Hockergymnastik für Senioren, Übungen mit Partnern

Partnerübungen können die Hockergymnastik für Senioren sinnvoll bereichern, fördern die soziale Kompetenz und machen den meisten Senioren Spaß.

Da die Hockergymnastik für Senioren in der Regel in der Gruppe stattfindet, ist es unkompliziert möglich, auch Partnerübungen einzubauen. Dabei können Geräte zum Einsatz kommen oder auch nicht. Wenn die Teilnehmer es mögen und die Bedingungen der Gruppe es erlauben, sollten in jeder Hockergymnastikstunde zumindest einige Übungen mit einem Partner oder Übungen mit der Großgruppe eingebaut werden. Diese haben einen hohen Aufforderungscharakter, fördern den sozialen Kontakt zwischen den Teilnehmern und führen vielleicht auch außerhalb der Gymnastikgruppe zu förderlichen Beziehungen.

Gegenstände zur Seite weitergeben im Sitzen

Wenn die Senioren im Kreis sitzen, kann man Gegenstände von diesen zu den seitlich sitzenden Partnern weitergeben lassen. Das können sowohl kleine Gegenstände sein (Kieselsteine), sehr leichte (Federn), bewegliche (Tücher), starre (Stäbe) oder auch biegsame (Seile). Diese Gegenstände werden in vorgegebener Reihenfolge weitergereicht: mit der rechten Hand nehmen, mit der linken Hand übergeben oder mit der rechten Hand nehmen und auch mit der rechten Hand übergeben, das Ganze natürlich auch mit links. Zwischen Annahme und Abgabe des Gegenstandes kann man eine Bewegung damit ausführen lassen, zum Beispiel einmal um den Rumpf führen, das natürlich auch in beide Richtungen. Parallel können auch mehrere Gegenstände im Hockerkreis unterwegs sein, die, wenn es schwieriger werden soll, unterschiedlich beschaffen sind und sich eventuell auch in gegenläufige Richtungen bewegen.

Mit den Händen klatschen

Viele Klatschspiele aus Kindertagen lassen sich in der Hockergymnastik mit Senioren gut umsetzen, denn die meisten kennen diese Spiele ganz gut. Hier kann man Folgen klatschen lassen, in denen die Teilnehmer einige Klatscher erst für sich allein üben, dann mit den anderen Gruppenmitgliedern klatschen. Eine Beispielfolge wäre: Hände klatschen zusammen, Hände klatschen auf die eigenen Oberschenkel, Hände klatschen über Kreuz auf die eigenen Schultern und dann klatscht man links und rechts mit je einer Hand an die Hand des dort sitzenden Nachbarn. Diese Folge wiederholt sich, man kann das Tempo variieren oder auch Laute dazu machen oder Texte dazu sprechen.

Gegenstände mit den Händen balancieren

Die gradzahlige Gruppe sitzt sich in zwei Reihen gegenüber, jeder Teilnehmer hat gegenüber einen Partner. Mit diesem werden jetzt Gegenstände gemeinsam vom Boden aufgehoben, bis auf Kopfhöhe gebracht und wieder abgelegt, sie dürfen dabei aber nicht herunterfallen. Dazu werden die Hände unter den Gegenstand geschoben, dieser liegt dann auf der offenen Hand und darf nicht festgehalten werden. Die Teilnehmer dürfen hierfür jeweils nur eine Hand verwenden, einer mit rechts und der andere mit links oder auch beide mit rechts, dann beide mit links. Hier sollten Gegenstände bevorzugt werden, die nicht leicht zu balancieren sind, zum Beispiel Stäbe, Tücher oder Therabänder.

Gegenstände über den Boden rollen oder schieben, gemeinsam Formen legen

Ein Teilnehmer vom Paar rollt runde Gegenstände auf dem Boden zum Partner, dieser muss sie aufhalten und zum Partner zurückrollen, das kann mit den Händen oder mit den Füßen geschehen. Gegenstände, die sich nicht rollen lassen, werden mit den Füßen zum Partner geschoben, dabei darf die Aufrechte Haltung nicht verlassen werden. Der Partner schiebt den Gegenstand zurück. Diese Übungen sollten barfuß absolviert werden, da der nackte Fuß auf diese Weise eine wertvolle Stimulation erfährt, die im Schuhalltag oft zu kurz kommt. Zur Schulung der Fußbeweglichkeit und -koordination können die Partner auch gemeinsam Formen legen aus Seilen oder Therabändern oder sogar eine Schleife ins Theraband binden.

Leichten Widerstand geben, im Sitz gegenüber

Sitzen sich die Teilnehmer gegenüber, können beide den gleichen Gegenstand halten (Seil oder Stab), einer initiiert damit sanft Bewegungen, der Partner muss versuchen, den Gegenstand, gegen den Bewegungsimpuls, ruhig zu halten. Diese Übung kann man auch ohne Geräte ausführen, wenn die Handflächen der Senioren aneinander liegen, ungefähr in Brusthöhe. Einer der beiden gibt Bewegungsimpulse, gegen die der andere gegenhalten muss.

Bei dieser Übung muss noch sorgfältiger angeleitet werden als bei den vorherigen, damit es zu keinen Überanstrengungen kommt oder die Übung als Wettkampf missverstanden wird. Außerhalb dessen bietet sie aber hervorragende Möglichkeiten der rumpfstabilisierenden Kräftigung.

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