Biogasanlagen im Trend

Viele Landwirtschaftsbetriebe können mit Ackerbau und Viehzucht nicht mehr überleben. Hier werden innovative Ideen wie die Einrichtung einer Biogasanlage benötigt.

Von der reinen Landwirtschaft hin zur Energiewirtschaft – so könnte die Zukunft vieler landwirtschaftlicher Betriebe aussehen. Viele Fragen müssen beantwortet werden, bevor eine solche Anlage realisiert werden kann. Vorab sollte zum Beispiel geprüft werden, ob der Standort geeignet und ausreichend Ackerfläche vorhanden ist. Natürlich muss auch die Wirtschaftlichkeit einer Biogasanlage sicher gestellt sein. Die meisten Hersteller von Biogasanlagen bieten einen All-inclusive-Service: Sie beraten den zukünftigen Energieerzeuger umfassend bei allen Fragen rund um die Anlage, stellen zusammen mit dem Kunden Bau- und Fördergeldanträge und zeichnen auch, wenn die Anlage in Betrieb genommen ist, verantwortlich für eine reibungslose Biogaserzeugung.

Programmgestützte Prozessdaten

Moderne Anlagen haben durch verbesserte Biogas-Entschwefelung und optimierte Steuerung der Substratzufuhr einen Entschwefelungsgrad von 85-95 Prozent. Das ist durch eine ständige Weiterentwicklung der Steuerungstechnik möglich, die programmgestützt Prozessdaten wie zum Beispiel die tägliche Fütterungsmenge oder die Fermentertemperaturen erfasst und bewertet. Ebenso liefert die Forschungsarbeit der Chemiker in den Laboren immer neue Erkenntnisse, die als Verbesserungen in den Anlagenbau einfließen.

Maßgeschneiderte Biogasanlagen

Agrar-Ingenieure suchen nach einem Weg, maßgeschneiderte Biogasanlagen zu konzipieren, bei denen alle Komponenten bis ins Detail aufeinander abgestimmt sind. Darüber hinaus beinhaltet ein angeschlossener Komplettservice sämtliche Arbeiten, die im Zusammenhang mit einer Biogasanlage anfallen – von der Beratung und technischen Planung über das Erstellen von Bauanträgen, Bauvoranfragen und Antragsunterlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BimSchG) und dem Bau der Anlage bis hin zu Inbetriebnahme, Service und Wartung. Die Anlagen können im Zuge von mehr Transparenz um ein Labor erweitert werden, um die Prozesse in den Anlagen präzise zu analysieren und die Forschungsarbeit intensivieren zu können. Aufgrund der heutigen informationstechnologischen Möglichkeiten können alle Daten per Fernzugriff über Modem geprüft, ausgewertet und gegebenenfalls optimiert werden. Den landwirtschaftlichen Betrieben wird als zukünftigen Betreibern durch begleitende Schulungen nahe gebracht, wie sie ihre Anlagen selbst optimal führen können.

Ausgereifte Konstruktion

Die meisten Biogasanlagen zeichnen sich durch ausgereifte Konstruktion aller Komponenten aus: Die Dosieranlagen können gleichzeitig mehrere Fermenter befüllen, Antriebsschnecken aus rostfreiem Edelstahl sorgen für eine störungsfreie Beförderung des aufgelockerten Füllguts. Die leistungsfähigen Rührwerke gewährleisten kontinuierliche, energiesparende Durchmischung. Eine gleich bleibende Temperatur im Fermenter garantiert eine innen liegende Rohrwandheizung oder ein externes Wärmetauschersystem. Im Schaltschrank werden die Prozessdaten überwacht und auf einem Bildschirm visualisiert. Datenfernübertragung wie zum Beispiel automatische Fehlermeldung an das Mobiltelefon ist ebenso möglich.

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