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Scootix-Retroroller: Der 800 km-Test

Nach Winter und Frühjahr sind nun 800 km mit dem Elektroroller zurückgelegt. Zeit – nach dem hier vorgestellten Testbericht – Zwischenbilanz zu ziehen.

Wie es nach dem ersten Testbericht über den Elektroroller Scootix Retro weiterging.

Elektromobilität im Winter

Der Winter  war lange. Unabhängig von den schlechten Straßenverhältnissen, die allen Fahrzeugen zu schaffen machten, ergibt sich bei Elektrorollern und auch dem Scootix Retro-Elektroroller das Problem, dass mit sinkender Außentemperatur die Batterieleistung nachlässt. Dieser Leistungsabfall ist deutlicher ausgefallen als erwartet, wobei es dennoch immer noch ohne Probleme dafür gereicht hat, den Weg zur Arbeit und zurück (zusammen rund 11 km) zurückzulegen. Glücklicherweise haben nun die warmen Tage im April gezeigt, dass der Leistungsabfall nur vorübergehend ist. Jetzt sind die Leistungen wieder so wie unmittelbar nach Kauf des Rollers. Das bedeutet aber auch, dass zumindest in den ersten 800 km noch kein merklicher Rückgang der Batterieleistung bei gemäßigten Außentemperaturen festzustellen ist.

Unterschied zwischen Elektromobilität und „Benzinmobilität“

Das ist aber noch einmal Anlass, auf einen Unterschied zwischen dem Fahren mit einem Elektrofahrzeug und dem mit einem Verbrennungsmotor hinzuweisen, den man im Rahmen der Reichweitendiskussion vielleicht übersieht.

Solange Sprit im Tank ist, bringt ein Verbrennungsmotor volle Leistung. Das ist bei einem Elektroroller nicht der Fall. Der Verlust an Leistung geht schleichend vor sich und ist zunächst nur an dem Ladezustandsanzeiger der Akkus erkennbar, dann aber auch bald bei der Beschleunigung oder am Berg spürbar. Der Elektroroller bleibt also nicht stehen, aber schon viele Kilometer bevor die Batterie wirklich leer ist, zeigt er schon Schwächen.

Blinkeranzeige und Kontrollleuchte Licht

Speziell beim Scootix-Retroroller hat sich eine Kleinigkeit nun auf Dauer doch als nervig erwiesen. Die Kontrollleuchten für Licht und – noch wichtiger – die Blinkeranzeige sind bei hellem Tageslicht kaum zu erkennen. Es kann passieren, dass man mit gesetztem Blinker noch einige Zeit weiterfährt, weil man nicht merkt, dass er immer noch eingeschaltet ist. Da wäre ein kleiner Bieper sicher die bessere und vermutlich noch nicht einmal teurere Lösung.

Weniger Kilogramm bringen ein Mehr an Reichweite und Leistung

Wer mit einem Elektroroller fährt, lernt sparsam fahren und kann das auch bei der Fahrt mit dem Auto umsetzen. Außerdem wirkt sich jedes Kilogramm Mehrgewicht bei Leistung und Reichweite negativ aus. Hier wurde das Scootix-Retroroller-Modell getestet, das mit seinem 2 KW-Motor fast 100 kg wiegt. Die sind nicht einfach auf den Ständer zu wuchten. Vielleicht ist ein Modell, das weniger wiegt, trotz eines kleineren Motors besser zu handhaben.

Fazit

Nach wie vor sind Elektroroller für den kurzen Weg in die Stadt und zur Arbeit eine umweltfreundliche Alternative. Man muss sich aber der Einschränkungen, die sich aus der Elektromobiliät ergeben, bewusst sein. Einige Kleinigkeiten haben sich nun als nervig erwiesen, als Mängel könnte man sie nicht bezeichnen.