Netzwerktopologien: LAN, MAN, WAN – so sind Netzwerke aufgebaut

Wie sind Rechner in Netzwerken verbunden? Was ist ein LAN? Was sind MAN und WAN? Hier gibt es dazu Informationen, kurz und einfach erklärt.

Im Zusammenhang mit Netzwerken bezeichnet man mit dem Begriff Topologie dessen Struktur, insbesondere die Verbindungen zwischen Rechnern.

Was ist ein LAN?

Lokale Netzwerke (Local Area Network, LAN) zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • Die Rechner sind gleichberechtigt zusammengeschlossen, wobei einzelne Rechner besondere Aufgaben übernehmen: so kann es Server-Computer geben, die allen Rechnern zentral Datenbanken oder Anwendungen zur Verfügung stellen oder andere Computer (Gateways), die die Kommunikation nach außen regeln (z.B. Fax, Mails) usw.
  • Sie sind im Wesentlichen geschlossene Systeme, da sie sich nur innerhalb der Grundstücksgrenzen ausdehnen können und in der Regel über weniger drei Kilometer Gesamtkabellänge verfügen.
  • Die Geschwindigkeit der Datenübertragung (Datenrate) ist hoch: von 10 Mbit/s bis zu 1000 Mbit/s.
  • Die am weitesten verbreiteten Technologien sind Ethernet und Token Ring.

Unten findet sich ein Schema, das den Aufbau eines LANs veranschaulicht.

Was ist ein MAN?

City-Netzwerke (Metropolian Area Network, MAN) können so definiert werden:

  • Einzelplatz-Rechner (z.B. Home-PCs) und LANs einer Zentrale und deren Zweigstellen innerhalb einer geografischen Region werden über Datenleitungen von relativ kurzer Länge (bis zu wenigen Kilometern) direkt miteinander verbunden. Dabei bilden die einzelnen Systeme zusammen wiederum eine geschlossene Einheit (Schema dazu unten).

Was ist ein WAN?

Weit verteilte Netze (Wide Area Network, WAN) sind:

  • Ein über Datenleitungen jeglicher Art verbundenes System von lokalen Netzwerken oder City-Netzwerken. Hier können ebenso wie bei LANs und MANs Einzelplatzrechner über DSL-Verbindungen eingebunden werden. WANs bilden so einen Verbund von Kommunikationssystemen, so dass Daten über Ortsgrenzen hinaus ausgetauscht werden können.
  • Sofern WANs über das Internet miteinander verbunden sind, bilden sie in ihrer weltweiten Summe den Großteil des eigentlichen Internets. Ein WAN kann dabei auch das Netzwerk eines Internet-Providers inklusive aller angeschlossenen Kunden sein.
  • Die Datenraten sind geringer als in LANs, in der Regel nur ein Vielfaches von 64 Kbit/s. Strecken mit zehn Mbit/s und mehr sind immer noch relativ teuer und dienen der Verbindung von großen LANs mit WANs.
  • Als Nutzer von WAN-Verbindungen muss man die vom Carrier angebotenen Techniken einsetzen.
  • Häufig eingesetzte Techniken sind: Frame-Relay, ATM, Glasfaser, DSL, Funkstrecken.

Auch zum WAN gibt es unten eine schematische Darstellung.

Zusammenfassung Netzwerktopologien

  • LANs sind organisatorisch auf die Firmen-Infrastruktur begrenzte Netzwerke. Verbreitetste Technologien: Ethernet/Token Ring, hohe Bandbreite.
  • WAN: räumlich unbegrenzt, angewiesen auf Carrier und öffentliche Leitungen (Frame-Relay, ATM, DSL, Glasfaser, Funk).

Das Internet wird häufig als WAN bezeichnet, obwohl es eigentlich noch weit über die Vorstellung eines WANs hinausgeht (Schema dazu unten). Der Siegeszug des Internet und die steigende Anzahl von Client/Server-Anwendungen verschiebt den Schwerpunkt des von Datenanwendungen erzeugten Verkehrs aus dem lokalen Bereich in die Fernnetze!

Kurz und Knapp: Zusammenfassung Netzwerke

  • LANs sind organisatorisch auf die Firmen-Infrastruktur begrenzte Netzwerke.
  • Das Internet ist ein WAN der WANs.
  • Das Internet funktioniert nach dem Client/Server-Prinzip.

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