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PC für Einsteiger: Lernen Sie, was eine Datei macht

Ein Computer verwendet Dateien, um Funktionen zu ermöglichen. Weiß man über sie Bescheid, kann man mehr mit seinem PC erreichen. Es gibt viele Einsteiger, die im Internet surfen können, eine DVD mit dem Media Player abspielen und Mails versenden. Trotzdem weiß ein großer Teil von Ihnen nicht, was eine Datei ist, wo man sie findet und was sie tut. Dabei ist es gar nicht schwer.

Computer funktionieren mit der CPU, die Daten aus Dateien verwendet

Der Computer ist eine Maschine mit vielen Möglichkeiten. Die Soundkarte mit Lautsprechern spielt Musik ab, der Drucker druckt Bilder und Texte, die Grafikkarte und der Monitor zeigen Videos oder die Arbeitsoberfläche vom Betriebssystem, z.B. Microsoft Windows. All das passiert mit Dateien, hat der Computer keine Musik-, Video- oder Textdatei, geht dies nicht.

Eine Datei ist im Endeffekt etwas wie eine Anleitung: es sagt dem Computer, was er zu tun hat, um z.B. einen Text zu speichern oder auszudrucken. Dabei ist wichtig zu wissen, wie ein Computer funktioniert: alles geht über den Hauptprozessor, die CPU.

Der Prozessor verbindet die einzelnen Teile des Computers, es gibt keinen PC, der ohne ihn irgendetwas kann. Er wartet auf eine Eingabe per Tastatur für den Text, auf das Drücken der einzelnen Tasten, (dabei schiebt er vereinfacht betrachtet die Buchstaben über die Grafikkarte zum Monitor, damit wir sie sehen können). Dann wartet er auf den Druckbefehl. Schließlich werden die Buchstaben zum Drucker geschoben. Und beim Abspeichern entsteht die Datei. Dateien sind also „Bedienungsanleitungen“ für den Prozessor.

Es zwei Arten von Dateien: Datendateien und Programme. In den Datendateien steht, was in dem Text enthalten ist. Dies kann am Rechner ein echter Text wie z.B. ein Kochrezept sein, aber auch ein Video, wie es aussieht, was es wann zeigt. Diese nennt man auch „nicht ausführbare“ Dateien, sie brauchen ein Textverarbeitungsprogramm oder ein Videoabspielprogramm, um abgespielt oder ausgedruckt zu werden.

Ein Programm ist also die „Bedienungsanleitung“, die der CPU sagt, was sie tun muss, also, wie der Text erstellt oder zum Drucken an den Drucker weitergereicht wird, damit der Ausdruck entsteht. Man nennt sie eine ausführbare Datei.

Alle Dateien finden sich auf der Festplatte, damit sie auch bei ausgeschaltetem Computer gespeichert bleiben. Will man eine DVD schauen, braucht man auf herkömmliche Weise den DVD-Player und die Film-DVD. Im Computer wären dies zwei benötigte Dateien: das Videoplayerprogramm und die Film DVD. Auf der Film-DVD sind mehrere Datendateien vorhanden, die den Prozessor über den Videoplayer „informieren“, was er anzeigen soll.

Möchte man einen Brief schreiben, braucht man eine Schreibmaschine und ein Blatt Papier, das beschrieben wird. Der Computer braucht dazu die Dateien Textverarbeitungsprogramm und eine Datendatei, die den Brief enthält. Elektrische Impulse, welche die CPU aus Dateien liest und weiterleitet, sind Daten.

Dateien werden mit Ordnern auf der Festplatte verwaltet

Viele Programme enthalten eine Möglichkeit, Daten zu speichern. Das Textverarbeitungsprogramm kann mit dem „Speichern unter …“ Befehl den Brief auf Festplatte festhalten. Wenn man weiß, wo die Dateien sind oder hinkommen, kann man sie nochmals betrachten, sie sammeln, sortieren, auf einem USB-Stick speichern oder als Anhang verschicken. Sie sind viele Bytes umfangreich. Weiteres dazu finden Sie in diesem Artikel.

Da ein moderner Computer Hunderttausende von Dateien besitzen kann (alleine um das umfangreiche Betriebssystem Microsoft Windows zu starten), muss Ordnung gehalten werden. Dies geschieht mit einer Struktur von Ordnern, die wie Schubladen und Boxen ineinander verschachtelt sind.

Ein Ordner (oder Verzeichnis) kann Dateien enthalten. Darüber hinaus dürfen Sie weitere Unterordner in ihm anlegen, die wiederum Dateien oder Ordner beinhalten. Mit diesem einfachen Prinzip lassen sich Dateien nach Themen und Eigenschaften ordnen und aufbewahren. Wichtig dabei: Jede Datei wird durch ihren Namen und den Ordner, in dem sie sich befindet, eindeutig definiert. An diesem Platz ist mit diesem Namen nur eine Datei möglich. Speichern Sie am selben Ort eine Datei mit demselben Namen ab, wird die ursprüngliche Datei ersetzt. Daher kann man Dateien in Ihrem Ordner unter ihrem Namen wiederfinden.

Die Namen,die die Ordner besitzen, unter dem eine Datei abgespeichert und zu finden ist, nennt man ihren Pfad. Jeder Pfad hat einen Anfang: Das ist der Buchstabe, mit der die Festplatte oder das DVD-Laufwerk bezeichnet wird. Bei Microsoft Windows ist der Laufwerksbuchstabe für die Festplatte C:, sollten nicht mehrere Partitionen auf einer Festplatte eingerichtet sein. Suchen Sie ihre Eigenen Dateien, können Sie sich über das Windowslogo links unten und „Computer“ (Foto 1) alle Laufwerksbuchstaben anzeigen lassen. Mit einem Doppelklick auf C: bekommen sie alle Ordner im Hauptverzeichnis angezeigt. Sie sehen auch den Ordner „Benutzer“, den Sie mit einem Doppelklick öffnen können. Dieser beinhaltet die Dateien aller Benutzer, darunter auch ihre eigenen Dateien. Wenn Sie ihn mit einem weiteren Doppelklick öffnen, bekommen Sie die Ordner u.a. „Eigene Bilder“ (Foto 2), „Downloads“, „Eigene Dokumente“ und „Eigene Musik“ gezeigt. Dort können Sie ihre Eigenen Dateien abspeichern.

Das Betriebssystem bietet diese Ordner auch als Abkürzung über das Menü des Windowslogos an, aber nun wissen Sie, wo das System sie speichert. Ein vollständiger Pfad würde nun heißen: „C:/Benutzer/Leser/Eigene Bilder/Bild.jpg. Übrigens: die Desktopanzeige ist ebenfalls eigentlich ein Ordner, dessen Inhalt Sie angezeigt bekommen. Er befindet sich ebenfalls in Ihrem Benutzerverzeichnis. Das System weist einem USB-Stick ebenfalls einen Buchstaben unter „Computer“ zu. Öffnen Sie diesen, bekommen Sie das Hauptverzeichnis des Gerätes angezeigt.

Wenn Sie eigene Bilder dorthin kopieren wollen, wählen Sie diese z.B. unter „Eigene Bilder“ mit einem linken Mausklick aus. Nun kopieren Sie sie mit dem Menübefehl „Bearbeiten – Kopieren“ (Foto 3). Im Fenster des USB-Sticks fügen Sie diese Dateien mit dem Menübefehl „Bearbeiten – Einfügen“ ein. Wollen Sie von einer Daten-DVD Dateien in ihre Dateien übertragen, können Sie unter Windowslogo – Computer das DVD-Laufwerk anhand des Symbols öffnen und die Dateien wie oben beschrieben in ihre eigenen Dateien aufnehmen.

Viele Programme verwenden Dateipfadangaben, um auf Dateien zuzugreifen. Starten Sie den Explorer mit der rechten Maustaste auf das Windowslogo. Anhand der Laufwerksbuchstaben zeigt das Programm die Verzeichnisstruktur des Gerätes links unten im Programmfenster auf. Mit einem kleinen Pfeil nach rechts (frühere Windowsversionen verwendeten dafür noch ein kleines Plus- oder Minuszeichen) zeigen Sie die weiteren Dateien und Unterordner des jeweiligen Ordners an (Foto 4). Neue Ordner lassen sich durch einen Rechtsklick in einem Ordnerfenster anlegen.