Massagebar selber machen – Rezept für feste selbst gemachte Körperbutter

Rezept für feste selbst gemachte Körperbutter. Feste Bodybutter – Rezept & Anleitung zur Herstellung von selbst gerührten Massagebars. Pflegende Naturkosmetik zum selber machen aus der eigenen Küche.

Besonders für trockene oder von der Winterkälte geplagte Haut sind Massagebars mit wertvollen Ölen und Fetten eine wahre Wohltat. In etwa so groß wie ein Stück Seife liegen die festen Stücke Bodybutter gut in der Hand und lassen sich hervorragend auftragen. Die enthaltenen Fette haben einen so niedrigen Schmelzpunkt, dass sie durch die eigene Körperwärme sanft anschmelzen. Man streicht und reibt vorsichtig mit dem Massagebar über die Haut und so bildet sich ein dünner und geschmeidiger Film auf der Haut, der wunderbar pflegt – quasi also Bodylotion am Stück. Durch das Einmassieren der Öle wird zudem die Durchblutung der obersten Hautschichten gefördert. In Massagebars ist in der Regel kein Wasser zugesetzt, so dass sie sehr reichhaltig sind.

Massagebars – pur oder nach dem Duschen

Man kann die reichhaltigen Massagebars natürlich direkt auf die Haut auftragen, wer besonders viel Feuchtigkeit in der strapazierten Haut einschließen will, der sollte sich damit direkt nach dem Baden oder Duschen – ähnlich wie bei einem guten Massageöl – eincremen.

Naturkosmetik selbst gemacht

Naturkosmetik und der Schlachtruf „back to nature“ haben in den letzten Jahren einen immer größeren Markt erobert. Natürliche Produkte auf ökologischer Basis und hergestellt ohne Tierversuche boomten geradezu. „The Body Shop“ oder auch die Franchisekette „Lush“ aus dem englischen Örtchen Poole bilden mit ihren pflegenden Badebomben, Ölen, natürlich aussehenden Cremes, Spülungen oder Seifen nur die Spitze der Pyramide. Viele Kunden sind aber inzwischen dazu übergegangen qualitativ hochwertige Kosmetikprodukte in ihrer eigenen Küche zusammenzurühren. Dank dem weltumspannenden Internet ist dies inzwischen problemlos möglich – Rezepte, Gießformen und Inhaltsstoffe wie Duftöle, Farbstoffe, Fette, Öle oder Emulgatoren kann man einfach über den Onlinehandel beziehen und sich selbst problemlos ans Werk machen. So weiß man auch genau, was wirklich enthalten ist.

Edle Zutaten für die Bodybutter

Wem Traubenkernöl nicht zusagt, der kann natürlich auch auf andere hochwertige Fette zurückgreifen. Die Auswahl ist groß – Aprikosenkernöl, Jojobaöl, Mandelöl, Arganöl oder Avocadoöl sind gute Alternativen. Auch die Duftöle sind natürlich variabel – hier kann man hervorragend fruchtige Düfte wie Pfirsich, Orange und Aprikose miteinander kombinieren, auch Vanille harmoniert schön mit der sanften Schokoladennote der unraffinierten Kakaobutter. Im Notfall kann man sogar auf Vanille-Backaroma zurückgreifen.

Rezept für selbst gemachten Massagebar

  • 60 g Sheabutter
  • 60 g Kakaobutter
  • 10 ml Traubenkernöl
  • 20 g Kokosfett
  • 12 g Bienenwachs
  • 20 Tropfen Duftöl Patchouli
  • 5 Tropfen Duftöl Lavendel
  • 1 Tropfen Duftöl Zimt

Herstellung des Massagebars

  • Das Bienenwachs in einen kleinen Topf geben und auf kleinster Flamme langsam schmelzen.
  • Wasser in einen größeren Topf geben und auf kleiner Flamme erhitzen. Den kleineren Topf mit dem Wachs darin ins Wasserbad setzen.
  • Die Temperatur etwas herunter kühlen lassen, sie sollte nicht mehr als 40° betragen, wenn die Fette zu großer Hitze ausgesetzt werden, neigen sie später sonst eventuell dazu, grisselig zu werden und unschön auszuflocken. Zur Sicherheit kann die Temperatur des Wasserbads regelmäßig mit einem simplen Zuckerthermometer überprüft werden.
  • Die abgewogene Kakaobutter, Sheabutter, das Traubenkernöl und das Kokosfett zum Bienenwachs hinzu geben und gründlich vermengen, bis sich eine homogene Masse gebildet hat. Das Einschmelzen kann einige Zeit dauern.
  • Wem dies zu umständlich und zeitaufwändig ist, der kann die Fette auch in einer Schüssel im Backofen bei 40° langsam einschmelzen lassen.
  • Das Duftöl sorgfältig untermischen und mit einer Kelle oder einem großen Löffel die flüssige Masse in die bereitstehenden Formen füllen und bei Raumtemperatur erhärten lassen.
  • Danach die Formen für circa eine halbe Stunde ins Tiefkühlfach legen – jetzt kann man die Massagebars schon auslösen. Benutzen sollte man sie allerdings noch nicht, die in den Massagebars verwendete Kakaobutter sollte noch einige Tage bei Zimmertemperatur restlos aushärten. Danach kann man die wertvollen selbstgefertigten Stücke in Frischhaltefolie oder Cellophanfolie verpacken.

Massagebars – wunderbare Beauty-Geschenke und Mitbringsel

Ob nun als Geschenk zu Weihnachten, zum Geburtstag oder einfach nur so als schönes Mitbringsel – diese selbst gemachte Bodybutter kommt immer gut an und zeigt, wie wichtig Ihnen die beschenkte Person ist. Hübsch verpackt in Organza oder Tüll kommt so ein Massagebar doppelt so gut an. Ein Geschenkanhänger oder Kärtchen mit einer Beschreibung des Inhalts komplettieren das außergewöhnliche Geschenk.

Selbst gemachte Haarpflege & Shampoos

Wer seine Haare pflegen will, der kann diese natürlich auch mit Naturkosmetik reinigen und sein silikonfreies Shampoo – zum Beispiel aus Waschnüssen oder Seifenkraut – selbst zusammenrühren. Will man seinen strapazierten Haarspitzen etwas besonderes gönnen, kann man zudem zum selbst gemachten Haarspitzenbalsam greifen.

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