Mit grünem Tee gegen Krebs

In Deutschland ist grüner Tee wegen seiner gesundheitlichen Wirkungen im Vormarsch. Was aber ist so gesund an ihm?

Grüner Tee ist ein uraltes Getränk, das ursprünglich aus China stammt. Im Gegensatz zu dem hierzulande bekannteren, schwarzen Tee werden die Teeblätter des grünen Tees vor dem Trocknen nicht fermentiert, sondern nur mit heißem Dampf behandelt. Durch das Dämpfen und Erhitzen können die Zellsäfte nicht oxidieren und der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen und Vitaminen bleibt weitgehend erhalten.

Grüner Tee in der Traditionellen Chinesischen Medizin

In der traditionellen chinesischen Medizin ist schon lange bekannt, dass grüner Tee vielen Krankheiten und auch den häufigsten Todesursachen vorbeugen kann. Dazu gehören neben den Herz-Kreislauf- auch die Krebserkrankungen. Tatsächlich enthält grüner Tee neben einer Vielzahl von Vitaminen (A, B2, B12, C und E) und Mineralien (Calcium, Eisen, Fluorid, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Zink) auch einige sekundäre Pflanzenstoffe wie Catechine, Carotinoide und Flavonoide.

Gerbsäure gegen Krebs

Doch der Krebs hemmende Effekt von grünem Tee konnte erst bewiesen werden, als eine Arbeitsgruppe um Jerzy Jankun vom Medical College of Ohio (Toledo) eine spezielle Substanz nachwies, die ein wichtiges Krebs-Enzym blockiert und den Tumor damit an der Metastasenbildung hindern kann.

Diese entscheidende Substanz ist die Gerbsäure Epigallo-Cathechin-3-O-Gallat, abgekürzt EGCG. EGCG kann die Entstehung von Tumoren und Metastasen behindern oder den Ausbruch der Erkrankung hinaus zögern. Auch verdichten sich die Hinweise auf eine Schutzwirkung gegen Haut-, Darm-, Brust-, Prostata- und Lungenkrebs. Zum Beispiel entwickelten Mäuse, die mit Teesud eingepinselt waren, unter UV-Bestrahlung keinen Hautkrebs. Die Kontrollgruppe hingegen, die nicht eingepinselt war, bekam Krebs.

Epigallo-Cathechin-3-O-Gallat wirkt als Radikalfänger und kann Schadstoffe von den Körperzellen fernhalten. Diesen Schluss lässt eine große Versuchreihe mit vielen Teilnehmern der amerikanischen University of Kansas City zu.

Grüner Tee statt Aspirin

Zu den Catechinen im grünen Tee gesellen sich jedoch noch weitere sekundäre Pflanzenstoffe, wie zum Beispiel Flavonoide. Sie können vor Entzündungen und Infektionen schützen und damit die Immunabwehr steigern. Die Gerbstoffe im grünen Tee haben zudem eine ähnlich Blut verdünnende Wirkung wie das Aspirin. Sie können so die Blutgerinnung hemmen und verhindern, dass Blutfette wie das Cholesterin sich an den Gefäßwänden absetzen können. Das beugt Gefäßverschlüssen und damit dem Herzinfarkt vor.

Japanische Pharmakologen der Universität Tokio stellten darüber hinaus fest, dass der Genuss von grünem Tee die Blutfettwerte normalisieren und zu einer Gewichtsreduktion führen kann.

Die Zubereitung

Grüner Tee ist zwar eine Wohltat für den Körper, aber den meisten Europäern liegt der Geschmack des fermentierten, schwarzen Tees mehr. Zudem ist die korrekte Zubereitung des grünen Tees nicht ganz einfach: das Brühwasser darf nicht mehr als 80 Grad betragen und gleich der erste Aufguss muss nach 30 Sekunden weggeschüttet werden bevor weitere Brühvorgänge folgen. Um einen gesundheitsfördernden Effekt zu erreichen, müssen zudem täglich mindestens fünf Tassen Tee getrunken werden. Einfacher und sicherer ist es daher, sich mit Hilfe von Grüntee-Extrakt mit allen Inhaltsstoffen des grünen Tees zu versorgen.

Studien: eine Auswahl. Die ausführliche Liste erhalten Sie auf Anfrage bei der Autorin

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