Fit in den Frühling ohne Genussverzicht

In den Wintermonaten etwas mehr zu essen und sich weniger zu bewegen ist archaisch geprägt und ganz natürlich. Aber es kommt auch wieder der Frühling.

Die dunkle Jahreszeit verleitet dazu, es sich im eigenen Nest gemütlich zu machen, die Wärme am besten von der Couch aus zu genießen. Davor eine wärmende Mahlzeit – sei es auch nach 17 Uhr – und danach ein schöner Film oder eine Internet-Community besuchen. Aber, die Tage werden wieder heller, es wird auch vor der Türe wieder wärmer und das schlechte Gewissen steigt von Tag zu Tag, wenn man auf die Waage steigt.

Energie-Imbalance

Die Adventszeit generell, als Höhepunkt dann noch Weihnachten und Silvester, die Faschingszeit: Kalorienintensive Wochen schlagen sich auf der Waage nieder. Laut einer Studie des deutschen Instituts für Ernährungsmedizin und Diätetik nimmt man mindestens ein halbes Kilo vom Weihnachtsessen mit ins neue Jahr. Ernährungswissenschaftlerin Petra Rust :“Die eine Wunder-Diät gibt es nicht. Die Ursache von Übergewicht ist eine Energie-Imbalance.“ Die Energiezufuhr des Körpers liegt dabei über dem individuellen Bedarf. „Zielführend ist hier nur eine Umstellung des Ernährungsverhaltens, kombiniert mit täglicher Bewegung“, so Rust.

Zu dick durch mangelnde Bewegung

Obwohl gesünder gegessen wird als noch vor zwanzig Jahren und die Zunahme an Kalorien abnimmt, steigt die Zahl der Übergewichtigen. Grund dafür ist die mangelnde Bewegung. Für eine ausgeglichene Energiebilanz ist aber regelmäßige Bewegung notwendig. Energieverbrennung muss allerdings nicht Leistungssport bedeuten. Sogar mit Alltagsarbeiten wie Hausputzen, Holzhacken oder Bügeln werden überschüssige Kalorien abgebaut. Eine halbe Stunde Bügeln verbraucht etwa 90 Kilokalorien, die gleiche Zeit Fußballspielen rund 400.

Die Einsparungsmaßnahmen

Jeder Tag, an dem 1.000 Kilokalorien weniger als der Tagesbedarf eingenommen wird, senkt das Gewicht pro Woche um ein Kilo. Allerdings, nur 100 Kilokalorien täglich zu viel genügen, um langsam aber stetig zuzunehmen. Die Geschmäcker sind selbstverständlich verschieden, aber ebenfalls über Jahre „antrainiert“. Hier nur ein paar kleine Beispiele:

1. Frühstück – Ein Kipferl vs. Croissant: 190 zu 255 Kalorien. Kornweckerl mit Hüttenkäse vs. Brötchen mit Butter und Käse: 180 zu 395 Kalorien.

2. Mittag – Vorspeise: Gemischter Salat mit Essig und Öl vs. Nudelsalat: 60 zu 505 Kalorien. Grillhuhn mit gemischtem Salat vs. Backhuhn mit Kartoffelsalat: 365 zu 885 Kalorien.

3. Abend – Nudelsuppe vs. Frittatensuppe: 50 zu 170 Kalorien. Gemüserisotto mit gemischtem Salat vs. Käsespätzle mit grünem Salat: 250 zu 940 Kalorien.

Allerdings geht kein Weg an der Bewegung vorbei. 2.000 Kilokalorien sollten pro Woche über sportliche Aktivität abgebaut werden. Dreißig bis sechzig Minuten mindestens vier Mal pro Woche. Damit erreicht man keine Modellfigur oder einen Waschbrettbauch, aber einen gesunden Wohlfühlkörper, der sich auch kulinarischen Genuss leisten kann. Und wenn man schon gar nicht so gerne sportlich unterwegs ist – auch Lachen hilft, Kalorien abzubauen. Eine halbe Stunde Lachen ohne Unterbrechung bringt den Abbau von durchschnittlich 140 Kalorien.

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