Alternative Energiegewinnung – Methanisierung von Kohlendioxid

Die Kritiker des Atomausstiegs skalieren die Schwierigkeiten der Speicherung von Energie ins Unermessliche. Die Lösung indes ist simpel und bereits erprobt.

Wird es nun wärmer, oder nicht? Schmelzende Gletscher scheinen manchem als Beweis nicht gut genug. Wenn es nur so einfach wäre, den Anstieg der Meeresspiegel zu messen, dann läge die Antwort auf der Hand. Nur: Das Meer steigt erstaunlicher Weise nicht in allen Ozeanen und in allen geografischen Lagen gleich an. Strömungen, der ozeanische Untergrund und die Corioliskraft sorgen dafür, dass der Anstieg des Meeresspiegels schwer zu fassen ist. Dies kommt gleichsam vielen als Argument gelegen, einen Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Kohlendioxid, der Erderwärmung und den anschwellenden Meeren zu bestreiten.

Und ebenso wird angeführt, dass das Problem bestehe, die regenerativ erzeugte Energie bis zum Verbrauch zu speichern, sei schwer bis unmöglich. Also könne man nicht auf die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas verzichten. Doch das stimmt so nicht. Die Methanisierung von Kohlendioxid stellt eine als „Kopplung von Gas und Stromnetz“ bekannte und erprobte Speicherform dar. Sie muss nur genutzt werden!

Neue Technologie im alten Gewand

Die Methanisierung von Kohlendioxid ist ein alter Hut. Strom, am besten regenerativ erzeugt, spaltet per Elektrolyse Wasser in seine Bestandteile: Wasserstoff und Sauerstoff. Der Wasserstoff wird nachfolgend thermisch-chemisch in Methan umgewandelt. Für die Umwandlung wird Kohlendioxid verbraucht.

Die Herstellung von Methan (Erdgas) auf diese Weise verbraucht also Kohlendioxid was bei der Verbrennung fossiler Stoffe sonst tonnenweise in die Atmosphäre gelangt. Durch eine groß angelegte Herstellung von Methan durch diesen Prozess könnte man also Kohlendioxid verbrauchen, statt weiter damit die Erde aufzuheizen. Eine Kohlenstoffsenke könnte den verheerenden Prozess der Erderwärmung aufhalten! Alles, was man dazu braucht, ist regnerativ erzeugter Strom und Wasser und kann so einen speicherbaren und transportierbaren Energieträger herstellen. Statt Kohlendioxid als Präsent des Grauens für die kommenden Generationen in der Erde zu verbuddeln, kann es direkt bei der Produktion abgegriffen werden und dem Prozess der Methanisierung von Kohlendioxid zugeführt werden. (Quelle: Solarzeitalter)

Das Gasnetz als größter Energiespeicher

Wenn es, wie so oft, dazu kommt, dass Russland damit droht, den Gashahn zuzudrehen, wird von der Regierung verlautbart, dass das Gas zwei bis drei Wochen reiche. Schon jetzt sind also für die Speicherung von Gas erhebliche Ressourcen vorhanden. Der weitere Ausbau stellt keine technischen Schwierigkeiten dar und böte gar dem einen oder anderen Kernkraftwerk als Speicher eine sinnvolle Altersbeschäftigung. Sicherlich, wenn mehr „grünes“ Erdgas zur Strom- und Wärmegewinnung verfeuert wird, sind größere Speicher vonnöten. Doch die großen Energiekonzerne zögern beim Ausbau und pflegen stattdessen die Hoffnung der Wende der Wende der Wende.

Die Zukunft der Energieversorgung muss in den regenerativen Energieformen gefunden werden. Daher ist die Trägheit bei der Umstellung von klassischer Energieerzeugung zur regenerativen Energieerzeugung nicht akzeptabel. Es ist notwendig, jeder Form der Energiegewinnung eine Gesamtbilanz zu unterstellen. Damit wird Atomkraft weit teurer, als bislang kalkuliert, denn die Lagerung des Atommülls wird bis dato außen vor gelassen. Ebenso werden die Seiteneffekte der Verbrennung fossiler Stoffe nicht wirtschaftlich dargestellt. Steigende Meeresspiegel und dreckige Luft verursachen Kosten an anderer Stelle, die letztlich auf die Konsumenten und ihre Lebensqualität zurückfallen.

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