Nackenschmerzen verhindern und lindern

Die besten Tipps bei Muskelverspannungen. Ob entspannende Bäder, Körnerkissen, Wärmepflaster und -salben oder Magnesium – konsequente Anwendung verspricht bei Nackenschmerzen Erfolg.

Muskelverspannungen im Hals-, Nacken- und Schulterbereich sind äußerst häufig. Gründe für diese Symptomatik gibt es viele. Angefangen über unbewusste Fehlhaltungen, einseitige Belastungen, überwiegend sitzende Tätigkeiten bis hin zu Krankheitsursachen wie Bandscheibenschäden, Osteoporose und rheumatischer Formenkreis – die Auslöser sind zahlreich.

Der Grund, warum sich die meisten Verspannungen des Rückgrates in der Hals- und Schulterpartie abspielen, ist durch die extreme Beweglichkeit der sieben Halswirbel bedingt. Hierdurch kommt es jedoch auch zu einer höheren Belastung, die zu einer stärkeren Abnutzung und zu Schmerzen führen kann.

Symptome von Verspannungen und mögliche Abhilfe

Meistens beginnen die Verspannungen mit ziehenden Schmerzen in der betroffenen Muskelpartie. Im weiteren Verlauf können sie über die Schultern bis in den Arm oder sogar in die Hände ausstrahlen. Die Muskulatur im schmerzenden Bereich ist verhärtet und reagiert empfindlich auf Druckausübung, die sogar ein schmerzhaftes Kribbeln hervorrufen kann, das bis in die Hände verläuft. Hier handelt es sich bereits um eine Nervenreizung oder im schlimmsten Fall Nervenschädigung, durch die die typischen Sensibilitätsstörungen entstehen.

Einer einfachen Verspannung, der nicht eine körperliche Erkrankung zu Grunde liegt, kann mit einer Vielzahl von Hilfsmitteln entgegengewirkt werden. Je früher damit begonnen wird, desto schneller stellt sich die Linderung ein und extremen Folgezuständen wie zum Beispiel Kopfschmerzen und Schwindel wird schon im Vorfeld vorgebeugt.

Massage gegen Muskelverspannungen

Auch wenn sie vom Arzt so gut wie kaum mehr verschrieben wird – eine Massage sollte sich jeder gönnen, der unter muskulären Beschwerden leidet. Der Therapeut ertastet die verspannten Muskelstränge und lockert sie durch streichen, reiben, kneten, klopfen, walken, schütteln und klatschen. Durch die gesteigerte Durchblutung werden Schlackenstoffe gelöst und abtransportiert. Eine anschließende Wärmebehandlung durch Moorauflagen, Fango oder Heißluft fördert noch zusätzlich den wohltuenden Effekt. Wer sich aus welchen Gründen auch immer keine professionelle Massage gönnen kann oder will, kann sich durchaus auch vom Partner oder einer sonstigen hilfreichen Hand massieren lassen. Die nicht ganz professionelle Technik kann ein gutes Massageöl in gewissem Maße durchaus ausgleichen.

Muskelentspannende Bäder, Körnerkissen und Wärmeanwendungen lösen Muskelverspannungen

  • Ein warmes Bad wirkt grundsätzlich entspannend. Kräuterzusätze oder Beimischungen von ätherischen Ölen, die speziell für diesen Symptomenkomplex zugeschnitten sind, verstärken den Effekt.
  • Ein Dinkelkissen als Schlafkissen passt sich perfekt der körpereigenen Muskulatur an. Die im Dinkel enthaltene Kieselsäure, die Bindegewebe und Knochen positiv beeinflusst, löst sich durch die Körperwärme- und Feuchtigkeit und kann tatsächlich auch durch die Bezüge hindurch in gewissem Maße vom Körper aufgenommen werden und dort ihre heilsame Wirkung entfalten.
  • Kirschkernsäckchen werden im Backofen oder der Mikrowelle aufgewärmt und anschließend auf die schmerzende Stelle gelegt.
  • Wärmepflaster und -salben fördern die Durchblutung.

Die Bedeutung von Magnesium für die Muskulatur

Verspannungen der Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur, Zuckungen des Augenlids und auch Wadenkrämpfe können durch einen Magnesiummangel entstehen, beziehungsweise verstärkt werden, denn Magnesium spielt eine entscheidende Rolle bei der Muskelkontraktion sowie im Energiestoffwechsel. Eine ausreichende Versorgung mit diesem Mineralstoff kann Muskelverspannungen vorbeugen und erhöht die Belastungstoleranz.

Schüsslersalze bei Muskelverspannungen

Das Schüsslersalz Nr. 7 Magnesium phosphoricum kann, neben den üblichen Magnesiumpräparaten eine gute Hilfe bei Muskelverspannungen sein. In der Naturheilkunde gilt es auch als „Einschleuser“, dies bedeutet, dass ein homöopathisch aufbereiteter Stoff gleicher Gruppe praktisch als Wirkungsverstärker für das stoffliche Präparat gelten kann. Die Körperzelle kann so das quantitative Präparat wesentlich besser aufnehmen und verstoffwechseln, oder anders ausgedrückt, es erfolgt eine Erhöhung der Bioverfügbarkeit.

Stärkung der Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur durch gymnastische Übungen

Die Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur kann durch gymnastische Übungen gestärkt werden. Isometrische Anspannungsübungen gelten hier als besonders effektiv. Regelmäßig angewendet dehnen sie die Muskulatur, beugen Verspannungen vor und entlasten damit Gelenke und Bandscheiben der Halswirbelsäule.

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