Erfahrungen mit einer Hochzeitsmesse: Lohnt sich der Besuch? 

Ob sich Besuche von Hochzeitsmessen rentieren, hängt von der eigenen Erwartung ab. Lassen Sie sich bei der Planung Ihrer Traumhochzeit nicht abschrecken!

Schon vor den Veranstaltungstoren einer lokalen Hochzeitsmesse begegnet Ihnen eine Vielzahl Neugieriger. Das sind keinesfalls nur Paare, die schon in Kürze „Ja!“ sagen wollen. Auch Gruppen junger Frauen auf der Suche nach Spaß und – spekulativ betrachtet – künftige Braut- wie Schwiegereltern, die bloß mitmischen wollen, bahnen sich den Weg in die Messehallen. In Ihrem Amt als Trauzeugin kommen Sie selbstverständlich Ihrer Pflicht nach, dem Paar schon bei den Hochzeitsvorbereitungen eine Stütze zu sein und stürzen sich ebenfalls in die Massen. Besonders bei der Tischdekoration sollen Sie die Augen offen halten. Und auch ein erstes Begutachten der Brautkleider würde nicht schaden – verständlicher Weise möchte Ihre Freundin nicht samt Verlobtem durch diese Abteilung ziehen. Es geht also zunächst vorbei an Flyer Verteilenden zum Thema Ringe, Fotografen, Alleinunterhalter und was es noch alles rund um den schönsten Tag des Lebens anzupreisen gibt. Die Kasse passiert, erstreckt sich dem Besucher dann das vielfältige Standangebot.

Das Messeangebot ist reichhaltig

Das angehende Brautpaar scheint hier wirklich alles zu bekommen, was nötig ist. Angefangen bei der Hochzeitsgarderobe – es gibt Brautkleider und Hochzeitsanzüge en masse – und Accessoires wie Schleier und Strumpfband für Sie oder Manschettenknöpfe und Fliege für Ihn. Auch die Musik, der Brautstrauß, die Hochzeitstorte oder das Hochzeitsauto können sogleich vor Ort bestellt, Eheringe und Einladungskarten ausgesucht und die Hotelsuite für die Hochzeitsnacht reserviert werden. An die Gäste wird auch gedacht: Wer noch eine pfiffige Geschenkidee wie weiße Tauben benötigt, wird hier fündig. Im Detail betrachtet und um noch einmal auf das Thema Tischdekoration zu kommen: Die Vertreter der jeweiligen Feierlokalitäten präsentieren dem Besucher beeindruckende Bilder und Kataloge, auf welche Weise Festtafeln hergerichtet werden können. Ein wenig enttäuschend sind die im Ausstellungsbereich in Szene gesetzten Möglichkeiten, ein Bankett feierlich zu dekorieren. Doch dass der Platz an einem Messestand nicht für eine komplette Tischtafel ausreicht, versteht sich von selbst. Umso mehr eignen sich zur Ideenfindung die persönlichen Beratungsgespräche, denn auf den Gesamteindruck kommt es an.

Kann man auf einer Hochzeitsmesse Schnäppchen schlagen?

Lokale Anbieter von Foto-, Musik-, Deko-, Blumen- oder anderen Arrangements locken mit Rabatten von meist um die 30 Prozent, sofern die angehenden Ehepaare noch auf der Messe eine Entscheidung treffen. Dies kann sich lohnen, da das Bauchgefühl oft verlässlich ist. Doch damit die Traumhochzeit nicht von einer vorschnellen Entscheidung überschattet wird, kann es bei manchen Angelegenheiten nicht schaden, Angebote zu vergleichen und sich noch ein wenig Bedenkzeit zu gönnen. Viele Frauen möchten ihr künftiges Brautkleid lieber in einem Fachgeschäft anprobieren, statt sich in einer überlaufenen Messehalle den neugierigen Blicken der Besucher auszusetzen. Tipp: Samstags die Messe durchqueren und sich inspirieren lassen, die berühmte eine Nacht darüber schlafen und entweder sonntags erneut hingehen oder gleich bei der Beratung einen Termin im Laden oder Atelier vereinbaren. Denn besonders bei der Kleiderwahl bietet es sich an, Ruhe zu bewahren. Wogegen sich bei Entscheidungen um Blumenschmuck oder Einladungskarten sicherlich schneller der Geschmack beider Brautleute treffen lässt.

Messebesuch ja oder nein?

Für eine reine Ideensammlung eignet sich der Besuch einer lokalen und daher kleiner ausfallenden Hochzeitsmesse nicht allzu sehr. Auf die Ausstellungsfläche bezogen, drängen sich zu viele Menschen auf zu kleinem Raum. Es empfiehlt sich daher, zur Inspiration größere Hauptmessen aufzusuchen, wie beispielsweise die Herbstausgabe der „Hochzeitswelt“ in Berlin. Dort wird es zwar ähnlich überfüllt zugehen, doch gibt es generell mehr anzuschauen. Auf den kleineren Ablegern im Frühjahr geht es dann mehr um die persönliche Beratung und lokale Betreuung. So gesehen lohnt sich für die Organisation des Hochzeitsfestes der Messebesuch also doch. Vor allem, da man direkten Kontakt zu seinem möglichen Musiker, Tanzschullehrer, Floristen, Fotografen, Dekorateur, Restaurantbetreiber und dergleichen aufnehmen kann – alle unter einem Dach. Oder aber weil man sich je nach Verfügbarkeit gar einen Termin im favorisierten Schlosshotel für die Feier sichern kann, bevor es andere tun. Lohnt sich also der Besuch einer Hochzeitsmesse? Ja! Seien Sie sich allerdings vorher im Klaren darüber, mit welchen Erwartungen Sie die Ausstellungshallen betreten.

Welche Vorbereitungen Sie noch vor der Hochzeit treffen sollten, lesen Sie im Hochzeitslexikon – von A wie Aussteuer, bis V wie Verabschiedung.

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