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Was tun gegen Nervosität?

Wie kann man nervosität bekämpfen? Innere Unruhe und nervöse Schlafstörungen pflanzlich behandeln. Baldrian, Passionsblume, Johanniskraut, Melisse und Hopfen wirken gegen nervöse Unruhe und Schlafstörungen.

Viele Menschen leiden in der heutigen Zeit unter Symptomen, die aus übermäßigem Stress und Überarbeitung resultieren. Das Gefühl, nicht mehr abschalten zu können, keine Zeit mehr für sich zu haben, sich nicht mehr so leistungsfähig zu fühlen, kennen heutzutage viele Menschen. Wechseln Stress- und Erholungsphasen nicht stetig im Wechsel ab, so kann das Folgen für Körper und Psyche haben. Symptome einer Nervosität sind beispielsweise nächtliches Zähneknirschen, häufige Spannungskopfschmerzen, Herzjagen, Schlafstörungen, vermehrtes Schwitzen, Gereiztheit und Konzentrationsmangel. Diese Symptome gehen vor allem auf negativen Stress zurück, der als unangenehm und belastend erlebt wird. Davon abzugrenzen ist der positive Stress, der die Menschen beflügelt und das Selbstbewusstsein stärkt.

Heilpflanzen können nervöse Unruhe und nervöse Schlafstörungen lindern

Zunächst gilt es Leistungsdruck abzubauen und Rituale der Ruhe in den Tagesablauf zu integrieren. Das Erlernen von Entspannungstechniken, wie Progressive Muskelentspannung nach Jackobsen oder Autogenem Training haben sich in der Therapie von innerer Unruhe und nervösen Schlafstörungen bewährt. Aber auch Massagen helfen, überschüssige Spannungszustände abzubauen.

Daneben sprechen die Symptome der inneren Nervosität auch gut auf Heilpflanzen an. Gegenüber chemischen Beruhigungsmitteln haben sie den Vorteil, dass sie nicht abhängig machen und in aller Regel gut verträglich sind. Wie bei vielen pflanzlichen Heilmitteln in der Selbstmedikation muss auf ausreichend lange Einnahmedauer geachtet werden. In der Regel kann man erst nach 1-3 Wochen mit einem Wirkungseintritt rechnen.

Baldrian

Therapeutisch wirksamer Bestandteil von Baldrian ist seine Wurzel. Extrakte der Baldrianwurzel wirken entspannend, beruhigend, verbessern die Schlafqualität und sorgen für eine verbesserte Bewältigung von stressigen Situationen.

Passionsblume

Das Kraut der Passionsblume wirkt beruhigend, krampf- und angstlösend. Sie wirkt bei nervöser ängstlicher Unruhe sowie nervös bedingten Magen-Darm-Beschwerden. Die Passionsblume hat sich gut in Kombination mit Baldrian und Johanniskraut bewährt. (z.B. Neuropas balance)

Johanniskraut

Der Extrakt des Johanniskrauts wirkt bei leichten bis mittelschweren Depressionen, nervöser und ängstlicher Unruhe. Menschen, die Johanniskraut einnehmen, sollten die Sonne oder Solarium meiden, da die Einnahme zu einer Sensibilisierung der Haut führen kann. Vorsichtig sollten auch Menschen sein, die gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen. Bei folgenden Wirkstoffen kann Johanniskraut die Wirksamkeit herabsetzen: Blutgerinnungshemmer (Phenprocoumon, Warfarin), Digoxin, Verapamil, Simvastatin, Midozolam, Theophyllin und Wirkstoffe der Pille. Johanniskraut darf nicht gleichzeitig mit anderen Antidepressiva eingenommen werden.

Melisse

Das Kraut der Melisse wirkt mild beruhigend und entkrampfend. In Kombination mit Kamille und Schafgarbe wirkt sie sehr gut gegen nervös bedingte Magen-Darm-Beschwerden. Melisse wird gerne in Fertigarzneimitteln mit Baldrian, Hopfen und Passionsblume kombiniert.

Hopfen

Der Hopfen wirkt als mildes Beruhigungsmittel, fördert den Schlaf und wirkt krampflösend. In Fertigarzneimitteln ist er sehr oft mit Baldrian und Passionsblume in Kombination zu finden. (z.B. Moradorm S ). Das althergebrachte Hopfenkissen kann bei nervösen Schlafstörungen helfen.

Sollten die Symptome der Nervosität nicht auf die Heilpflanzen ansprechen, sollte auf jeden Fall ein Arzt hinzugezogen werden.