Effiziente Wäschepflege in der Familie

Tipps zur Entlastung bei der Wäschepflege und zur Reduktion von Schmutzwäsche in der Familie.

Die Wäschepflege in einer Familie ist ein wesentlicher Arbeitsfaktor. Das bedeutet, dass über kluge Strategien zur Aufwandsreduzierung viel Arbeitszeit gespart werden kann.

Vermeidung von Schmutzwäsche

Vermeidung von Arbeit steht natürlich vor guter Arbeitsorganisation. Schmutzwäsche kann vermieden werden. Dies bedeutet weniger Arbeit und ist auch ein Beitrag zum Umweltschutz. Grundsätzlich können viele unangenehme Gerüche durch Lüften von Wäsche wieder verschwinden – etwa bei Bettwäsche, aber auch bei Sport- und Alltagskleidung, gerade wenn es sich nicht um unmittelbare Leibwäsche handelt. Tageskleider werden abends grundsätzlich locker über einen Stuhl gehängt, um auszulüften. Etliche Flecken können auch trocken ausgebürstet werden, etwa Matschflecken auf dunkleren Hosen wie Jeans.

Automatischer Wäschewechsel sollte, außer bei Handtüchern und Bettwäsche, vermieden werden. In die Wäsche kommt, was tatsächlich verschmutzt ist, nicht, weil es getragen ist. Kinder sollten früh mit dem Unterschied vertraut gemacht werden.

Bettwäsche kann einmal im Monat, Handtücher einmal pro Woche gewechselt werden, außer wenn sie sichtbar verschmutzt sind. Kinder ab dem Kindergartenalter helfen bei dem Abziehen der Betten. Bei Mädchen und Frauen in der Menophase wird die Bettwäsche am besten nach der Menstruation gewechselt.

Dazu helfen effektive, d.h. große Lätzchen und Schürzen für alle bei vorhersehbaren Verschmutzungen, etwa bei der Gartenarbeit oder beim Kochen.

Das Waschen

Die Wäsche wird grundsätzlich vor dem Waschen grob in bunte und weiße Wäsche sortiert. Wäsche für die Reinigung wird gesondert gehängt. Diese Einteilung machen alle – Kinder wie Erwachsene. Auch schon Kindergartenkinder können Wäsche in bunt und weiß sortieren. Reißverschlüsse werden zugezogen, Bedrucktes auf links gedreht – auch dies erledigt jeder Verursacher selbst. Eine weitere Einteilung in 30 Grad-Wäsche, 40 Grad-Wäsche etc. ist nicht nötig, vor allem da etliche Wäschestücke ja bei 30 Grad bzw. 40 Grad gewaschen werden können.

Gewaschen werden kann an festen Tagen oder nach Bedarf. Wäscht man an festen Tagen, hat das den Vorteil, dass das Sortieren effizienter ist, da mehrere Wäschestücke pro Kategorie wie Handtücher, Tischtücher etc. anfallen. Bei einer größeren Familie braucht man allerdings zwei Wäschehaufen, und mit mehr als fünf Mitgliedern ist dieses System nicht gut zu realisieren, da dann zu viel Wäsche anfällt.

Das Aufhängen und Trocknen

Wo genug Platz ist, braucht es keinen Trocknerdurchgang für Wäsche. Dies ist zudem ökologisch sinnvoller – und ökonomisch, da die Stromkosten für Trocknungen vergleichsweise hoch sind. Es empfiehlt sich, schon nach den späteren Zielen hin aufzuhängen, d.h. Wäsche eines Familienmitglieds zusammen, Bettwäscheteile zusammen etc. Das erleichtert später das Sortieren erheblich, gerade bei einer großen Familie.

Das Einsortieren und Bügeln

Beim Einsortieren gibt es sehr unterschiedliche Ansprüche. Kinder im Kindergartenalter brauchen m. E. keine gefaltete Wäsche, sondern eher wage Wäschehaufen im Schrank. Da können sich Kinder selbst bedienen und sie können auch selbst dabei helfen, ihre Wäsche einzusortieren.

Bügelwäsche wird so gut es geht völlig vermieden. Kinder bis inklusive Grundschulalter brauchen außer an hohen Feiertagen keine gebügelten Sachen. Wer später seine Kleidung gebügelt haben möchte, kann es ab der weiterführenden Schule ja selbst tun.

Ein Tisch spricht für sich selbst, außer an Sondertagen wie Sonntagen, wo ein Tischtuch eine besondere Note beiträgt, Geschirrtücher können sehr gut ungebügelt verwendet werden. Das erspart sehr viel Arbeit.

Kinder ab dem Grundschulalter sortieren ihre Wäsche grundsätzlich selbst ein. Jedes Familienmitglied hat seinen festen Platz in seinem Bereich für zu sortierende Wäsche – etwa einen Schreibtisch oder ein Bett.

Was man dann mit der gewonnenen Zeit macht? Da fällt einem bestimmt etwas ein.

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