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Gesunde Haare, gesunde Haut – Ursachen von überreizter Haut und strapazierten Haaren

Haut und Haare werden durch Faktoren wie Umweltbelastungen, Stress, falsche Ernährunge tagtäglich strapaziert. Sanfte Pflege von Innen und Außen hilft.

Haut und Haare, die im Alltag zahlreichen Strapazen wie schlechter Ernährung, Stress und der Belastung durch die Umwelt ausgesetzt sind, bedürfen großer Aufmerksamkeit, wie jeder andere Teil des menschlichen Körpers.

Mit einer Selbstverständlichkeit erfolgt der tägliche Blick in den Spiegel, oft ohne darüber nachzudenken, was die Pflege an sich eigentlich ausmacht. Nicht nur passende, milde Plfegeprodukte sind hier gefragt, sondern auch eine Heilung „von Innen“ durch richtige Ernährung und eine zufriedene Seele, denn nichts ist mehr Spiegelbild dessen, was in uns wohnt, als unsere Haut und unsere Haare.

Die menschliche Haut

hat eine Oberfläche von fast zwei Quadratmetern und beinhaltet Schutz-, Sinnes-, Ausscheidungs-, Regulations-, Synthese- und Immunfunktionen.

Durch den steten Kontakt mit der Umwelt nehmen parallel zu den steigenden Umweltbelastungen auch Hauterkrankungen ständig zu. Für die Betroffenen sind diese nicht nur extrem belastend, sondern mindern nicht selten die natürliche Schönheit und beeinträchtigen zudem auch das Wohlbefinden von Körper und Geist.

Strapazen für die Haut

In den vergangenen fünfzehn Jahren hat sich die Zahl der Neuerkrankungen an bösartigen Hauttumoren in Europa fast verdoppelt. Etwa zwei bis drei Prozent der Deutschen sind jährlich neu davon betroffen. Zahlreiche diagnostische Verfahren wie beispielsweise die einfach durchzuführende und schmerzfreie Dermatoskopie stehen zur Verfügung, um Hautveränderungen als erste Anzeichen einer Hauterkrankung festzustellen.

Doch auch harmlosere Krankheiten machen uns zu schaffen und schon seit langer Zeit spielen Pflanzen im Zusammenhang mit Pflege und Heilung der Haut in allen Kulturen eine wesentliche Rolle.

Die Haut als Schaufenster des Menschen

Unsere Haut ist Träger individueller Merkmale. Bei 2 000 Jahre alten Mumien hat man noch vollständig erhalten gebliebene Hautlinien gefunden.

Der Hautkontakt ist für die zwischenmenschliche Kommunikation außerordentlich wichtig. Streicheleinheiten sind mehr als sexuelle Signale. Sie bewirken bei Säuglingen bessere Entwicklung der Funktionsfähigkeit bis zur Aktivierung des Immunsystems. Der Mensch wird rot vor Scham, dank vegetativ bedingter Weiterstellung peripherer Blutgefäße und zeigt so Schuldgefühle und Verlegenheit. Er wird weiß vor Schreck, die Haut wird sogar kalt, weil sich Blutgefäße zusammenziehen und Wut, Angst oder Ekel ausdrücken.

Zwischen Psyche und Körper findet ein vielfältiges Wechselspiel, ein Feed-back-Mechanismus, statt. Feuchte oder kalte Hände, kalter Schweiß auf der Stirn signalisieren Angst. Psychische Disharmonie, Überforderung und Stress können Irritationen wie „nervöse“ oder „unreine“ Haut, farbige Flecken hervorrufen, genetisch prädisponierte Hautkrankheiten vermögen dann besonders intensiv zu verlaufen.

Parasiten der Haut

Pro Quadratzentimeter Haut sind durchschnittlich etwa 2,4 Millionen Bakterien nachweisbar. Solange die äußere Hautschicht intakt, also gesund ist und Mikroben keinen Eintritt gestattet, besteht durch Bakterien, Hefezellen, Milben (Krätze) und Viren keinerlei Gefahr, auch nicht durch Corynebacterium acnes. Diese Mikroorganismen beziehen ihre Nahrung aus apokrinen Schweißdrüsen und fühlen sich besonders im Gesicht, an Hals, Achselhöhle und den Schleimhautregionen (bevorzugt Falten) der Genitalien wohl. Übrigens: Auch im Wald wachsen Pilze am besten, wo es feucht und warm ist.

Phytopharmaka

Da die Haut also ein besonders wichtiges menschliches Organ darstellt, dessen Anatomie und Physiologie inzwischen weitgehend bekannt ist, stellen sich besondere Anforderungen im Zusammenhang mit der individuellen oder industriellen Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung und Pflege. Neuerdings wurde hierfür speziell der Begriff „Dermopharmazie“ geprägt. Unter diesem Spezialgebiet werden alle Kenntnisse, Techniken und Arzneimittel zusammengefasst, die zur Behandlung der Haut oder darunter liegender Organe an gesunden und kranken Tagen bestimmt sind. Wirkstoffe in Cremes, Gelen, Pasten, Salben oder Flüssigkeiten sollen an ihren Bestimmungsorten auf, in oder unter der Haut ankommen. Dazu muss die Haut manchmal „ausgetrickst“ werden, weil sie sonst Fremdkörper erkennt, nicht aufnimmt und abwehrt.

Haare

Das Haar wird eingeteilt in das Außenhaar (Haarschaft) und das Innenhaar (Haarwurzel). Der Haarschaft setzt sich zusammen aus Haarmark, Haarrinde und aus dem Haarhäutchen (Cuticula). Dieses besteht aus schuppenförmig angeordneten Keratinzellen, die das Haar gegen Austrocknung schützen.

Bei Beschädigung bricht das Haar ab. In der Haarrinde befindet sich das Haarpigment, je mehr, desto dunkler die Haarfarbe. Die Struktur der Rinde bestimmt, ob das Haar glatt oder gelockt ist. Haare sind mit einem Protein-Lipid-Film überzogen, der durch falsche Haarbehandlung beschädigt werden kann.

Die Haarwurzel wird vom Haarfollikel ummantelt. Im unteren verdickten Ende des Follikels liegt die Haarzwiebel, das eigentliche Keimgewebe des Haares, wo die melaninbildenden Zellen sitzen. Darunter liegt die Haarpapille mit den versorgenden Gefäßen. Hier erfolgt das Haarwachstum. Zum Follikel gehört auch die Talgdrüse, deren Drüsengang an der Hautoberfläche endet. Der Haarmuskel, der das Haar bei „Gänsehaut“ aufrichtet, setzt am Follikel unterhalb der Talgdrüse an.

Man unterscheidet das Haar nach verschiedenen Typen: Lanugohaar, das fetale Haar, wird nach der Geburt durch das Vellushaar, auch Wollhaar ersetzt. Die Haare der Kindheit werden als intermediär bezeichnet, befinden sich nur am Kopf und sind zumeist fein und marklos. Nach der Pubertät sprechen wir vom Terminalhaar: Lang, dick, markhaltig, pigmentiert.

Die Haardichte am Kopf beträgt 300 bis 900 Haare pro Quadratzentimeter. Im Alter nimmt die Dichte ab. Täglich verliert der Mensch bis zu 100 Haare. Ein Kopfhaar ist durchschnittlich 0,08 mm dick und wächst pro Monat ungefähr 0,5 bis 1 cm.

Im Herbst kommt es bei vielen Menschen zu einem gesteigerten Haarausfall (Alopezie), der physiologisch ist. Hält dieser mehrere Wochen an, sollte der Arzt konsultiert werden. Der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata) ist oftmals familiär bedingt und in jedem Lebensalter möglich. Außer dem Kopf können auch Augenbrauen, Wimpern, Extremitäten oder andere behaarte Körperteile betroffen sein. Bei der androgenetischen Alopezie und dem diffusen Haarausfall ist nur die Kopfbehaarung betroffen.

Ursachen des Haarausfalls

sind androgenetische Alopezie, genetisch bedingte Überempfindlichkeit der Haarwurzeln am Kopf gegen männliche Sexualhormone (Frauen sind häufig nach den Wechseljahren betroffen, verminderte Estrogenproduktion ), hormonelle Umstellungen wie Schwangerschaft, Einnahme von oralen Kontrazeptiva oder auch Vitamin- und Eisenmangel, Mangel an Spurenelementen, psychische Überbelastung, Krankheiten, Durchblutungsstörungen, Leberentzündungen, Diabetes, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Störungen der Schilddrüsenfunktion, Erkrankungen der Haarwurzel und auch die Arzneimitteleinnahme (Heparin, Isotretinoin, Zytostatika).

Die Schädigung des Haares kann auch durch äußerliche Einwirkung entstehen: Aggressive Dauerwellpräparate, Haarfärbemittel, zu langes und zu heißes Föhnen, straffe Frisuren (Pferdeschwanz), übertriebene Sonnenexposition. Um diese Schäden zu vermeiden gilt es, auf solche Behandlungen weitgehend zu verzichten und zudem milde Stoffe zur Reinigung zu verwenden. Aufgrund der Sanftheit von pflanzlichen Mitteln, bieten diese sich bei Haarproblemen an.