Die besondere Lektüre zum Valentinstag

Daphnis und Chloe von Longos entstand vor mehr als 1700 Jahren.

Bei weitem nicht nur Trivialliteratur umfasst das Genre der Liebesromane. Gehen wir doch mal auf Entdeckungstour im griechischen Altertum.

 

Im deutschen Sprachraum hat er keine tiefe Tradition: der Valentinstag. Hier wurde er wohl eher von findigen Floristen und anderen Branchen entdeckt, die sich daraus zusätzliche Umsätze erwarten. Darum lehnen ihn viele als Konsumterror ab. Shermin Arif hat sich Gedanken zum Thema gemacht und zum einen die absoluten Valentinstag-Schnitzer aufgelistet, sowie zum anderen auch Geschichte und Hintergründe des im angelsächsischen Raums lang etbablierten Festtags kurz skizziert und einige nicht allzu blöde Valentinstagsüberraschungen zum Tag der Liebe und der Verliebten vorgeschlgen.

Hier soll es nun um geeignete Lektüre zum Tag der Verliebten gehen.

Warum nicht mal ein Buch schenken oder zusammen lesen?

Keinen Kitschroman, sondern Weltliteratur, wäre der Vorschlag.

Ungefähr im Jahre 300 n.Chr., also vor mehr als 1700 Jahren, schrieb der griechische Rhetoriker Longos seinen Liebes- und Schäferroman „Daphnis und Chloe“, der in den folgenden Jahrhunderten bis hinein in die Neuzeit zahlreiche Nachahmer fand und zusammen mit ähnlichen Werken die Sparte der Bukolik, der „Schäferromane“ begründete. Überraschend zeitlos liest sich sein Werk auch heute noch, vor allem für Verliebte. Wenn auch die meisten unter uns nicht mehr Pan und die Nympfen anflehen, wenn sie in Bedrängnis sind, so hofft doch noch der eine oder andere auf des Amors Pfeil (oder des Eros, wie der Liebesgott in der griechischen Mythologie hieß).

Die Liebesgeschichte mit Happy End spielt auf der griechischen Ägäisinsel Lesbos und erzählt die Geschichte zweier blutjunger Liebenden, zweier Findelkinder, die inmitten einer unberührten Natur aufwachsen und sich und die Liebe entdecken. Syrinx statt Discoschall, Eros statt Ectasy stimulieren sie. Doch diese Unterschiede tun nichts zur Sache. Statt Sexualaufklärung in der Biologiestunde gibt es Anschauungsunterricht für den naiven Dapfnis, der nicht so recht weiß, wie er seines Liebesdrangs Herr werden und was er mit seiner reizenden Chloe anfangen soll.

Obwohl die beiden jungen Leute völlig unbefangen miteiander umgehen und keine gesellschaftlichen Tabus kennen, bewahrt Chloe ihre Jungfräulichkeit bis zum Happy End der Hochzeit und auch Daphnis respektiert sie instinktiv, geleitet von Gott Eros, der über seine zwei Schützlinge wacht und weiß was für sie das Beste ist. Derweil haben die zwei Liebenden allerhand Abenteuer zu bestehen, die dafür sorgen, dass die Geschichte spannend bleibt und dass wir allerhand über das Leben in der damaligen Zeit und über die Landschaft des Handlungsorts erfahren. Das Werk liegt in mehreren Übersetzungen und Ausgaben vor, darunter ein leichtes, handliches, kommentiertes Bändchen aus dem Reclamverlag. So ist es als Valentinstagsgeschenk oder -lektüre für jeden Geldbeutel geeignet.

Viele Werke der Weltliteratur beschäftigen sich mit der Liebe

Viele kluge Worte wurden im Laufe der Jahrhunderte über die Liebe gesprochen. Einige Zitate aus dem oben vorgestellten Werk sowie aus weiteren vieler Epochen bis in unsere Zeit hinein habe ich anlässlich des Valentinstags gesammelt. Dort werden vielleicht auch diejenigen fündig, die nicht ganz so weit zurückgreifen wollen.

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