Meskalin – halluzinogene Droge aus dem Peyote-Kaktus

Über das Halluzinogen Meskalin, seine Wirkungen und Nebenwirkungen und seine Ursprungspflanze, den Peyote-Kaktus.

Peyote ist ein Kaktus und eine hierzulande relativ unbekannte Naturdroge. Mexikanische und nordamerikanische Indianer verwenden Peyote zur Heilung und in kultischen Zeremonien. Wo der Kaktus wächst, wie er verwendet wird, über den Wirkstoff Meskalin und seine erwünschten und unerwünschten Wirkungen.

Peyote-Kaktus – eine Kakteenart mit einem Halluzinogen

Peyote ist eine Kakteenart, die das Halluzinogen Meskalin sowie über 30 weitere Alkaloide in geringeren Mengen enthält. Hauptsächlich wächst der Peyote-Kaktus im südwestlichen Texas und im nördlichen Mexiko. Besonders häufig ist er in den trockenen Hochsteppen des mexikanischen Nordens anzutreffen.

Der kleine, saftige, dornenlose Kaktus Peyote hat etwa die Form einer Karotte oder eines Rettichs. Seine Wurzel ist gerade, zapfenförmig und etwa zehn Zentimeter lang. Ein halbkugeliger Kopf, der über die Erdoberfläche ragt, ist durch Furchen in mehrere Rippen geteilt. In der Mitte jedes dieser Höcker befindet sich eine blütentragende Areole, aus der acht bis zehn Millimeter lange Wollbüschel hervortreten, die eine gelblich-graue bis weiße Färbung aufweisen. Die Anzahl der Höcker variiert, es sind jedoch mindestens fünf.

Peyotl, Pellote, peyote buttons, mescal buttons, mescal beans

Peyotl ist der getrocknete, in Scheiben geschnittene, oberirdische Teil des Peyote-Kaktus. Die Handelsbezeichnungen dieser Stücke sind „peyote buttons“, „mescal buttons“ oder seltener „mescal beans“. In der Regel wird das Halluzinogen in Form von getrockneten „buttons“ konsumiert, gelegentlich aber auch frisch. Es kann auch Tee aus den Kaktusstücken zubereitet werden. Da Peyotl einen unangenehmen, Übelkeit hervorrufenden Geschmack hat, werden die Stücke mitunter auch zerkleinert, in Gelatinekapseln eingeschlossen, eingenommen. Um Visionen hervorzurufen, werden etwa vier bis zwölf „buttons“ benötigt.

Meskalin – der Wirkstoff des Peyote-Kaktus

Meskalin ist ein Alkaloid, das in Peyote enthalten ist. Es kann auch synthetisch hergestellt werden und ist neben Haschisch und LSD das bekannteste Halluzinogen. Es ist kaum möglich, eine allgemeingültige Beschreibung der Wirkung von Meskalin zu geben, da die Bandbreite von Reaktionen darauf groß ist. Die Wirkung ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig, etwa von der eingenommenen Menge, der körperlichen Konstitution, von der Stimmung, der Umgebung, der jeweiligen Sozialisation oder Religion.

Rausch und Nebenwirkungen des Peyote-Kaktus

Häufig ist die rauscherzeugende Wirkung von Meskalin mit unangenehmen Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Schwindel verbunden. Besonders häufig werden lebhafte Farbvisionen durch Meskalin hervorgerufen, auch Gehör- und Geruchserlebnisse verändern sich. Häufig entsteht ein Gefühl der Schwerelosigkeit.

In seiner Wirkung ist Meskalin LSD recht ähnlich. Um Bewusstseinsveränderungen auszulösen, ist etwa die 4000-fache Dosis von LSD erforderlich. In klinischen Versuchen wurde die Wirkung von Meskalin, LSD und des halluzinogenen Pilzes Psylocibin bei Menschen untersucht. (1) Die Ergebnisse waren bei allen drei Drogen ähnlich – Körpertemperatur, Blutdruck, Pupillengröße und Kniereflexe waren deutlich erhöht.

Bei den Versuchspersonen traten Angstzustände, gehobene Stimmung bis hin zur Euphorie auf. Sie hatten Denk- und Konzentrationsschwierigkeiten, veränderte sensorische Wahrnehmungen sowie ein verändertes Körpergefühl. Des Weiteren wurde von kaleidoskopartigen visuellen Halluzinationen berichtet.

Als „hektisch, laut und grell“ wird die Wirkung von Meskalin von einer Konsumentin in einem ausführlichen Erfahrungsbericht beschrieben.

(1) Watts, W. David: The Psychedelic Experience. A Sociological Study, Beverly Hills, California 1971, S. 210

Meskalin ist laut BtMG ein nicht verkehrsfähiges Betäubungsmittel; Erwerb, Handel, Herstellung und Konsum sind mithin illegal.

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