Alkoholismus die Krankheit – Wo fängt Alkoholismus an 

Alkoholismus ist eine Krankheit, die schleichend beginnt und zum Tode führen kann. Anghörige verschließen oftmals die Augen davor.

In der Bevölkerung scheint es immer noch sehr verbreitet zu sein, dass Alkoholismus nur die betrifft, die regelmäßig Schnaps trinken. Und womöglich schon morgens trinken. Den typischen Alkoholiker gibt es nicht. Die Krankheit Alkoholismus geht durch alle sozialen Schichten. Es ist kein Phänomen einer bestimmten Bevölkerungsschicht und kann zahlreiche Ursachen haben. Wissenschaftler sind sich heute einig, dass auch der Erbfaktor hierbei eine bedeutende Rolle spielt.

Anzeichen der Krankheit

Setzt man Alkohol für etwas ein – trinken zur Entspannung, um gut drauf zu sein, um Stress abzubauen, um Ärger hinunter zu spülen, um einschlafen zu können, um dazuzugehören?

Tut man dies in einer Regelmäßigkeit und hat für sich keinerlei Alternativen zur Verfügung, sollte man sein Trinkverhalten hinterfragen.

Wer hat die Kontrolle

Ist man in der Lage das erste Glas stehenzulassen? Das erste Glas zieht meist ein zweites, drittes und … nach sich. Das erste Glas stehenzulassen, würde bedeuten, keinen Alkohol zu trinken. Das eigene Trinkverhalten kontrollieren zu können, heißt auch, jederzeit das Trinken unterbrechen zu können. Kann man dies nicht, dann hat man nicht mehr selbst die Kontrolle über sich, sondern der Alkohol. Oftmals behaupten alkoholkranke Menschen von sich, dass sie das Trinken unter Kontrolle haben und jederzeit damit aufhören können.

Ich trinke ja keinen Schnaps

Alkohol ist Alkohol, ob man nun Schnaps, Bier, Sekt oder Wein trinkt, spielt dabei keine Rolle. Alkohol ist ein Suchtmittel und kann zur körperlichen und psychischen Abhängigkeit führen. Er wirkt auf das zentrale Nervensystem, beeinflusst das Verhalten eines Menschen. Das kann so weit führen, dass sich die Persönlichkeit eines Menschen komplett verändert.

Die Sucht – ein Teufelskreis

Menschen die alkoholkrank sind, fühlen sich in ihrer Haut nicht wohl. Oftmals haben sie ein negatives Selbstbild, leiden an Minderwertigkeitskomplexen und werden von Schuldgefühlen geplagt. Auch wenn sie die feste Absicht haben, mit dem Trinken aufzuhören, führt dies dazu, dass sie weiter trinken. Die psychische Abhängigkeit – das Gefühlschaos, das sie durchleben, müssen sie mit Alkohol betäuben. Dazu kommt die körperliche Abhängigkeit – zittern, innere Unruhe, schwitzen, Aggressivität bis hin zu körperlichen Schmerzen, müssen sie mit Alkohol betäuben.

Kann man helfen – aber wie

Die beste Hilfe ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Die Verantwortung für seine Genesung liegt bei dem Erkrankten selbst. Er muss den ersten Schritt tun und nicht nur leere Versprechungen machen. Angehörige sollten das Problem offen ansprechen. Sich nicht auf Ausflüchte einlassen. Ein Ultimatum setzen. Den Erkrankten nicht in Schutz nehmen oder entschuldigen – beim Arbeitgeber, im Freundeskreis oder bei den Verwandten. So lange für den Erkrankten keine Notwendigkeit besteht etwas zu verändern, wird er weiter trinken. Da Alkoholismus eine Familienkrankheit ist, sollten sich auch die Angehörigen Hilfe und Unterstützung holen.

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