Abnehmen mit Kalorienzählen: So wurde Gaby F. 55 Kilo los

In Krisenzeiten nahm Gaby F. immer zu! Doch als sie 142 Kilo wog, ging sie den Kampf gegen die Pfunde an. Heute feiert sie jeden neuen Tag.

„Ich war nie der schlanke Model-Typ“, erzählt Gaby F. (53) aus Baden. „Um die Hüfte war ich immer ein wenig pummelig!“ Dass Gaby aber einmal 142 Kilo gehabt haben soll, mag man beim Anblick der lebhaften Frau mit den blitzenden Augen nicht so recht glauben. Doch Fotos beweisen: Die 1,74 Meter große Gaby war 2008 noch richtig rund!

Immer in Krisenzeiten nahm Gaby zu

„Ich bin ein Frustesser“, erklärt sie. „Bei einschneidenden Erlebnissen lege ich schnell zu!“ Das letzte Erlebnis dieser Art begann mit einer wunderschönen Liebesgeschichte. „Mein Vater und ich lebten damals im Schwarzwald, wo wir schon seit ewigen Zeiten zusammen Stimmungsmusik machten.“ Vor zwölf Jahren sollten die beiden auf einem Geburtstag in Durmersheim spielen. Gaby und ihr Vater reisten mit Handorgel und Schlagzeug an. Auf diesen Fest lernte sie den Witwer Rolf (55) kennen und lieben. „Schon ein Jahr später haben wir geheiratet!“, berichtet Gaby strahlend.

Doch mit der Hochzeit kamen die Umstellungen: Gaby zog zu ihrem Mann und seinen zwei Töchtern. Schnell hatte sie Heimweh nach dem Schwarzwald. Alles war fremd und ungewohnt, auch an den neuen Arbeitsplatz musste sich die Erzieherin erst gewöhnen. Diesen Stress versuchte Gaby mit Schokolade und Kuchen zu lindern. „Anfangs war das ja nicht so schlimm“, fasst sie heute zusammen, „aber es wurde halt Jahr für Jahr eine Kleidergröße mehr!“

Atemnot und Gelenkschmerzen: Das Übergewicht forderte seinen Tribut

Mit dem Übergewicht kamen die gesundheitlichen Probleme. Vieles wurde beschwerlich: Gaby konnte nicht mehr Treppen steigen, nicht mehr wandern, nicht mehr Fahrrad fahren. Ihre Knie schmerzten, ihre Gelenke wurden unbeweglich. „Ich hatte an nichts mehr Spaß!“, fasst Gaby zusammen.

Eine Freundin überredete sie, in ein Fitnessstudio im Ort zu gehen. „Es ist ein etwas anderes Studio. Es ist nur für Frauen und bietet ein Zirkeltraining und Ernährungsberatung an.“ Tatsächlich wurde bei RuckZuckFit Wert auf ein ganzheitliches Muskeltraining gelegt. In einer lockeren, familiären Atmosphäre trainierten Frauen in 30-Sekunden-Sequenzen sowohl ihre Muskeln als auch ihr Herz-Kreislauf-System.

Gaby steckte sich ein Ziel – und überrundete sich selbst

Gaby schmeckte die ungewohnte Bewegung anfangs gar nicht. „Aber wenn ich etwas angefangen habe, dann ziehe ich es auch durch!“ Sie nahm sich vor, innerhalb der nächsten eineinhalb bis zwei Jahre 20 Kilo abzunehmen. Stattdessen wurden es 55!

„Ich bin zwei Mal die Woche ins Studio gegangen und habe dort über eine Stunde lang trainiert. Zudem ging ich noch einmal in der Woche ins Aquajogging“, erklärt Gaby ihren großen Erfolg. „Dazu habe ich täglich sehr viel Wasser oder Tee getrunken. Und Kalorien gezählt!“ Mehr als 1.800 Kalorien am Tag sollten es nicht sein. Gaby kochte daher fettarm, wenn auch nicht fettfrei. Sie verzichtete weitgehend auf Süßigkeiten und aß auch wenig Kohlenhydrate. „Und wenn es Nudeln sein mussten, gab es davor einen Salat, damit der schlimmste Hunger gestillt war!“

Mit einem Schlemmertag gegen den Jo-Jo-Effekt

Einmal in der Woche gestattete sich Gaby einen Schlemmertag, um den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden. „Aber ich habe immer darauf geachtet, nichts zwischendurch zu essen!“

Die ganze Familie unterstützte Gaby beim Abnehmen. Doch am meisten Kraft gab ihr der eigene Wille: „Ich habe das für mich getan, nur für mich!“

An Weihnachten 2009 wog Gaby nur noch 87 Kilo. Mit regelmäßigem Training und Kalorienzählen hatte sie es geschafft! Noch heute achtet sie darauf, nicht mehr als 2.200 Kalorien am Tag zu essen. Jede Kalorie mehr wird am nächsten Tag wieder eingespart. Doch für Gaby lohnt sich die Mühe. „Ich kann mir wieder die Schuhe problemlos zubinden, die Treppen rauf und runter laufen, mit den Kindern fangen spielen, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und regelmäßig wandern gehen!“, strahlt sie. „Jeden Tag gibt es für mich einen weiteren Grund zum Feiern!“

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