Mit Lakritze den Husten bekämpfen

Süßes naschen und gesund werden – die Süßholzwurzel macht es möglich

Bei Husten, Schnupfen oder Magenbeschwerden ist Lakritze schon seit dem Mittelalter als Heilmittel bekannt, denn es unterstützt die Schleimhäute bei der Heilung.

Bei Husten oder Problemen mit den Bronchien mag nicht jeder gleich zu Säften, Tabletten oder Tropfen greifen. Denn auch in der Natur gibt es Wirkstoffe, die ganz ohne jegliche Chemie dem Körper helfen, die eigenen Abwehrkräfte zu stärken. Einer davon ist die Süßholzwurzel, bei uns auch besser als Lakritze oder Bärendreck bekannt.

Gesunder Magen dank Salmiakpastillen

Bereits die alten Ägypter wussten um die Wirkung der Süßholzwurzel und verwendeten sie bei Bronchialproblemen, Husten und verschleimten Erkältungen. Nach Europa schaffte es die Süßholzwurzel im Mittelalter und war bis in die 1960er Jahre in vielen Medikamenten gegen Magenschleimhautentzündungen enthalten. Bekannt sind heute auch noch Salmiakpastillen, die gegen Magenbeschwerden helfen sollen. Hier wird der Süßholzwurzel Anisöl und Ammoniumchlorid beigesetzt, um die Wirkung der Süßholzwurzel zu unterstützen.

Ursache für die Wirkungsweise der Süßholzwurzel sind die sogenannten Flavonoide, die verhindern, dass Bakterien, Pilze oder Viren sich weiter vermehren oder wachsen. An den Schleimhäuten in Magen oder Bronchien wird eine Schutzschicht gebildet, die entzündungshemmend wirkt. So können sich die Schleimhäute erholen und Schleim besser abgehustet werden.

Damit aber die Süßholzwurzel ihre volle Wirkung entfalten kann, sollte nicht auf Lakritzschnecken zurück gegriffen werden, sondern auf medizinische Tees oder Salmiakpastillen aus der Apotheke. Hier ist der Gehalt an Flavonoiden höher.

Vorsicht bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Dennoch sollte auch bei Produkten aus der Apotheke auf die Dosierung geachtet werden. Denn neben Flavonoiden ist auch Glycyrrhizinsäure in der Süßholzwurzel enthalten. Eine Überdosierung kann zu Herzrhythmusstörungen führen. Vor allem Diabetiker, Schwangere und Herz-Kreislauf-Kranke sollten deswegen lieber keine lakritzhaltigen Produkte zu sich nehmen. Ist die Dosierung in einem Produkt besonders hoch, muss dieses auf der Verpackung vermerkt sein.

Arzneimittel aus Asien

Doch insgesamt kann die Süßholzwurzel die Genesung bei Husten, Schnupfen und Problemen der Bronchien gut unterstützen. Die Pflanze kommt ursprünglich aus Asien und dem Mittelmeerraum, denn sie liebt Sonne und viel Wärme. Die Süßholzwurzel wächst als holzige Staude, die bis zu zwei Meter hoch werden kann. Verwendet wird allerdings nur die Rinde der Wurzel. Der typische Lakritz-Geschmack stammt vom Glycyrrhizin, das in der Wurzel enthalten ist. Früher wurde die Rinde wegen ihres süßlichen Geschmacks auch als Süßungsmittel verwendet. Heute wird Lakritze häufig Salmiak beigemischt, um den Geschmack zu verbessern. Auch die Farbe der Lakritzschnecken ist künstlich erzeugt.

Lakritze zum Naschen

Ob schwarze Schnecken, Boller oder Bonbons, Lakritze wird in vielen Formen angeboten. Vor allem in Küstennähe hat Lakritze eine lange Tradition. So wird in Norddeutschland zum Beispiel auch heute noch wesentlich mehr Lakritze gegessen als im Süden des Landes. Am meisten Lakritze wird aber in den Niederlanden konsumiert. Durchschnittlich zwei Kilo isst jeder Niederländer pro Jahr. Die Deutschen liegen da mit rund 200 Gramm pro Jahr deutlich zurück.

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