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Ullrich, Petacci und Hondo tun es

Warum sich viele Radsportler die Beine rasieren und besser damit fahren.

Beine rasieren in der warmen Jahreszeit – für viele Deutsche ist das selbstverständlich. Erstens sieht es besser aus und zweitens… Ja, es gibt tatsächlich noch einen zweiten Grund für glatte Beinhaut: Wer keine Härchen sein eigene nennt, bietet Zecken weniger gute Bedingungen, um es sich am Körper so richtig gemütlich zu machen.

Die kleinen Biester brauchen nun mal etwas, an dem sie sich entlanghanteln können, wenn sie beim Sport oder Spazieren gehen von der Wiese oder den Büschen auf ihr menschliches Opfer wechseln. Gerade Radsportler, die viel im Gelände unterwegs sind, rasieren sich auch aus diesem Grund gerne die Beine. Zumal auch bei Verletzungen eine glatte Haut Vorteile bietet. Und natürlich ist auch die Massage nach dem Sport weit angenehmer, wenn´s wegen der „Wolle“ nicht ständig ziept und zwickt.

Radler wollen keine Haare: Warum enthaarte Männerbeine beim Radsport besser ankommen

Ullrich, Petacci und Hondo tun es. Dank Zeitlupe gibt es daran überhaupt keinen Zweifel: Ihre beeindruckenden Muskelpakete verunziert kein einziges Körperhaar. Die Spitzenfahrer unter den Radprofis enthaaren sich die Beine.

Es gibt einen Hauptgrund, warum sich Profi-, aber auch Hobbyradfahrer die Beine rasieren: Sie wollen damit erreichen, dass Wunden bei Stürzen besser gepflegt werden können. Glatte Haut lässt sich gut verarzten, vor allem, wenn es um die typische Radfahrerverletzung geht: die Schürfwunde. Sie muss gewaschen, desinfiziert und je nach Schwere der Verletzung verbunden werden. Keine Frage, dass Haare dabei ziemlich störend sind. Und noch einen Vorteil hat das Leben „ohne“: Rasierte Beine lassen sich viel besser massieren.

Rasieren ist mühsam

Es spricht also eine ganze Menge für haarlose Männerbeine, wenn diese oft in die Pedale treten. Leider ist es gar nicht so einfach, die lästigen Härchen loszuwerden. Gerade Anfänger haben mit dem sonst so vertrauten Rasier-Ritual ihre Probleme, wenn es um die unteren Extremitäten geht. Je nach Stärke des Haarwuchses kann es extrem lange dauern und viele Rasierklingen kosten, bis alle Haare entfernt sind.

Körperhaare sind anderes als die Haare auf dem Kopf

Der Wachstumszyklus der Härchen auf den Beinen ist übrigens auf wenige Monate begrenzt und damit deutlich kürzer als der des Kopfhaares. Beinhaare fallen durchschnittlich schon nach zwei Monaten aus. Ob man sich rasiert oder auf andere Weise den haarigen Beinen zu Leibe rückt, hat übrigens keine Einfluss auf die Geschwindigkeit des Haarwachstums. Der falsche Eindruck, rasierte Haare wären schneller wieder da, wird durch das relativ rasche Durchbrechen der Haarstoppel nach der Rasur erweckt. Die Geschwindigkeit des Nachwachsens hat damit allerdings nichts zu tun.