Ätherische Öle: Praktische Verwendung beim Kochen

Ätherische Öle sind für die Gesundheit und die Kosmetik unerlässlich, aber auch in der Küche sind Aromastoffe nützlich. Hier einige Rezepte zum Nachmachen.

Ätherische Öle sind nicht nur in Duftlampen, als Parfüm, Badezusatz oder in Form einer Aromatherapie im medizinischen Bereich einsetzbar. Die Duftpflanzen sind auch schmackhafte Zutaten beim Kochen. Praktische Rezepte für vielfältige Verwendungsgebiete lassen die Aromapflanzen in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Ätherische Öle als Zutat beim Kochen

Die verschiedenen Aromastoffe wirken nicht nur von außen über die Nase und die Haut, sondern auch von innen. Rosmarin ist beispielsweise ein ideales ätherisches Öl zum Backen und Kochen. In Frankreich wird es als Gewürz und als Öl für viele Rezepte verwendet. Die Kräuter und Öle können gut gleichzeitig verwendet werden, allerdings muss vorsichtig dosiert werden, da ätherische Öle einen sehr intensiven Geschmack haben und somit schnell penetrant werden können.

Da ätherische Öle nicht wasserlöslich sind, brauchen sie Trägerstoffe. Als geeignete Emulgatoren hierfür dienen alle Arten von Fetten, Sahne, Milch, Sauerrahm, Joghurt, Buttermilch, Honig, Eigelb, Alkohol oder Zucker. Für Anfänger ist es einfacher, sich zuerst an Marinaden und Würzölen zu versuchen. Hierbei wird das gewünschte ätherische Öl mit normalem Speiseöl vermischt und dann dem Essen beigemengt. Als Grundprinzip gilt: Auf 100 ml Pflanzenöl kommen etwa 8 bis 10 Tropfen ätherisches Öl.

Rezepte für Salatölmischungen aus ätherischen Ölen

  • Besonders geeignet beispielsweise für einen Tomatensalat: 1 Teelöffel Olivenöl und je 1 Tropfen Schwarzer Pfeffer, Rosmarin und Majoran (dazu Zwiebeln, Tomaten, 1 Esslöffel Balsamico-Essig und etwas Salz).
  • Türkisches Rezept: 50 ml Olivenöl, jeweils 2 Tropfen Nanaminze und Rosmarin, eine Knoblauchzehe, etwas Petersilie, Summak und Salz. Alles zusammen in einem verschlossenen Glasgefäß etwa zwei bis vier Wochen im Dunkeln reifen lassen.
  • Asiatisches Rezept: 50 ml Sesamöl, je 1 Tropfen Koriander, Pfeffer, Cardamom, je 2 Tropfen Limette und Ingwer, etwas Salz. Auch diese Mischung einige Wochen im Dunkeln ziehen lassen.
  • 100 ml Haselnussöl mit 5 Tropfen Dill und 3 Tropfen Majoran.

Ätherische Öle im Likör, Essig und als Erfrischungsgetränk

  • Likör: 200 ml Obstler und 80 bis 100 Gramm Ahornsirup oder Honig erhitzen. Nach dem Abkühlen entweder je 2 Tropfen Ysop und Zitrone oder 2 Tropfen Melisse und 1 Tropfen Ingwer unterrühren.
  • Kräuteressig: 200 ml Essig, 2 Tropfen Ysop, 3 Tropfen Melisse, 4 Tropfen Estragon, 2 Esslöffel Ahornsirup. Alternativ zu den genannten ätherischen Ölen können auch Thymian, Basilikum, Knoblauch, Lorbeer, Rosmarin oder Minze verwendet werden.
  • Sommerliches Erfrischungsgetränk: 500 ml Grüner Tee, ein wenig Ahornsirup, 125 ml Apfelsaft, 2 Tropfen Zitrone, 1 Tropfen Zimt

Die Verwendung der Aromapflanzen in Honig, Marzipankugeln oder Apfelcreme

  • Zur Verfeinerung von Honig: Auf 500 Gramm Honig kommen 4 Tropfen Mandarine und 2 Tropfen Vanille.
  • In Marzipankugeln: 300 Gramm Marzipan-Rohmasse (mit Malz oder Honig), 10 Spritzer Rosenwasser, ein paar zerkleinerte Rosinen und Pinienkerne, 2 Tropfen Zimt und 4 Tropfen Mandarine.
  • Rezept für Apfelcreme: 1 Kilo gekochte und passierte Äpfel, zerkleinerte Cashewnüsse, Rosinen, 7 Spritzer Rosenwasser, jeweils 1 Tropfen Vanille und Zimt, ein wenig Honig zum Süßen.

Einige Dinge, die zu beachten sind

Die Verwendung von ätherischen Ölen sollte immer gut dosiert vonstatten gehen. Die erforderlichen Tropfen sollten am besten nie direkt aus der Flasche auf die Speisen gegeben werden, sondern immer in einem Löffel behutsam vordosiert werden. Gelangt zu viel des Aromastoffes in die jeweilige Speise, hilft meist nur noch der Gang zum Mülleimer.

Vorsicht geboten ist auch bei unbekannten ätherischen Ölen. Die Verwendung von fremden Stoffen und Kräutern sollte vermieden werden, da manche giftig oder ätzend sein können. Wichtig ist auch, nicht fälschlicherweise Duftöle zu benutzen, die für den Verzehr ungeeignet sind. Hierbei ist es am besten, nach Anleitung mittels Wasserdampfdestillation oder Extraktion selber das gewünschte ätherische Öl herzustellen. Hierfür gibt es ausreichend Fachliteratur.

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