Gesunde Liköre selber machen

Rezepte für hochprozentige Ansätze der Gesundheitsförderung. Viele Liköre sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Einige Rezepte gegen leichte Beschwerden, die auf jeden Fall für Hochstimmung sorgen können.

Liköre stellen eine uralte Methode der Lebensmittelkonservierung dar. Viele wertvolle Inhaltsstoffe von Früchten und Kräutern bleiben im Ansatz erhalten und können bei akuten Beschwerden Linderung verschaffen.

Rezept für Pfefferminzlikör – gut für Magen und Darm

Die Pfefferminze enthält neben ätherischen Ölen unter anderem zahlreiche Gerb- und Bitterstoffe sowie Flavonoide. Sie wirkt sich positiv auf den Verdauungstrakt aus und wird vor allem bei Verstopfung, Durchfall, Blähungen und krampfartigen Bauchschmerzen verwendet. Für die Zubereitung des Likörs gebe man eine gute Handvoll getrocknete oder die doppelte Menge frische Pfefferminzblätter zerkleinert in einen Liter Wodka oder Korn. Der Ansatz muss zwei bis drei Tage an einem warmen Ort gelagert und dabei an und an leicht geschüttelt werden. Anschließend wird er filtriert und mit 500g Zucker versetzt. Der Pfefferminzlikör sollte wie alle selbstgemachten Liköre in dunklen Flaschen gelagert werden – so halten sich die Inhaltsstoffe länger.

Rezept für Salbeilikör – entzündungshemmend

Eine gute Handvoll frischer Salbeiblätter wird mit einem Liter Korn oder Obstler in ein Gefäß gegeben und einen Monat bei Zimmertemperatur gelagert, wobei der Ansatz alle paar Tage geschüttelt werden sollte. Dann die Süße hinzugeben: Diese kann ausschließlich aus Honig (ca. 400g) oder einer Mischung aus Honig und braunem Zucker bzw. Kandiszucker bestehen (je 200g). Den Ansatz wie oben beschrieben weitere zwei Wochen lagern, anschließend filtrieren und abfüllen. Die Flaschen sollten einige Monate kühl und dunkel lagern, damit der Geschmack reifen kann. Salbeilikör hilft bei Entzündungen des Zahnfleisches, Rachens oder Verdauungstrakts sowie gegen Durchfall.

Rezept für Zimtlikör – antibakteriell und appetitfördernd

Das Lorbeergewächs enthält wie die Pfefferminze ätherische Öle und Gerbstoffe. Zimt ist für seine antibakterielle Wirkung bekannt und wirkt appetitfördernd sowie lindernd bei Völlegefühl und mit Krämpfen verbundenen Schmerzen des Magen-Darm-Trakts. Für Zimtlikör benötigt man fünf Zimtstangen und 500g Zucker auf einen Liter Wodka oder Korn. Die Zutaten werden vermengt und gut abgedichtet ungefähr eine halbe Woche unter täglich einmaligem Schütteln warm gelagert. Den Likör anschließend filtrieren und in Flaschen abfüllen.

Rezept für Hagebuttenlikör – gut bei Erkältungen

Traditionell nimmt man die vitaminreiche (C, A, B1, B2) Hagebutte zur Stärkung des Immunsystems oder akut bei Erkältungen zu sich, zudem sagt man ihr wegen ihrer leicht harntreibenden Wirkung einen positiven Effekt bei Nieren- und Blasenleiden nach. Zwei Handvoll frische oder eine Handvoll getrocknete Hagebuttenschalen werden mit einem Liter Korn, Wodka oder (verdünntem) Weingeist in ein gut abgedichtetes Gefäß gegeben und mindestens sieben Tage unter täglichem Schütteln warm gelagert. Anschließend die Mischung filtrieren und mit 400g Zucker versetzt in dunkle Flaschen abfüllen.

Der Autor warnt: Ab und an ein Gläschen kann nicht schaden, sollte jedoch nicht über einen längeren Zeitraum regelmäßig eingenommen werden und ersetzt bei andauernden Beschwerden keinesfalls den Besuch beim Arzt. Neben den aufgeführten gibt es zahlreiche weitere Rezepte für Liköre mit mehr oder weniger großem Heilfaktor. Und: Ob Beerenlikör oder Eierlikör – selbst gemachte Liköre werden mit wachsender Erfahrung zunehmend besser und stellen einen Genuss der besonderen Art dar.

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