Die Erstellung von Folien und Handouts einer Präsentation

Folien und Handouts sollten Inhalte knapp, kurz und präzis darstellen und das Layout eine optimale Lesbarkeit der Folien garantieren.

Sie haben es sicher bei einer Präsentation schon erlebt: Kaum erscheint eine neue Folie und Sie sind noch dabei zu entziffern, was darauf geschrieben ist (und können sich schlecht auf den Redner konzentrieren), wird sie schon durch die nächste Folie ersetzt. Wenn sich das zu oft wiederholt, geben Sie irgendwann auf oder verlassen sogar den Raum. Es kann sicher daran liegen, dass der Redner zu schnell die Folien wechselt. Es kann aber auch sehr oft daran liegen, dass die Folien vollgeschrieben sind.

Wenn es um die optimale Gestaltung von Folien (am PC auch „Slides“ genannt) geht, ist diese Gewohnheit eine Todsünde!

Worauf Sie beim Inhalt der Folien besonders achten sollten

„Knapp, kurz und präzis“ ist die Hauptregel, die Sie immer im Hinterkopf behalten sollten, wenn Sie eine Folie erstellen. Ist ein Thema aufwendig? Versuchen Sie nicht, alles auf einer Folie unterzubringen. Sie können doch zwei oder mehrere Folien daraus machen. Das Publikum hat genug Zeit, um sich zu orientieren und Ihnen zu folgen und Sie selbst geraten nicht mehr in Gefahr, den Faden zu verlieren.

Hier die wichtigsten Hinweise:

Eine Folie pro wichtige Aussage: Ihre Zuhörer können Informationen in kleinen Portionen schneller aufnehmen.

Nur die wesentlichen Informationen: Ihre Zuhörer können dadurch die Kerninformationen auf einen Blick erfassen.

Eine klare Gliederung: Am besten durch eine Überschrift und wenige Zeilen (nicht mehr als 7) darunter.

Stichwörter: SIE ergänzen die Folie mit Ihren Aussagen! Weder das Publikum noch Sie sind zur Präsentation gekommen, um Folien abzulesen!

Querformat: Der Text ist dadurch auch für das Publikum in den letzten Reihen besser leserlich. Wenn ein Diagramm nur im Hochformat vorliegt, kann man ausnahmsweise diese Regel aufheben.

Was ist bei der Gestaltung der Folien besonders wichtig?

Lesbarkeit: Achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen den einzelnen Zeilen groß genug ist, damit jede Zeile gut lesbar bleibt. Etwa 30 Prozent der Folienfläche frei lassen.

Schriftart: Verwenden Sie den selben Schrifttyp bei der ganzen Präsentation und wählen Sie Schriften ohne Serifen (Bögen und Schnörkel), etwa „Arial“, die gut lesbar und auf jedem PC installiert ist. Wenn Sie nämlich in PowerPoint eine nicht sehr verbreitete Schriftart verwenden und auf einem fremden PC präsentieren, kann es passieren, dass die Schrift ganz anders erscheint als auf Ihrem PC, weil diese nicht installiert ist. Die Schrift „Times New Roman“ ist eine Schrift mit Serifen und eignet sich sehr gut für die Notizen auf den Handouts.

Zurückhaltung bei Effekten: Auch wenn Sie finden, dass es besonders kreativ ist, die Schrift schräg anzuordnen, verzichten Sie besser darauf. Der normale Mensch ist es gewöhnt, von links nach rechts zu lesen.

Schriftgrad: Die Schriftgröße auf Ihren Folien sollte groß genug sein, dass man die Texte auch in den letzten Reihen lesen kann und klein genug, dass Ihre Inhalte auch auf der Folie erscheinen können. Es gilt die Faustregel: Je größer die Entfernung von der Leinwand ist, desto größer sollte die Schrift auf der Folie sein. Sie können von Ihrem PC aus mit dem Beamer die Wirkung der Schriftgröße direkt testen. In den PowerPoint-Standard-Präsentationen finden Sie Schriftgrößen von 44 Punkt für die Folientitel und von 32 bis 20 Punkt für die Texte.

Farbgestaltung: Sie können ruhig bei Ihren Folien Farben einsetzen, denn damit sprechen Sie Gefühle an. Durch die Farben können Sie wichtige Elemente hervorheben und die Aufmerksamkeit Ihres Publikums erhöhen. Aber spielen Sie gezielt mit Farben, denn eine Folie sollte lieber farbig und nicht bunt sein. Verwenden Sie nicht mehr als vier unterschiedliche Farben. Wählen Sie helle Pastelltöne für den Hintergrund. Achten Sie darauf, dass die Hintergrundfarbe mit jener Ihres Firmenlogos (das wahrscheinlich auf allen Folien erscheint) gut harmoniert. Wählen Sie für den Hintergrund lieber weiß oder hellgrau, wenn Sie unsicher über die Wechselwirkung mit dem Logo sind. Wählen Sie für Schriften dunkle Farben auf hellem Grund.

Layout: Das Layout sollte für ein einheitliches Erscheinungsbild aller Folien sorgen. Dafür sind Sie in PowerPoint mit Gestaltungsmöglichkeiten reichlich bedient.

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