Erste Hilfe bei einem Bienenstich oder Wespenstich

Ein Bienenstich oder Wespenstich ist sehr schmerzhaft. Erste Hilfe kann verhindern, dass der Stich zu stark anschwillt und lässt ihn leichter abheilen.

Ein Bienen- oder Wespenstich ist nicht nur extrem schmerzhaft, er kann unter Umständen auch wirklich gefährlich werden. Vor allem, wenn eine Allergie gegen das Insektengift vorliegt und der Stich zu stark anschwillt. In diesen Fällen sollte unbedingt der Notarzt gerufen werden, denn es besteht Erstickungsgefahr. Bei einem Bienenstich sollte vor der Behandlung mit einer Pinzette der Stachel gezogen werden. Am Ende des Stachels sitzt die Giftblase, diese beim Ziehen nicht berühren, da sonst noch mehr Gift in die Wunde kommen kann.

Bienenstich oder Wespenstich: Homöopathie zur Linderung

Da in der Homöopathie gleiches mit gleichem behandelt wird, hilft Apis mellifica bei Bienen oder Wespenstichen sehr gut. In diesem Mittel wird die gesamte Honigbiene samt ihrem Gift verarbeitet. Dennoch muss keine Nebenwirkung befürchtet werden, denn in der potenzierten Form des homöopathischen Mittels findet sich kein Giftstoff mehr, der für den Körper gefährlich werden kann. Apis mellfica wirkt sehr gut bei Schwellungen, Rötungen und brennenden Schmerzen. Besser werden die Symptome durch kühlen.

Bei Bienen- oder Wespenstichen empfiehlt sich die Potenz C30. Am besten direkt nach dem Stich drei Globuli auf der Zunge zergehen lassen. Bei großen Stichen kann die Gabe nach fünf Minuten wiederholt werden.

Die Homöopathie sollte aber nur zum Einsatz kommen, wenn keine Allergie gegen das Gift im Stich vorliegt und der Stich sich nicht im Mundraum befindet. In diesen Fällen kann die Homöopathie unterstützend wirken, es sollte aber ein Notarzt gerufen werden.

Hausmittel bei Wespenstichen und Bienenstichen

Wichtig ist es, den Bienenstich sofort zu kühlen. So kann verhindert werden, dass der Stich zu stark anschwillt, denn die Blutgefäße ziehen sich durch die Kälte zusammen. Kalte Kompressen eignen sich besonders gut. Aber auch kalte Umschläge können Linderung verschaffen. Durch die Kälte werden die Schmerzen meistens zudem auch besser.

Bei Bienen- oder Wespenstichen haben sich aber auch Zwiebeln bewährt. Der Saft wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. So wird verhindert, dass sich der Stich entzünden kann und gleichzeitig wird die Heilung gefördert. Die Zwiebel halbieren und mit der Schnittfläche auf den Stich legen.

Eine ähnliche Wirkung hat Essig. Dafür den Essig aber nicht direkt auf den Stich geben, sondern mit etwas Wasser verdünnt als Kompresse auflegen. Die Kompresse erst erneuern, wenn der Essig eingetrocknet ist.

Hilfe aus der Apotheke: was gegen Wespen- und Bienenstiche wirkt

Wenn der Stich sehr schmerzt oder dicker anschwillt, können Hausmittel häufig keine wirkliche Linderung bringen. In diesem Fall empfehlen sich Produkte aus der Apotheke. Hydrocortisonsalben wirken entzündungshemmend und lassen die Schwellungen zurückgehen. Auch wenn es sich um Hydrocortison handelt, das sehr niedrig dosiert ist, sollten die Salben nie über einen längeren Zeitraum angewendet werden.

Bienenstich im Mundraum oder Rachen: Notarzt holen

Wenn sich die Einstichstelle im Mundraum oder Rachen befindet, muss sofort der Notarzt gerufen werden. Denn in diesen Fällen kann das Gift schneller über die Schleimhäute in den Körper gelangen. Dann besteht Erstickungsgefahr.

Der Notarzt sollte auch bei Allergikern immer gerufen werden. Homöopathie oder Hausmittel können hier als erste Maßnahmen eingesetzt werden, aber eine Versorgung durch einen Arzt ist immer noch notwendig.

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