Dem Krebs auf der Spur

Moderne nuklearmedizinische Diagnoseverfahren finden Tumore. Modernstes nuklearmedizinisches Diagnostikverfahren PET/CT ermöglicht Fortschritte in der Krebsdiagnostik.

Mit einem hochmodernen Verfahren versuchen Ärzte, Tumoren früher auf die Spur zu kommen. PET/CT nennt sich eines der modernsten nuklearmedizinischen Diagnoseverfahren, von dem vor allem Krebspatienten profitieren.

Wofür steht PET/CT?

PET/CT steht für die Kombination der Verfahren Positronen Emissions Tomographie (PET) und Computertomographie (CT). Die PET ist ein nuklearmedizinisches Verfahren, das die Verteilung von radioaktiv markierten Biomolekülen im menschlichen Körper aufzeichnet. Hierzu werden den Patienten winzigste Mengen der radioaktiven Substanz über eine Vene gespritzt. Bei den radioaktiv markierten Substanzen handelt es sich fast ausschließlich um Moleküle, die auch natürlich im Körper vorkommen und daher normalen Stoffwechselvorgängen folgen.

So verwendet z.B. das neu eröffneten Johannes-Wesling-Klinikum in Minden hauptsächlich Fluor-18-FDG. Dabei handelt es sich um einen radioaktiv markierten Traubenzucker.

Mit einer sogenannten PET-Kamera werden die Stoffwechselaktivitäten aufgezeichnet. Da Krebszellen ein schnelleres Wachstumsverhalten als normale Zellen aufweisen, sind deren Stoffwechselaktivitäten deutlich erhöht und lassen sich somit durch die PET-Aufnahmen vom gesunden Gewebe unterscheiden.

Vorteil dieser Diagnosemethode

Die Kombination mit der Computertomographie bietet einen entscheidenden Vorteil: Die CT liefert als anatomisches Bildgebungsverfahren exakte Bilder der inneren Körperstrukturen. Die in der PET-Aufnahme gefundenen Bereiche mit erhöhtem Stoffwechsel können so präzise einem Organ oder einer Gewebeschicht zugeordnet werden.

Da beide Untersuchungen nahezu gleichzeitig erfolgen, ist sicher gestellt, dass auch die Umstände, wie die Liegeposition, identisch sind. Die im Rahmen der Untersuchung gewonnenen Daten werden dann mit einer speziellen PC-Software zu einem Bild kombiniert.

Mit den so entstandenen Aufnahmen lassen sich z.B. bei unklaren Gewächsen in der Lunge gutartige von bösartigen Wachstumsherden unterscheiden und damit gegebenenfalls auch belastende Operationen vermeiden. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Krebserkrankung hilft die PET/CT bei der Charakterisierung der Erkrankung und der Bestimmung des Tumorstadiums. Damit bildet sie auch eine Grundlage für eine optimale Therapieplanung.

Therapiekontrolle

Die PET/CT-Untersuchung ist auch in der Therapiekontrolle eine große Hilfe. Nach einer Operation kann sie z.B. dabei helfen, zwischen Narbengewebe und vitalem Tumorgewebe zu unterscheiden. Röntgen und Magnetresonanztomographie zeigen beides häufig lediglich als Anomalie auf.

Auch die Wirksamkeit von Chemotherapeutika oder einer Strahlentherapie können kontrolliert werden, sodass die Therapie gegebenenfalls angepasst werden kann.

So läuft die Untersuchung ab

  • Für die Untersuchung im PET/CT muss der Patient nüchtern sein.
  • Nach Aufklärungsgesprächen wird dem Patienten eine radioaktive Substanz verabreicht.
  • Je nach Art der verwendeten Substanz folgt eine Wartezeit von etwa einer Stunde, während der sich die Substanz im Körper verteilt. Dann beginnt die eigentliche Untersuchung: Liegend wird der Patient durch die Röhren der PET/CT gefahren, währenddessen werden Aufnahmen seines gesamten Körpers gemacht. Die gesamte Untersuchung, bei der man möglichst still liegen sollte, dauert etwa 45 Minuten.

Für Patienten mit Platzangst bietet z.B. das im Johannes-Wesling-Klinikum verwendete Gerät einen großen Vorteil: Zwischen den beiden Ringen für PET und CT befindet sich eine Lücke, sodass die Röhre durch die Unterbrechung als weniger bedrohlich empfunden wird und der Patient auch besser Kontakt nach außen aufnehmen kann.

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