt und die Frau entfernt sich so weit von der Türklinke, dass der Wickel straff in der Luft steht. Jetzt dreht sich die Frau, sodass der Wickel straff um die Figur gewickelt ist. Es kann, mehrmals am Tag, nach reguliert werden.

Was wird durch das Anlegen dieser Leibbinde bewirkt

Frauen sollen, möglichst schnell nach der Geburt eine feste Leibbinde um den Unterleib legen. So ist gewährleistet, dass die von der Geburt beanspruchten Organe wieder ihren festen Sitz erlangen und die Wöchnerin ist nicht so lange an das Bett „gefesselt“.

Wickeln ist, wie eine Umarmung

Wickeln wirkt auf den gesamten menschlichen Körper, wie eine feste, gute Umarmung. Eine uralte Wickelmethode, von der nach heutigen Erkenntnissen besonders sogenannte Schreibabys profitieren, ist das gesamte einwickeln des Säuglings, auch pucken genannt. Eine Anleitung zum Pucken für Eltern.

Der Laienarzt Louis Kuhne

Der Laienarzt Louis Kuhne, der von Fachleuten in eine Reihe mit den Laienärzten Kneipp und Prießnitz gestellt wird, wurde 1835 in Lössen, bei Delitsch geboren und war ein Prießnitz Schüler. 1883 gründete er in Leipzig eine Heilanstalt. Einige seiner Ansichten werden heute, im Jahr 2012, nicht mehr vertreten. Sein Buch: Neue Heilwissenschaft, wurde oft wieder aufgelegt und in 24 Sprachen übersetzt. Die im Artikel erwähnten Aussagen über das Verhalten nach einer Entbindung, wurden der 122.Auflage entnommen, die fast gleich mit der 38. ist.