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Erfolgreich bewerben – das AMS unterstützt bei der Jobsuche 

Die Praxismappe für Arbeitsuchende vom Arbeitsmarktservice (AMS) bietet gute Tipps für die Stellensuche und ist ein Leitfaden für erfolgreiche Bewerbungen.

Das österreichische Pendant zur deutschen Arbeitsverwaltung heißt Arbeitsmarktservice – kurz AMS. Es wurde 1994 gegründet, mit dem klaren Ziel, weniger Verwaltung und mehr Service für Arbeitsuchende und Unternehmen zu bieten.

Online-Service für Arbeitsuchende

Der Service beim AMS bietet für die Jobsuche ein Rundumpaket, in dem alle wichtigen Informationen für eine erfolgreiche Bewerbung online bereitgestellt sind.

Praxismappe für die Jobsuche

Erfolgreich bewerben ist immer auch mit einer guten Vorbereitung verbunden. Die Praxismappe des AMS für die Stellensuche gibt dazu eine durchgängige Anleitung. In neun aufeinanderfolgenden Schritten werden Arbeitsuchende so von grundsätzlichen Überlegungen bis zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch geführt. Praxisnahe Beispiele erleichtern die Umsetzung.

Inhalt der Praxismappe Bewerbung

  • Fähigkeiten und Fertigkeiten, die man während seiner Ausbildungen und bei den beruflichen Stationen erworben hat, konkret benennen. Dazu gehören Soft Skills und Fachwissen.
  • Eigene Interessen und Stärken den Schwächen und Blockaden gegenüberstellen. Anhand häufiger Job-Situationen wird das in einem einfachen Raster erfasst und kann individuell ausgebaut werden.
  • Angebots-Ideen entwickeln. Als Brainstorming bestens geeignet: Angebot (Qualifikation) und Nachfrage (für welche Art von Firma könnte genau das interessant sein) werden gegenübergestellt.
  • Bestmögliches Angebot. Die bisher erarbeiteten Ergebnisse werden wie in einem Stellengesuch ins Reine formuliert.
  • Wie man zu Chancen kommt. Systematisch auflisten, was bei einer ergebnisorientierten Suche wichtig ist. Dazu gehören interessante Firmen, persönliche Netzwerke, Stellenbörsen.
  • Bewerbungsanschreiben. Musteranschreiben mit Formulierungshilfen dienen der Orientierung und müssen gegebenenfalls noch einmal auf Übereinstimmung mit deutschen oder schweizerischen Gepflogenheiten und Bezeichnungen überprüft werden.
  • Lebenslauf schreiben. Für den Muster-Lebenslauf und die Orientierungshilfen gilt das eben Formulierte.
  • Profilblatt. Das Profilblatt gibt stichwortartig eine kurze Übersicht über Stärken, bisherige Kernbereiche und Kompetenzen. Im Gegensatz zum Lebenslauf ist das Profilblatt ein Kann und kein Muss bei der Bewerbung.
  • Kurze Anleitung zu einer telefonischen Bewerbungsanfrage und einem Nachfassgespräch.
  • Kurze Anleitung zur Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.

Arbeit mit der Praxismappe

Die Praxismappe des AMS führt Bewerber Schritt für Schritt zum Ziel. Die übersichtliche Gestaltung und die eingängigen Erläuterungen zu jedem einzelnen Praxisblatt machen es leicht, mit den Blättern zu arbeiten. Ganz ohne eigene Denkleistung geht es aber nicht. Gerade die Fragen nach den eigenen Fähigkeiten, Stärken und Blockaden zwingen zur Selbstreflexion. Auch die Frage, wer der geeignete Abnehmer für die eigenen Qualifikationen sein könnte, das Marketing der eigenen Person, ist womöglich ganz ungewohnt. Am effektivsten arbeitet man die Praxismappe, wenn man den vorgegebenen Arbeitsschritten folgt, die aufeinander aufbauen und die Basis für eine erfolgreiche Selbstpräsentation bilden. Man muss aber nicht warten, bis man arbeitslos ist. Die Praxismappe des AMS kann jederzeit durchgearbeitet werden. Bei einem Stellenwechsel hat man dann wichtige Aussagen bereits parat. Ein unschätzbarer Vorteil, wenn es mit einer Bewerbung einmal schnell gehen muss.

Die Checkliste – Vorbereitung für Beratungsgespräche beim AMS

Wer Fragen in einem persönlichen Gespräch klären will, kann sich bereits vor dem Beratungsgespräch durch eine übersichtlich und klar gestaltete Checkliste darüber informieren, welche Unterlagen zum Gespräch mitzubringen sind und welche Informationen benötigt werden. So können die Beratungsgespräche mit AMS Mitarbeitern auch zielgerichtet geführt werden. Wer sich die Checkliste ausgedruckt hat, hält damit eine Unterlage in der Hand, mit der sich schnell erfassen lässt, was eventuell noch fehlt oder was angefordert werden muss – vielleicht fehlt ja irgendwo noch ein Zeugnis oder eine Bescheinigung. Wer bereits vor dem Beratungsgespräch alles abhaken kann, der kann dann auch davon ausgehen, nicht wegen unvollständiger Unterlagen auf einen zweiten Termin vertröstet zu werden.