Nebenjobs von Jugendlichen

Wenn der Teenager arbeiten will – Vorteile, Nachteile, Gesetze. Viele Teenager wollen sich etwas Geld hinzu verdienen. Viele Fragen entstehen: Welche Vor- und Nachteile gibt es? Und darf mein Kind überhaupt schon arbeiten?

Jugendliche benötigen immer Geld. Sie wollen mit Freunden ausgehen, CD´s kaufen oder ins Kino gehen. Viele von ihnen bekommen Taschengeld, doch das deckt häufig nicht die Ausgaben. Die Teenager überlegen oft, wie sie an mehr Geld herankommen, um ihren Lebensstandard weiter auszubauen. Einige kommen auf die Idee, einfach zu arbeiten, doch hierzu gibt es Gesetze, die eingehalten werden müssen.

Das Für von Nebenjobs

Es gibt viele erzieherische Gründe dafür, warum ein Jugendlicher arbeiten sollte. Es gibt aber auch jede Menge dagegen.

Die Teenager haben zunächst einmal die Möglichkeit, durch einen Nebenjob erste Berufserfahrung zu sammeln. Sie bekommen damit Einblicke in die Arbeitswelt, die später sehr wertvoll sein können. In einigen wenigen Fällen ist bei diesen Aushilfstätigkeiten auch eine Stelle dabei, die später in eine Ausbildung münden kann oder die dem Teenager hilft, sein Studium zu finanzieren. Auch die Tugenden, die in der Arbeitswelt wichtig sind, können trainiert werden. Zeitmanagment, Ordnung und Zuverlässigkeit sind nicht die einzigen Schlüsselqualifikationen, die der Nachwuchs erlernen kann.

Eine Frage, die sich Eltern stellen sollten: Kann mein Kind im Job bestehen. Wenn die Erwachsenen der Meinung sind, dass der Teenager die Arbeit bewältigt, dann kann das gut für das Selbstbewusstsein sein. Der Jugendliche hat das Gefühl, genau wie seine Eltern im Leben zu bestehen. Auch wenn es zweifelhaft ist, ob der Nachwuchs die Arbeit bestehen kann, sollte zumindest ein Versuch unternommen werden. Oftmals weckt diese Situation Potentiale, die bisher unerkannt blieben.

Das Kind wir finanziell unabhängiger von den Eltern, da es nun sein eigenes Geld verdient. Gleichzeitig wird der bewusste Umgang mit Geld gefördert.

Der Teenager erkennt zudem seine Leistung. Während der Freundeskreis unter Umständen lächelt, bekommen Teenager von den Erwachsenen Anerkennung und sind somit ihrem Anliegen einen Schritt näher: In der Welt der Erwachsenen aufgenommen zu sein.

Das Wider von Nebenjobs

Viele Eltern haben die Befürchtung, dass die Schule durch die Arbeit des Teenagers vernachlässigt werden könnte. Gleichzeitig bestehen oftmals die Befürchtungen, die körperlichen und psychischen Belastungen könnten zu groß werden. Als Resultat der Arbeitseinsätze, so der Gedanke vieler Eltern, könnte die Freizeit des Kindes noch mehr eingeschränkt werden. Befürchtungen, die Eltern aus dem realen Arbeitsleben heraus entwickeln und die sich auf das körperliche und psychische Wohlbefinden des Teenagers beziehen.

Daneben kommen ideologische Ängste, das Kind könne im Konsumwettlauf mitschwimmen oder künftig nur noch für Geld arbeiten. Ehrenamt und Sozialengagement könnten auf der Strecke bleiben. Auch dass der Freundeskreis vernachlässigt werden könnte und soziale Isolation eine Folge sein könnte, wird immer wieder angeführt. Einige Eltern halten ihr Kind schlicht für noch nicht reif genug, um zu arbeiten.

Einwände die zwar ihre Berechtigung haben – doch viel zu oft sind Eltern übervorsichtig. Arbeitet das Kind, kann es beobachtet werden und sollten solche Probleme auftreten, dann kann frühzeitig gegengesteuert werden.

Die rechtliche Seite – Der Jugendarbeitsschutz

Wenn das Kind schließlich eine Arbeit annehmen will, stellt sich die Frage: Was ist erlaubt und was darf nicht sein? Um diese Fragen zu beantworten hat der Gesetzgeber diverse Gesetze erlassen, die dafür sorgen sollen, dass der Teenager nicht zu sehr belastet wird. Auf der anderen Seite sind die üblichen Gegebenheiten in einem Berufsfeld erfasst.

Das Gesetz trifft für Jugendliche über 13 Jahren zu. Vorher darf ein Kind nicht arbeiten. Zwischen 13 und 14 Jahren ist eine leichte Tätigkeit erlaubt. Viele Jugendlich tragen in diesem Alter Prospekte aus. Einige üben sich als Babysitter und machen erste Erfahrungen in der Betreuung von Schülern, indem sie Nachhilfestunden geben. Viele Tätigkeiten haben für Teenager nicht den Charakter von Arbeit. So helfen sie auf einem Bauernhof und sind hier mit großem Eifer dabei, Spargel zu sortieren und die Schweine zu füttern. Dann kann die Arbeit eine angenehme Erinnerung an die Jugend sein. Auch das Ausführen von Hunden wird immer üblicher. Und viele bewegen sich auf dem „Seniorenmarkt“ und gehen für die Rentner einkaufen. Eine Dienstleistung die heute immer öfter von Jugendlichen ausgeführt wird, ist das Kehren der Straße oder des Hofes.

Bei all diesen Möglichkeiten ist die Arbeitszeit streng begrenzt. Maximal zwei Stunden sollen die Jugendlichen zwischen 13 und 14 Jahren täglich arbeiten dürfen. Schule, Körper und Psyche sollen dabei geschützt werden. Auch das gesellschaftliche Leben darf nicht gefährdet werden.

Ältere Jugendliche ab dem 15. Lebensjahr dürfen schon wesentlich mehr arbeiten. Bis zu acht Stunden täglich. Das ist ausreichend, um die Arbeitszeit während einer Berufsausbildung zu absolvieren, darf aber auch auf Aushilfstätigkeiten angewendet werden. In dieser Gruppe sind auch Überstunden erlaubt, denn was zählt ist der Wochenschnitt. Auch bei dieser Altersgruppe dürfen bestimmte Tätigkeiten nicht gemacht werden. Im Vordergrund steht auch hier der Schutz des Jugendlichen. Schweres Heben, psychische Belastungen, gefährliche Arbeiten oder sonstige Arbeiten mit gesundheitlichen Gefahren sind Tabu.

Voraussetzung dafür, dass ein Kind arbeiten darf, ist immer: Die Unterschrift und das Einverständnis der Eltern.

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