Lithium-Ionen-Akkus der E-Zigarette

In einer elektronischen Zigarette erhitzt der so genannte Verdampfer das Liquid, also jene Flüssigkeit, welche für den Dampf verantwortlich ist.

Im Verdampfer ist hierfür ein Heizwendel verantwortlich, also einen Draht, welcher beim Durchfließen des elektrischen Stroms die notwendige Hitze erzeugt. Den notwendigen elektrischem Strom stellt hierbei ein Akku zur Verfügung. In der Regel werden in elektronischen Zigaretten hierfür Lithium-Ionen-Akkus verwendet. Die meisten akkubetriebenen Geräte verwenden heute Akkus dieser Art. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass Lithium-Ionen-Akkus bei einer sehr geringen Baugröße eine relativ hohe Kapazität besitzen. Damit diese Kapazität auch so lange wie möglich erhalten bleibt, sollte man auf die richtige Behandlung der Energiespeicher besonderen Wert legen.

Der Akku einer elektronischen Zigarette und die Leistung, die er abgibt

Die richtige Behandlung von Akkus aller Art spielt eine wesentliche Rolle bei ihrer Haltbarkeit. Dies fängt bereits direkt nach dem Kauf eines neuen Akkus an. Die Art und Weise, wie nach dem Auspacken eines neuen Akkus mit ihm umgegangen wird, entscheidet bereits über dessen Lebensdauer. Vielen Menschen ist dies gar nicht so sehr bewusst. Viele wissen auch gar nicht, dass ein Lithium-Ionen-Akku erst nach etwa drei bis vier Ladezyklen seine volle Kapazität entwickelt. Natürlich gilt dies auch für den Akku einer elektronischen Zigarette. Aber auch aus einem weiteren Grund sollte hier besonderer Wert auf die Behandlung des Akkus gelegt werden.

Der Heizwendel im Verdampfer einer elektronischen Zigarette hat eine sehr hohe Stromaufnahme, welche weit über der von einem Handy liegt, um einmal ein Beispiel zu nennen.

Für noch mehr „Power“: Die „Low-Resistance-Verdampfer“

Neben den „normalen“ Verdampfern, welche einen Innenwiderstand von etwa 2,5 bis 3 Ohm haben, gibt es weitere Verdampfer, welche als „Low Resistance-Verdampfer“ bezeichnet werden. „Low Resistance“ bedeutet soviel wie geringer Widerstand. Der Widerstand dieser Verdampfer liegt häufig bei etwa 1,5 Ohm. Wenn Ihnen das ohmsche Gesetz etwas sagt, wissen Sie, dass die Stromstärke abhängig vom Widerstand des elektrischen Verbrauchers ist. Bei einer Akkuspannung von beispielsweise 3,2 Volt, wie sie ein getakteter Akku zur Verfügung stellt, fließt hier bei normalen Verdampfer bereits ein Strom von etwa 1,1 bis 1,3 Ampere. Bereits diese Stromstärke ist für den kleinen Akku einer elektronischen Zigarette sehr viel. Bei einem Low Resistance-Verdampfer fließt sogar ein Strom von mehr als 2 Ampere. Geht man von einer Kapazität des Akkus von rund 1000 Milliampere aus, so bedeutet dies, das bei einem normalen Verdampfer bereits ein Strom fließt, dessen Höhe die Kapazität des Akkus überschreitet. Bei einem Low Resistance-Verdampfer fließt sogar die doppelte Stromstärke der eigenen Kapazität des Akkus.

Vielleicht konnte ich Ihnen mit diesen Rechenbeispiel einmal deutlich machen, welche „Schwerstarbeit“ eigentlich so ein kleiner Akku in der elektronischen Zigarette leistet. Zwar wird der Knopf der Zigarette nur wenige Sekunden betätigt, sodass diese relativ hohe Strom nur kurzzeitig fließt, trotzdem ist die Leistung für diesen Akku enorm. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es wichtig, diesen sorgfältig zu behandeln, damit seine Lebensdauer möglichst lang ist.

Wie kann man die Lebensdauer der Lithium-Ionen-Akkus möglichst lange erhalten?

Um die Lebensdauer möglichst lange zu erhalten, sollte der Akku von Anfang an richtig behandelt werden. Dies fängt bereits direkt nach dem Auspacken kann. Hier sollten Sie darauf Wert legen, dass der Akku nicht direkt verwendet wird, indem Sie ihn gleich in Betrieb nehmen. Vielmehr sollten Sie den Akku vor der ersten Inbetriebnahme vollständig aufladen.

Schließen Sie ihn dazu an das mitgelieferte Ladegerät an und achten Sie darauf, dass die Ladezeit mindestens 6 Stunden beträgt. Wahrscheinlich wird das mitgelieferte Ladegerät bereits wesentlich früher anzeigen, dass der Akku voll aufgeladen ist. Trotzdem sollten Sie den Ladevorgang fortsetzen, bis die eben genannte Zeitspanne erreicht ist.

Nach diesem vollständigen Aufladen nehmen Sie den Akku das erste Mal in Betrieb. Dies führen Sie aber nur kurzzeitig durch. Bereits nach dem ein- oder zweimaligen Benutzen der elektronischen Zigarette laden Sie den Akku erneut auf. Lassen Sie ihn dazu mindestens eine Stunde am Ladegerät angeschlossen.

Nun hat der Akku seine volle Kapazität beim Aufladen erreicht und Sie können ihn ganz normal verwenden. Benutzen Sie ihn mit ihrer elektronischen Zigarette, bis er den Ladezustand erreicht hat, bei welchem er sich abschaltet. Erst dann laden Sie den Akku erneut auf. Sie müssen den Akku nicht direkt vom Ladegerät abklemmen, sobald dessen Anzeige auf Grün springt. Lassen Sie den Akku aber auch nicht dauerhaft am Ladegerät angeschlossen. Auch ein dauerndes Nachladen ist schädlich für den Akku, ebenso wie eine Tiefentladung.

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