Gibt es wirklich mehr Stürme und Unwetter?

Weltweit scheinen Unwetter das meteorologische Bild zu beherrschen. Sie werden auf die Erderwärmung zurückgeführt. Dabei war der Atlantik vor 1.000 Jahren äußerst warm.

Schwere Unwetter haben in diesem Sommer Deutschland heimgesucht, kein Zweifel. Ist das also der viel diskutierte Klimawandel? Wetterunbilden sind keineswegs nur auf Europa beschränkt. In den letzten zehn Jahren beispielsweise haben Hurrikane und Tropenstürme im Atlantik mehr und häufiger getobt als sonst, heißt es auch. Stimmt das denn, und ist das ein Beweis für die befürchtete Erderwärmung?

Bessere Methoden der Erkennung durch Satelliten

Zwei neue wissenschaftliche Studien lassen an derartigen Thesen Zweifel aufkommen. Aus dem Papier der Wissenschaftler der Pennsylvania State University geht hervor, dass es vor eintausend Jahren – damals waren die Atlantikgewässer außergewöhnlich warm – genauso schwere Stürme gab wie heute. In der zweiten Studie – jener der (amerikanischen) National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) – wird die Pennsylvania-Erkenntnis bestätigt: Viele atlantische Unwetter der letzten Jahre, vor allem 2007 und 2008, wären ohne Satelliten-Aufzeichnungen und neueste Analysetechniken niemals entdeckt worden – heute aber werden sie von der Statistik als tropische Stürme klassifiziert. Mit anderen Worten, oder wie es die „New York Times“ formuliert: Weil es bessere Methoden der Erkennung, Beobachtung und Analyse gibt, wird allgemein von einer „Zunahme“ großer atlantischer und pazifischer Stürme gesprochen.

Bis zu 80 Prozent der Stürme blieben unentdeckt

Das Forscherteam der NOAA unter Christopher W. Landsea hat atlantische Stürme zwischen den Jahren 1878 und 2008 regelrecht unter die wissenschaftlich-meteorologische Lupe genommen. Weil heutige Erkennungstechnologien damals fehlten, so die soeben im „Journal of Climate“ veröffentlichte Meinung der Fachleute, sind damals jährlich zwei große Stürme, die heutzutage als gefährliche Hurrikane eingestuft würden, unentdeckt geblieben. Die Wissenschaftler schätzen nunmehr, dass vor rund 100 Jahren „bis zu 80 Prozent aller kurzlebigen Stürme“ unerkannt blieben.

Deutlicher noch und überzeugender sind die Feststellungen der Pennsylvania-Forscher unter Michael E. Mann, die im (amerikanischen) Wissenschaftsmagazin „Nature“ veröffentlicht wurden. Sie analysierten an den Küsten während der letzten 1.500 Jahre durch große Stürme angeschwemmte und abgelagerte Sedimente. Dabei wurden Küstenregionen zwischen Florida und New England – also die gesamte Ostküste Amerikas – sowie Puerto Ricos berücksichtigt. Das Ergebnis: Zwischen den Jahren 900 und 1200 nach Christi gab es mehr tropische Stürme als heutzutage.

Klimawandel gibt es seit Jahrmillionen

Diese beiden neuesten Studien führen erneut eine gewisse Panikmache ad absurdum, die eine sich abzeichnende Erderwärmung als menschengemacht bezeichnet. Zweifellos ist der durch moderne Technologien – etwa den Autoverkehr – bedingte CO2-Ausstoß schädlich für Umwelt und Mensch. Aber zum Klimawandel, so er im Gange ist, trägt das nicht nennenswert bei. Klimaveränderungen sind vielmehr seit Jahrmillionen eine natürliche Erscheinung auf dem Planeten Erde.

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