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Lipoweg: Wie die Stoffwechselkur wirkt – ein Fallbeispiel

Mit 108 Kilo war Hayriye Turgut körperlich und seelisch völlig am Ende. Mit Hilfe einer Heilpraktikerin konnte sie 32 Kilo abnehmen.

„Ich liebe Süßigkeiten!“, gesteht Hayriye Turgut aus Berlin, „ich könnte schon zum Frühstück ein Stück Torte essen!“ Doch der 39-jährigen Türkin aus Berlin wurde diese Leidenschaft beinahe zum Verhängnis. Mit jeder Schwangerschaft nahm Hayriye zu, bis die zweifache Mutter am Ende knapp 108 Kilo wog und bereits an einer Vorstufe des Diabetes litt. „Dabei hatte ich bei meiner Hochzeit noch 65 Kilo gewogen!“, erinnert sich die 1,64 Meter große Hayriye.

Diäten führten zur Gewichtszunahme

Natürlich bemühte sich Hayriye ständig, wieder abzunehmen. Sie machte viele Diäten, versuchte es mit Akupunktur, ging zu einem Ernährungsberater, ließ sich Diätpläne geben und hielt sich daran. „Ich nahm auch immer ab, aber danach auch immer wieder zu, und zwar mehr, als ich abgenommen habe“, beschreibt sie den Jo-Jo-Effekt. „Ich war am Ende, seelisch und körperlich. Ich hatte keine vernünftigen Kleider mehr, alles hing an mir wie ein Sack. Von den Leuten wurde ich schief angesehen, für die Kinder war ich die dicke Mama. Dazu hatte ich Angst, zuckerkrank zu werden!“ Diese Angst war mehr als berechtigt: Auch Hayriyes Mutter ist Diabetikerin und bei Hayriyes zweiter Schwangerschaft entwickelte sie ebenfalls einen Diabetes. „Ich war so fertig, dass ich mit dem Gedanken gespielt habe, mir einen Magen-Bypass legen zu lassen“, erzählt Hayriye. „Das hatten mir die Ärzte geraten. Gott sei Dank war mein Mann dagegen, obwohl auch er sich große Sorgen um meine Gesundheit machte!“

Dann hörte sie von einer Heilpraktikerin, die in Berlin eine besondere Abnehm-Methode anbot: Lipoweg. Dieses Stoffwechselprogramm wurde von Uta Schnappinger, einer Heilpraktikerin aus Bremerhaven entwickelt. Es soll zur langfristigen Gewichtsreduktion führen und einen Jo-Jo-Effekt verhindern, indem der Stoffwechsel durch homöopathische Hilfe angehoben wird. Gleichzeitig wird die Kalorienzufuhr vermindert. „Im Januar 2011 sind meine Freundin, meine Schwester und ich dann zu ihr gegangen. Wir wollten alle drei dringend abnehmen!“ Die Heilpraktikerin gab den Frauen je einen genauen Diätplan, der aus Kohlenhydraten in Form von Gemüse, Salat und Obst, Eiweiß in Form von Fleisch und Fisch bestand. Fett wurde nicht zugegeben, da sich der Körper ja aus dem Fettdepot bedienen sollte.

Lipoweg soll den Stoffwechsel ankurbeln

An drei Tagen in der Woche kam Hayriye mit ihren Freundinnen zum Blutdruckmessen und wiegen. Zu dieser medizinischen Überwachung wurde bei jedem Treffen eine homöopathische Injektion unter die Haut gespritzt. Sie soll den Stoffwechsel ankurbeln. „Bei Diäten senkt sich normalerweise der Grundumsatz ab, weil ja wenig Kalorien zugeführt werden und der Körper auf Notzeiten umschaltet. Wird danach wieder normal gegessen, kommt es zum Jo-Jo-Effekt“, weiß Hayriye inzwischen. „Diese Spritzen bewirken jedoch genau das Gegenteil: Obwohl man wenig isst, wird viel verbrannt!“

Und es war wirklich wenig, was Hayriye in den nächsten Monaten essen durfte: „Morgens gab es Wasser mit einem Löffel Essig und einen Zwieback, mittags und abends je 100 Gramm Fisch oder mageres Fleisch, dazu 200 Gramm Obst und 200 Gramm Gemüse. Dazu sollte man zwei bis drei Liter Wasser und einen Liter Brennsesseltee trinken.“ Ob sie denn nicht großen Hunger gehabt habe? „Nein, ich hatte mich schnell daran gewöhnt und ich wollte das auch unbedingt durchziehen!“

Mit Konsequenz zum Ziel

Schnell gab es die ersten Erfolge. Die Pfunde purzelten. „Nach viereinhalb Monaten bekam ich nur noch einmal in der Woche eine homöopathische Spritze, da hatte ich aber schon 32 Kilo abgenommen!“ Auch bei ihrer Freundin und ihrer Schwester schlug Lipoweg an. „Die hatten aber auch nicht so viel abzunehmen wie ich“, lacht Hayriye. Auf ihre 76 Kilo ist sie so stolz und glücklich, dass sie einmal in der Woche einen Lipoweg-Tag einlegt, um ihr Gewicht zu halten. „Dabei hatte ich mich schon fast selbst aufgegeben!“, strahlt Hayriye heute. Sie ist froh, wieder normale Kleidung tragen zu können. „Aber am meisten freut mich, dass ich wieder ganz gesund bin und auch meine Haut straff geblieben ist, trotz der großen Gewichtsabnahme.“