Der italienische Mann: Ein Casanova?

Mythos oder Lüge. Sind alle Italiener Casanovas? Wieder einmal bestätigt eine Studie das, was viele Frauen, vor allem in Italien, schon praktizieren: Kein Sex beim ersten Date!

Nun ist der Ratschlag, den viele Mütter ihren Töchtern gegeben haben, amtlich. Laut einer Studie des „University College London“ hilft eine längere Suche dabei, den richtigen Mann zu finden.

Die Frau sollte sich länger den Hof machen lassen

Laut der wissenschaftlichen Studie von Robert Seymour, Professor am „University College London“ ist einer der Schlüssel zum Partnerglück, die längere Umwerbung seitens des Mannes. Falls die Frau also beim ersten Date nachgibt und Sex hat, nehmen ihre Chancen ab, ihren Prinzen zu finden. Um zu beweisen, dass die ehrlichen Männer auch bereit sind zu warten, haben die Wissenschaftler ein mathematisches Modell benutzt. Wenn also die Frau die Geduld ihrer Bewunderer prüft und sich länger den Hof machen lässt, ist die Wahrscheinlichkeit höher, Mister Perfect zu finden. Die lange Umwerbung sichert eine gute Basis für eine funktionierende Partnerschaft in Zukunft, so Seymour.

Kein Schutz vor Casanovas

„Natürlich ist nicht gesagt, dass diese Taktik immer funktioniert“, erklärt Peter Sozou. Der Arzt unterrichtet an der „Warwick Medical School“ und hat bei dieser Studie mitgearbeitet. „Das Hauptproblem der Frau ist es, sich vor den falschen Männern zu schützen.“ Sein Rat lautet: „Die Frau, die einen Ehemann sucht, darf defintiv nicht bei den ersten Dates nachgeben!“ Dies war das Motto vor 60 Jahren und es ist auch das Motto moderner Italienerinnen. Der italienische Mann ist auf der ganzen Welt bekannt für seine Verführungskünste. Diese Eigenschaft liegt den feurigen Italienern in den Genen, vererbt von ihrem Urahn Giacomo Casanova. Die Eroberungen des italienischen Abenteurers des 18. Jahrhunderts sind unzählig, sein Name gilt heute noch als Synonym der Kunst der Verführung. Scharenweise sind die nordischen Touristinnen den charmanten Italienern verfallen als in den frühen 1960er Jahren die erste Reisewelle Richtung Adria rollte.

Italiener: Angst vor emanziperter Frau?

Doch nicht alles ist Gold, was glänzt. Denn hinter der Casanova-Fassade steckt ein unsicherer Mann. In den vergangenen Jahren hat sich vor allem das Frauenbild in Italien sehr verändert. Kirche, Küche und Kinder sind nicht mehr die Hauptprobleme, um die sich die emanziperte italienische Frau nun kümmert. Der Mann steht vor einer neuen Frau und das macht ihn unsicher, erklärt Androloge Fasolo. „In den vergangenen Jahren hat die Frau den Mann ein wenig in die Ecke gedrängt. Man betrachte zum Beispiel die Jugendlichen, die jungen Frauen. Sie haben ihre sexuellen Phantasien, über die sie offen reden. Das war früher undenkbar, da die Gesellschaft dies unterdrückt hat. Es ist zum einen ein Fortschritt, aber man muss auch den Mädchen nahe legen, die jungen Männer mit ihrem Verhalten nicht zu erschrecken. Denn der Mann hat sich diesem Wandel noch nicht angepasst. Die Aufgabe ist nun, die Jugendlichen zu informieren, sie sexuell aufzuklären.“ Der italienische Mann ist also verunsichert, das aber gibt der Frau jetzt die Chance, die Ratschläge der bereits erwähnten Studie zu verfolgen: Längere Umwerbung und Kennenlernen statt Sex beim ersten Date.

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