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Unabhängig von Gaslieferungen werden

Der Gefahr der Abhängigkeit mithilfe regenerative Energien begegnen. Wegen Unstimmigkeiten zwischen Russland und der Ukraine war die Gasleitung schon mal geschlossen. Noch gab es keine Engpässe in der Gasversorgung in Deutschland.

Was ist, wenn eine oder mehrere Gasleitungen ausfallen? Es ist unklug, sich auf wenige Lieferanten für unser Gas zu verlassen. Langfristige Verträge sind gut und schön, jedoch ist die Gefahr eines totalen Ausfalls vorhanden. Das kann durch politische Querelen schnell passieren, aber auch Havarien können zu Ausfällen führen. Wir könnten, wenn wir es nur wollten, unabhängig sein. Die Lösung sind kleine dezentrale Versorger oder ein kompletter Verzicht auf Gas und Öl.

Kleine dezentrale Gasversorger

In landwirtschaftlichen Betrieben fällt der Rohstoff für eine Gasproduktion in Form von Biogas beinahe von alleine an. Zusätzlich können landwirtschaftlichen Flächen, die für die Lebensmittelproduktion unrentabel sind, zur Produktion von Energiepflanzen verwendet werden. Biogas etwa könnte russische Erdgasimporte ersetzen. So könnten bis 2020 sämtliche Erdgaslieferungen aus fossilen Quellen durch alternative Energiegewinnungsformen abgelöst werden. Zusätzlich werden noch Arbeitsplätze geschaffen. Bis 2020 ist aber noch eine lange Zeit.

Jedes Eigenheim könnte sein eigener Wärmeversorger sein

Das klingt im ersten Moment utopisch, ist es aber nicht. Mit entsprechendem Baumaterial, das von vornherein reichlich Wärmedämmung mit sich bringt, ist eine thermische Solaranlage die Lösung. Für die Außenwände werden Holzfaserplatten verwendet oder eine Verbundbauweise mit Zellulosedämmung. Diese Materialien halten im Winter schön warm und im Sommer die Wärme draußen.

Ideal ist die Bauweise Haus im Haus. Die thermische Solaranlage kommt unter den verglasten Spitzboden, das heiße Wasser wird in einem großzügig dimensionierten Pufferspeicher gesammelt. Die Heizungsrohre befinden sich in der Innenseite der Außenwände und sorgen für eine milde Wärme. Diese Art der Heizung ist eine Strahlungsheizung (Infrarot), bei der nicht die Luft in den Räumen erwärmt wird.

Durch die Strahlung, so wie durch Sonnenstrahlung auch, werden die Gegenstände in den Räumen, also auch die Menschen, erwärmt. Diese Strahlungsheizung ist auch wesentlich gesünder als die übliche Konvektionsheizung. Ein Reizhusten durch zu trockene Heizungsluft tritt hier nicht auf, auch wenn die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig ist. Das Konzept ist auch für den Neubau größerer Häuser möglich. Für eine Rekonstruktion bereits vorhandener Gebäude kann der Aufwand unökonomisch sein. Dafür gibt es andere Lösungen.

Infrarotheizungen mit Steinplatten oder Photovoltaikanlagen mit Wasserkühlung

Infrarotheizungen neuester Generation sind dank weiter entwickelter Technologie äußert kostengünstig im Verbrauch. Der Stromverbrauch ist nicht höher als der Stromverbrauch einer Wärmepumpenheizung. Die Installation ist jedoch erheblich kostengünstiger und liegt so bei einem Drittel einer Wärmepumpenheizung. Mit einer Miniwindturbine (für Wohngebiete zugelassen) in der Größe einer Satellitenempfangsanlage kann auch ein Teil des Strombedarfs selbst hergestellt werden. Diese Anlagen liefern sowohl Strom ins Netz als auch warmes Wasser für Heizung und Verbrauch im Haushalt. Die Speicherung des warmen Wassers erfolgt wie bei den thermischen Solaranlagen.