CFD-Handel: Durch Intraday-Trading den Zinseszinseffekt nutzen

Wer beim Handel mit CFDs erfolgreich sein will, sollte die Möglichkeiten des Zinseszinseffektes nutzen und die darin lauernden Gefahren erkennen.

Aufgrund der vielen möglichen Trades, kombiniert mit der Hebelwirkung und dem Zinseszinseffekt, gelten CFDs als die Finanz-Rennboliden unter den Finanzprodukten. Durch eine mathematische Begebenheit kann man mithilfe des CFD-Handels in kürzester Zeit fabelhafte Gewinne wie auch drastische Verluste einfahren. Der Zinseszinseffekt kann beim CFD-Handel dadurch genutzt werden, dass man nach einem Gewinn-Trade das erhöhte Gesamtkapital dazu nutzt, um beim nächsten Trade einen etwas höheren Einsatz zu haben. Dadurch lassen stetig erzielte Gewinne sich nochmals vermehren, dennoch sollte man nicht vergessen, dass die Börse so bleibt wie sie ist: Es geht aufwärts, es geht abwärts und es geht seitwärts.

Ein Beispiel für den Zinseszinseffekt im CFD-Handel

Das Gesamtkapital eines CFD-Kontos beträgt 100.000 Euro und die Einsatzhöhe für einen Trade ist beispielsweise auf riskante zehn Prozent des Trading-Kontos festgesetzt. Der erste Trade hat also einen Einsatz in der Höhe von 10.000 Euro. Angenommen der erste Trade bringt einen Gewinn von einem Prozent ein, so sind das 100 Euro. Durch das neue Gesamtkapital von 100.100 Euro ergibt sich für den nächsten Trade ein Einsatz in der Höhe von 10.010 Euro. Erzielt der nächste Trade abermals einen Gewinn von einem Prozent, ist der Gewinn 100 Euro und zehn Cent. Strickt man diese Hypothese weiter, wird der Zinseszinseffekt nach jedem Trade größer und wirksamer. Da man gerade im CFD-Handel täglich mehrere Trades machen kann, wird hier dieser Effekt auch in kürzeren Zeitspannen mit lukrativen Aussichten realisierbar.

Die Nachteile des Zinseszinseffekts im CFD-Handel

Auch diese Medaille hat zwei Seiten. Der Zinseszinseffekt kann auch dafür sorgen, dass man nach einer großen Serie von Verlusten aufgrund eines niedrigeren Gesamtkapitals geringere Einsätze handeln muss. Liegt man erst einmal im Verlustbereich, wird es immer schwieriger, den jeweiligen Verlust wieder auszugleichen. Hat man beispielsweise zehn Prozent seines Gesamtkapitals verloren, muss man infolgedessen 11,1 Prozent an Gewinn erzielen, um wieder auf das ursprüngliche Kapital zu kommen. Bei 25 Prozent an Verlust sind es 33,3 Prozent, und bei 50 Prozent sind es gar 100 Prozent, die man an Gewinn wieder einspielen muss, um zu seinem früheren Ausgangskapital zurück zu kommen. Man kann auch im Fall des Verlusts noch versuchen gegenzusteuern, und seinen Einsatz erhöhen anstatt ihn zu verringern. In diesem Fall würde man aber auf „high risk“ gehen, denn bei neuerlichen Verlusten wäre das Kapital des CFD-Kontos so gut wie aufgebraucht. Der Zinseszinseffekt kann in diesem Fall dafür sorgen, dass man sein Geld schnellstens in den Sand setzt.

Die Psyche beim Zinseszinseffekt im CFD-Handel

Ein enorm wichtiger Faktor um im CFD-Handel auf Dauer erfolgreich zu sein, ist die Psyche des CFD-Traders. Wer es geschafft hat, seinen Account um das Zehnfache zu vermehren, muss sich auch darüber bewusst sein, dass er von nun an mit zehnmal so hohen Einsätzen handelt. Je höher der Einsatz des CFD-Traders wird, desto größer ist die Gefahr, dass er sich von Emotionen wie Angst oder Gier leiten lässt. Wer seine selbstauferlegten Handelsstrategien aufgrund solcher Gefühlsbewegungen aus den Augen verliert, begeht einen großen Fehler, der sich früher oder später auch auf seinem CFD-Konto zeigen wird. Die Emotion ist und bleibt ein mächtiger Gegner für jeden CFD-Trader.

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