Gegen Kopfschmerzen – eine Boxübung kann helfen

Gute Vorbeugung bei Kopfweh und Nackenschmerzen bietet die Kopfkippe.

Mit der Kopfkippe stärkt man als Boxer den Nacken, damit man die Schläge besser wegstecken kann. In abgewandelter Form beugt sie auch Kopf- und Nackenschmerzen vor.

Die Übung mit dem Namen „Kopfkippe“ trainiert den Trapezmuskel, auch Kapuzenmuskel genannt. Damit ist sie als Vorbeugung gegen Nackenschmerzen und Kopfweh bestens geeignet. Sie kann ebenfalls als Entspannungsübung oder gegen Verspannungen eingesetzt werden. Gelegentlich bezeichnet man diese Übungseinheit auch als „Kopfneiger“.

Die Kopfkippe gegen Kopfweh und Nackenschmerzen

So geht’s:

  1. Man steht aufrecht oder sitzt kerzengerade auf einem Stuhl bzw. Hocker und blickt direkt geradeaus auf einen festen Punkt, den man anvisiert. Wichtig: Dabei nicht den Kopf verdrehen! Das starre Geradeaus-Schauen auf den Fixpunkt gewährleistet die korrekte Kopfhaltung.
  2. Der Kopf wird nun langsam zur Seite gekippt – so weit, wie man es schafft bzw. bis ein leichtes Ziehen spürbar ist. Mit dem Arm darf der Zug leicht unterstützt werden. Dabei mit der Hand bis zum Ohr greifen. Auf keinen Fall zu kräftig am Kopf ziehen! Sonst besteht die Gefahr, sich Verletzungen im Hals-Wirbelsäulen-Bereich zuzuziehen.
  3. Jetzt spannt man den anderen Arm an, der am Körper hinunterhängt, und zieht bzw. drückt ihn für fünfzehn Sekunden leicht nach unten, um den Druck und die Spannung am Trapezmuskel zu erhöhen. Die Handfläche ist offen und zeigt auf den Boden. Danach erfolgt eine Pause von zehn Sekunden.
  4. Die Einheit sollte dreimal wiederholt werden. Anschließend werden die Seiten gewechselt und die Übung wird seitenverkehrt nochmals durchgeführt.

Die richtige Atmung ist bei der Kopfkippe wichtig. Während der Ausführung der Kopfkippe sollte man bewusst ruhig und gleichmäßig durch die Nase ein und durch den Mund wieder ausatmen.

Die vorbeugende Wirkung gegen Kopfweh kann noch verstärkt werden

Wer die Kopfkippe regelmäßig durchführt und damit den Trapezmuskel (Kapuzenmuskel) trainiert, kann den vorbeugenden Nutzen erhöhen, indem er Magnesium (maximal 600mg am Tag) oder Koffein (starker Kaffee, evt. gemischt mit selbst gepresstem Zitronensaft) zu sich nimmt, genug Wasser trinkt, etwas Sport treibt und für eine ausreichende Frischluftzufuhr sorgt.

Noch mehr Tipps gegen Kopfweh aus dem Boxgym

Viele Boxsportler tragen nach dem Training Pfefferminzöl (Euminz, Ihp-Rödler, China-Öl) auf die Stirn sowie die Schläfen auf und machen aufsteigende Fußbäder. Die Füße werden in körperwarmes Wasser gestellt. Dann wird die Fußwanne mit heißem Wasser nach und nach aufgefüllt. So steigen Wasserspiegel und Temperatur an, die Durchblutung wird nachhaltig angeregt.

Wie führen Boxer die Kopfkippe aus?

Die Boxer führen die Übung in einer anstrengenderen Variante durch, die für Nichtleistungssportler nicht zu empfehlen ist: Der Trainierende legt sich auf den Rücken und der Hinterkopf wird mit Bändern oder durch einen Trainingspartner auf dem Boden fixiert. Der Boxer versucht nun seinen Kopf gegen den Widerstand nach oben zu pressen. Eine andere Version beschreibt die sogenannte Ringer-Brücke. Man drückt den Rücken vom Boden hoch (die Hände befinden sich neben dem Kopf) und rollt in dieser Brücken-Position mit dem Kopf auf und ab. Die Beine schieben den Körper in Richtung Kopf vor und wieder zurück.

Geheimtipp eines Boxchampions gegen Kopfschmerzen

Zou Shiming, Boxweltmeister und Olympiasieger aus China, schwört bei Kopfschmerzen auf die fernöstliche Heilkunst der Akupressur: „Ein Akupressurpunkt ist die Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger. Wenn mir der Schädel auf der linken Seite brummt, drücke ich mit einer Zange aus Daumen und Zeigefinger die rechte Hand dort, wo das Fleisch anfängt. Meist lässt bei mir der Schmerz dann nach. Manchmal hilft es auch, die Ohrläppchen zwischen Zeigefinger und Daumen kräftig zusammen zu drücken.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.