Johanniskraut und Lichtempfindlichkeit

Dass Johanniskraut die Haut sonnenempfindlich macht, gehört zu den Missverständnissen in der Medizingeschichte.

Johanniskraut ist eine Sommerpflanze. Pünktlich zum Johannistag am 24. Juni recken sich die Blüten der Sonne entgegen. Ob sie wohl die Kraft der Sonne speichert? Schließlich ist Johanniskrautextrakt ein bewährtes Mittel gegen Depressionen, da er sowohl eine stimmungsaufhellende und ausgleichende Wirkung hat. Johanniskrautextrakt sorgt dafür, dass man wieder positiver und gelassener wird und neue Kraft und Lebensfreude erhält, um die Herausforderungen des Alltags zu meistern. Dabei ist es nachweislich gut verträglich – und das auch im Sommer.

Keine signifikante Erhöhung der Lichtempfindlichkeit

Dass Johanniskraut lichtempfindlich machen soll und bei Einnahme des Extraktes eine erhöhte Sonnenbrandgefahr besteht, gehört zu den medizinischen Mythen wie der, dass Spinat besonders viel Eisen enthalte. Der Ursprung dieses Mythos liegt in Beobachtungen, die vor Jahren an Weidetieren gemacht wurden. Es waren Schafe, die auf trockenen Weiden fast ausschließlich Johanniskraut, und das in riesigen Mengen fraßen. Sie zeigten an der empfindlichen Haut ihrer Mäuler leichte Sonnenbrände.

Aber: Die in der antidepressiven Behandlung eingesetzten Tagesdosen von 900 mg Johanniskraut dagegen sind in aller Regel zu gering, um eine ähnliche Photosensitivität auszulösen. Eine Studie an gesunden Männern belegt, dass die Einnahme von 900 mg Johanniskraut zu keiner signifikanten Erhöhung der Lichtempfindlichkeit führt.

Daher können Johanniskrautpräparate also auch in den Sommermonaten eingenommen werden. Beim Sonnenbaden sollte natürlich trotzdem auf einen ausreichenden Sonnenschutz geachtet und intensive UV-Strahlung vermieden werden – Regeln, die grundsätzlich für jeden Sonnenanbeter gelten, egal ob er ein Johanniskrautpräparat einnimmt oder nicht.

Wie Sie ein Stimmungstief überwinden

Wer erste Anzeichen erkennt und direkt handelt, hat die Möglichkeit, aus dem Tief schnell wieder herauszukommen. Diese Anzeichen können Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit sein, aber auch Nervosität und innere Unruhe.

Neben medikamentöser Behandlung hat sich Tageslicht als wirksames Mittel bewährt, um die Stimmung aufzuhellen und Kraft zu tanken. Daher sollte man sich einige Stunden am Tag im Freien aufhalten, selbst wenn die Sonne nicht scheint. Natürliches Licht ist auch im Schatten wesentlich intensiver als künstliches Raumlicht.

Sport und Bewegung sorgen ebenfalls für gute Stimmung und Ausgeglichenheit. Outdoor-Aktivitäten machen in Gesellschaft noch mehr Spaß. Selbst wenn der erste Antrieb fehlt: Ein Picknick im Grünen, ein Federball-Match im Park oder eine Radtour in den Biergarten können neu motivieren. Es gibt sogar Lebensmittel, die glücklich machen.

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