X

Wie funktioniert Fußreflexzonenmassage?

Die Fußsohle ist sehr sensibel – stellvertretend für alle inneren Organe sind Refeflexzonen auf der Fußsohle zu finden. Unsere Füße dienen nicht nur der Fortbewegung, sie sind auch sehr empfindliche Organe. Leider schenken die wenigsten Menschen ihnen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen. Denn alle Nervenbahnen der Fußsohlen sind mit den Organen unseres Körpers eng verbunden.

Was sind Fußreflexzonen?

Die Fußreflexzonentherapie geht davon aus, dass die Fußsohle alle Organe des Körpers auf kleiner Fläche widerspiegelt. Die Annahme, dass man über die Fußsohle auf die einzelnen Organe einwirken kann, macht man sich therapeutisch zu Nutze. Fußreflexzonenmassage zielt darauf ab, durch Entspannung ein energetisches Gleichgewicht im Körper herzustellen und das Immunsystem zu stärken.

Analog der Abbildungsannahme in der Fußreflexzonentherapie zeigt sich die rechte Körperhälfte auf dem rechten und die linke Hälfte auf dem linken Fuß.

Alle Zonen der inneren Organe sind also auf der Fußsohle zu finden – der große Zeh bildet beispielsweise den Kopf ab. Nicht nur die Fußsohlen, auch Fußkanten und Fersen sind über viele Nervenstränge mit den Lendenwirbelsäule und dem Unterbauchbereich verbunden, so dass eine Massage gerade in diese Bereiche Auswirkungen zeigt.

Fußreflexzonenmassage – schmerzfrei mit dem richtigen Druck

In der Therapie werden die einzelnen Fußreflexzonen durch Reiben und Drücken stimuliert und so die Organe direkt angesprochen. Durch eine spezielle Grifftechnik können verhärtete oder schmerzende Reflexzonen, die auf Störungen im Körper hinweisen, lokalisiert werden. Nervenendpunkte am Fuß leiten den Reiz bis zur Wirbelsäule, von wo er zu den einzelnen Organen weitergeleitet wird. Manchmal tritt zunächst eine leichte Verschlimmerung der Beschwerden ein – das ist typisch für die Naturheilkunde und fast immer ein Hinweis darauf, dass die Selbstheilungskräfte wirken.

Wogegen hilft Fußreflexzonenmassage?

In Zeiten, als Menschen noch häufiger barfuss gingen, wurden die Fußreflexzonen automatisch aktiviert. Doch seit der Schuh unser ständiger Begleiter ist, mehren sich unsere Beschwerden an Knochen und Gelenken.

Gerade bei Schmerzen am Bewegungsapparat, an der Wirbelsäule oder den Bandscheiben, kann Fußreflexzonenmassage sehr wirkungsvoll sein.

Auch Beeinträchtigungen des allgemeinen Wohlbefindens, Migräne oder Regelstörungen, können durch diese Heilmethode behoben werden. Angewendet wird die Therapie auch bei Gelenkschmerzen, Magenschmerzen, Heuschnupfen, Verdauungsproblemen, Neurodermitis, Tinnitus und sogar nach einem Hörsturz.

Wäre das auch etwas für mich?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten: einfach selbst mal ausprobieren, denn ein Risiko besteht nicht. Fußreflexzonenmassage wirkt sehr entspannend und trägt schon allein deshalb zur Steigerung der Gesundheit bei. Viele Menschen schwören darauf. Durch die Massage am Fuß werden die entsprechenden Organe besser durchblutet. Allein dadurch, dass Muskeln und Organe durch die verbesserte Durchblutung auch besser arbeiten, werden die Heilkräfte des Körpers aktiviert.

Fußreflexzonenmassage ist für Kinder genauso geeignet wie für alte Menschen, lindert Beschwerden speziell an Knochen und Gelenken und wirkt insgesamt beruhigend. Den Erfolg der Therapie kann der Patient zuhause aber noch durch Selbstmassage steigern. Indem man Wahrnehmungs- und Körperübungen erlernt, wird auch die psychische Ebene gestärkt und der ganzheitliche Aspekt dieser Naturheilmethode erst richtig erlebbar. Wie in allen Therapien der Naturheilkunde sollte das Ziel sein, den ganzen Menschen auf biologischer, geistiger, sozialer und psychischer Ebene zu unterstützen.

Um ernste Erkrankungen von inneren Organen zu heilen, eignet sich Fußreflexzonenmassage jedoch nicht. Vorsicht ist geboten bei Fieber, psychischen Erkrankungen sowie Erkrankungen der Venen und des Lymphsystems. Patienten mit Beschwerden dieser Art gehören immer in die Hände erfahrener Fachärzte.