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Was macht eigentlich ein Energiesparberater?

Hybridauto in der Garage, Bio im Kühlschrank, aber was ist mit Deinem Haus? Viele Häuser verbrauchen unnötig viel Energie. Dabei kann man gerade in diesem Bereich jede Menge einsparen. Ein Energiesparberater hilft Dir, die Schwachstellen Deines Hauses zu erkennen und zu beheben. Und das Beste: Für Dein Projekt hin zum umweltbewussten Haus gibt es sogar Geld vom Staat.

Wenn die Ölpreise klettern und die Temperaturen fallen, wachen viele Eigenheimbesitzer auf und finden auf ihrer Suche nach Lösungen zum Energiesparberater. „Sobald die Nebenkosten steigen, sind die Leute eher dazu bereit, Geld in eine Sanierung zu stecken,“ sagt uns Architekt und Energiesparberater Wolfgang Kühn. Dabei ist eine Sanierung fast immer eine sinnvolle Investition, die nicht nur Ressourcen schont, sondern langfristig auch den Geldbeutel.

Der Energiesparberater sucht nach Schwachstellen 

So wird Wolfgang Kühn jedes Mal fündig, wenn er für eine Vor-Ort-Beratung zu einem Kunden kommt. Zuvor benötigt er lediglich die Bauantragspläne, um sich ein Bild von der Wohnsituation zu machen. Der Besuch vor Ort dauert dann etwa eine Stunde. Dabei schaut der Energieberater sich vor allem an, wie das Haus gedämmt ist, welche Fenster eingebaut sind und ob die Heizungsanlage verbesserungswürdig ist.

Zusätzlich kann auch noch eine Thermographie und ein „Blower-Door-Test“ gemacht werden. Bei einer Thermographie wird mit Hilfe einer Wärmebildkamera geschaut, an welchen Stellen das Haus unverhältnismäßig viel Wärme verliert. Der „Blower-Door-Test“ untersucht, wie luftdicht ein Haus ist und ob das Mauerwerk ungewollte durchlässige Stellen hat.

Energiesparpotential erkennen

Am Computer stellt Wolfgang Kühn zunächst den aktuellen Bestand dar, um daraufhin Vorschläge zu entwickeln, wie man die Energieeffizienz verbessern kann. Gemeinsam mit dem Kunden wird  entschieden, welcher Vorschlag umgesetzt werden soll. „Die meisten schauen bei der Sanierung aber nur auf die kurzfristigen Kosten, ohne an die langfristigen Ersparnisse, geschweige denn die Umwelt zu denken,“ bemängelt Wolfgang Kühn. So entscheiden sich die meisten lediglich für den gesetzlich vorgegebenen Standard, um entsprechende Zuschüsse zu erhalten.

Dabei sollte das Motto hier lauten: Wenn schon, denn schon! „Grundsätzlich kann man jedes Haus zu einem Passivhaus umbauen,“ sagt Wolfgang Kühn. Wirtschaftlich gesehen lohnt sich eine solche umfassende Sanierung wohl eher für jüngere Leute. Allerdings ist nicht abzusehen, wie drastisch die Energiepreise in Zukunft ansteigen werden, so dass sich eine solche Investition unter Umständen doch lohnen könnte. Unserem Klima und dem Ressourcenschutz zuliebe ist eine umfassende Sanierung immer die beste Entscheidung.

Energiesparberatung wird vom Staat bezuschusst

Die Kosten für eine Vor-Ort-Beratung hängen sowohl von dem jeweiligen Energieberater, als auch von der Komplexität des Falles ab. „Bei einem normalen Ein- oder Zweifamilienhaus dürfte eine Beratung, ohne Thermographie und Blower-Door-Test so um die 1.000 Euro kosten, “ sagt Wolfgang Kühn. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), der die Beratung mit einem Zuschuss fördert, empfiehlt zunächst ein paar Kostenvorschläge einzuholen.

Der Zuschuss der BAFA für Ein- bis Zweifamilienhäuser liegt bei 300 Euro. Wohnhäuser ab drei Wohneinheiten erhalten 360 Euro. Zusätzlich bekommt man für eine Thermographie mindestens 25 Euro und maximal 100 Euro. Der Blower-Door-Test wird ebenfalls mit 100 Euro gefördert. Der Zuschuss wird vom Energiesparberater beantragt, an den das Geld direkt ausgezahlt wird und man als Kunde nur noch die Differenz zu tragen hat, wobei die Förderung auf der Rechnung mit vermerkt werden muss.

Um den Zuschuss zu erhalten, ist es wichtig, einen von der BAFA anerkannten Energiesparberater zu wählen.

Doch nicht nur für die Beratung allein erhält man Zuschüsse, sondern auch bei der Umsetzung kann man von Subventionen und günstigen Krediten der KfW-Bank profitieren.