Depressive Verstimmung – Hilfe durch pflanzliche Mittel

Pflanzliche Mittel, Phytotherapeutika, können depressive Verstimmungen lindern und im gesamten Organismus sanft regulierend wirken.

Früher kannten die Menschen gegen alle möglichen Krankheiten und Leiden zahlreiche gute pflanzliche Zubereitungen wie Badezusätze, Inhalationen, Kräuterextrakte, Tees, Einreibungen oder Wickel. Durch die gigantische Erzeugung von chemischen Mitteln nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Behandlung mit pflanzlichen Stoffen an den Rand geschoben und von der Schulmedizin fast gar nicht mehr beachtet. Als Nachweis, dass pflanzliche Stoffe gut wirken, gelten sowohl die jahrhundertelange positive Erfahrung der Naturheilkunde als auch vorliegende schulmedizinische Studien. Viele Menschen finden instinktiv für sich selbst den richtigen Weg aus einer depressiven Verstimmung, ohne Hilfe eines Psychiaters oder chemischer Psychopharmaka.

Pflanzliche Mittel, Phytotherapeutika, mit leicht beruhigender Wirkung

Folgende Mittel werden als Phytotranquilizer bezeichnet, die innerlich beruhigen, ohne müde zu machen und daher tagsüber eingenommen werden können, um beispielsweise Angst oder innere Unruhe zu dämpfen. Werden sie am Abend genommen, wirken sie bei leichten Schlafstörungen schlafregulierend. In den meisten Fällen ist es sinnvoll, verschiedene Phytotranquilizer zu kombinieren.

  • Passionsblume, Passiflora incarnata, ein altbewährtes Schmerz- und Beruhigungsmittel

Die Passionsblume wird seit alten Zeiten in der Volksmedizin der Nordamerikaner und Brasilianer als Beruhigungs- und Schmerzmittel verwendet. In geringer Dosis sollen Extrakte aus der Passionsblume leicht anregend, in höherer Dosis beruhigend wirken. Meistens wird die Passionsblume nur in Verbindung mit anderen psychisch wirkenden Pflanzenextrakten eingesetzt. Ihre Hauptanwendungsgebiete sind Angstzustände, innere Unruhe und Einschlafschwierigkeiten. Als Fertigpräparat gibt es Passifloratropfen, auch als Kombinatiosnmittel. Nebenwirkungen sind keine bekannt.

  • Baldrian, Valeriana officinalis, wirkt beruhigend auf die Nerven

Baldrian ist ein sehr gutes pflanzliches Beruhigungsmittel, das keine Nebenwirkungen hervorruft. Zubereitungen aus der Baldrianwurzel als Tinktur, Dragee oder Tee wirken dämpfend auf das Zentrale Nervensystem. Baldrian ist ein schlafanstoßendes Mittel, dass aber nicht bei allen Menschen wirkt. Zeigt sich in der empfohlenen Dosis nicht das gewünschte Ergebnis, empfiehlt es sich, besser ein anderes Mittel zu wählen, statt immer mehr Baldrian zu schlucken. In hoher Dosierung kann Baldrian bei manchen Menschen Spannung und Unruhe auslösen. Manchmal macht es Sinn, Baldrian mit anderen pflanzlichen Beruhigungsmitteln zu kombinieren.

  • Hopfen, Humulus lupulus, ist sehr bekannt

Hopfen kennt man als Bestandteil von Bier und er gehört zur Familie der Hanfgewächse. Er ist daher mit Marihuana und Haschisch eng verwandt. Aus den weiblichen Fruchtständen, den Hopfenzapfen, werden Extrakte gewonnen, die als Arznei verwendet werden. Hopfen wirkt beruhigend, mildert innere Unruhe und Angst und ist etwas höher dosiert auch als Schlafmittel geeignet. Nebenwirkungen sind keine bekannt. Schlaffördernd kann vor dem Schlafengehen auch ein kleines Glas Bier sein. Hier wirken Hopfen und Alkohol zusammen.

  • Melisse, Melissa officinalis, wirkt bei leichter Schlaflosigkeit

Die Blätter der Melisse, als Tee zubereitet, wirken beruhigend und können bei leichter Schlaflosigkeit sehr hilfreich sein.

  • Hafer, Avena sativa, ist leicht beruhigend

Hafer wirkt leicht beruhigend und kann bei leichter Schlaflosigkeit hilfreich sein. Er wird als Extrakt vor allem in Verbindung mit anderen Beruhigungsmitteln eingesetzt.

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