Osteoporose – Ist eine Behandlung durch Hormone richtig?

Eine Behandlung von Osteoporose mit Hormonen ist gefährlich. Es gibt viele alternative Ansätze. Doch Ärzte und Pharma setzen weiterhin auf Hormone.

Osteoporose (altgriech osteo: Knochen, poros: Tuffstein) bezeichnet die Abnahme der Knochendichte, auch ‚Knochenschwund‘ genannt und ist die häufigste Systemerkrankung des Knochens. 80% aller Osteoporosen treten bei Frauen während oder nach der Menopause auf.

Osteoporose beginnt schleichend und unauffällig

Der Knochenschwund beginnt unauffällig und leise und verursacht zunächst keine Beschwerden. Der Abbau von Knochensubstanz beginnt ab dem 35. Lebensjahr um 0,5 % pro Jahr und ist eine mehr oder weniger normale Alterserscheinung. Sie betrifft Männer und Frauen gleichermaßen.

Entwickelt sich dann eine Osteoporose, kommt es zu einem verstärkten Knochenmasseverlust und Veränderungen der Mikroarchitektur des Knochengewebes. Die Knochen werden zunehmend spröde und porös, die Folge sind Skelettdeformationen („Witwenbuckel“) und der Mensch ist anfällig für Knochenbrüche (erhöhte Frakturanfälligkeit).

Mögliche Einflüsse und Ursachen von Osteoporose

Wie stark sich der Knochenschwund entwickelt, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Genetische Prädisposition
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Hormonelle Veränderungen
  • Medikamenteneinnahme
  • Diäten und Untergewicht
  • Mangel an Mineralstoffen (Calziummangel)
  • Qualität der Ernährung
  • Körperliche Bewegung
  • Lebenseinstellungen

Ein Großteil der Faktoren, die die Krankheit beeinflussen, unterliegt damit der eigenen Kontrolle. Menschen mit dieser Erkrankung sind der Osteoporose nicht hilflos ausgeliefert. Das aber wird leider immer noch vielen Frauen suggeriert, die sich auf die landläufige Meinung und gängigen Behandlungsmethoden der Ärzte verlassen.

Diagnose Osteoporose – das Geschäft mit der Angst

Nicht jede Frau, die mit der Diagnose „drohende Osteoporose“ aus der Frauenarztpraxis kommt, muss sich darum ernsthaft Sorgen machen. Etwa 25 bis 30% der Frauen, die Osteoporose haben, entwickeln überhaupt klinisch auffällige Symptome. Dann aber ist Osteoporose eine sehr ernstzunehmende Erkrankung.

Diese Zahlen werden jedoch von Medizin und Industrie oft anders und viel dramatischer dargestellt. Aus einem fortschreitenden Substanzabbau des Knochens wurde in der Öffentlichkeit eine „Östrogenmangel-Krankheit“ geschaffen, eine Art Schreckgespenst, das „sich trefflich dazu eignet, mit Knochendichtemessungen Ängste und Abhängigkeiten zu erzeugen und die Notwendigkeit einer Östrogensubstitution zu begründen.“ Tatsächlich aber spielt das Hormon Östrogen eine eher untergeordnete Rolle beim Knochenabbau. Die Zusammenhänge sind wesentlich komplexer. Die Ansätze zur Behandlung müssen dem entsprechen.

Hormonbehandlung bei Osteoporose birgt hohes Gesundheitsrisiko

Auch die amerikanische Frauenspezialistin Dr. Susan Love bezeichnet Osteoporose als „eine der neuen Krankheiten, die ‚in‘ sind“ und von Ärzten und Pharmaindustrie nicht selten hochstilisiert werden, um den Frauen teure Hormonpräparate zu verschreiben. Dabei wird viel Angst und Unsicherheit bei Frauen geschürt. Bilder von bis zu Zwergengröße zusammengekrümmten alten Frauen, die vor Schmerzen nicht mehr laufen können, geben oftmals bei den verunsicherten Frauen den Ausschlag, sich doch einer Hormonbehandlung zu unterziehen. Doch das Argument, dass Hormontherapie das wirksamste Mittel gegen Osteoporose sei, ist längst widerlegt.

Hormonbehandlungen: erhöhtes Risiko für Thrombosen, Brustkrebs, Schlaganfall, Herzinfarkt

Im Jahr 2002 wurde von der Womens Health Initiative (WHI) eine großangelegte Studie zur Hormonersatztherapie angelegt und ausgewertet. Die Ergebnisse waren erschreckend und die Studie musste vorzeitig abgebrochen werden, um die Gesundheit der Frauen nicht weiter aufs Spiel zu setzen. Die mit Östrogenen und Gestagenen behandelten Frauen erkrankten zu 100% öfter an Thrombosen und Lungenembolien, zu 41% öfter an Schlaganfällen, Herzinfarkte stiegen um 29% und das Brustkrebsrisiko (26%) war ebenso deutlich erhöht.

Während die Gesundheitsinstitute in den USA nach Bekanntwerden der Studie folgerten, dass langfristige Hormongaben gesundheitlich nicht unbedenklich seien und vor der unkritischen Einnahme von Hormonen und möglichen, daraus resultierenden ernsthaften Schäden warnten, reagieren deutsche Ärzte bis heute so, als wäre nichts gewesen. Weiterhin werden von Pharmaindustrie und Medizin Hormone angepriesen, als wären sie das Nonplusultra bei Beschwerden und Erkrankungen in der Postmenopause. Die fatalen Ergebnisse der Studie wurden in Patientinneninformationen in deutschen Arztpraxen völlig heruntergespielt und verharmlost.

Langjährige Hormoneinnahme zu riskant und ohne therapeutischen Nutzen

Zwar stimmen die Experten überein, dass nach der Einnahme von Östrogenen die Knochendichte zunimmt. Doch ältere Studien zeigten bereits, dass Frauen, die über zehn Jahre Östrogene einnahmen, nicht besser geschützt waren als solche, die nichts eingenommen hatten.

Die Framingham-Studie zeigte, dass die künstlichen Hormone nur die ersten sieben Jahre auf die Knochendichte wirken. Ein derart langer Zeitraum, in dem Hormone eingenommen werden, verbietet sich angesichts der oben erwähnten erhöhten Gesundheitsrisiken als mögliche Behandlungsform von selbst. Zudem tritt nach Absetzen der Hormone ein rasanter Rückgang der mineralischen Knochendichte ein und pendelt sich, wenn die Frauen 75 Jahre alt sind, auf dasselbe Niveau derjenigen Frauen ein, die nie Hormone eingenommen haben.

Womit deutlich wird, dass in den Jahren, in denen das Osteoporose-Risiko für Frauen am höchsten ist, künstliche Hormone keinen Nutzen haben.

Aufrecht durchs Leben – Selbsthilfeprogramm für starke Knochen

Der Mensch ist dafür geschaffen, mit einem robusten und tragfähigem Knochengerüst bis ins hohe Alter zu leben. Bei Naturvölkern jenseits der westlichen Welt ist Osteoporose unbekannt bzw. kommt sehr selten vor. In einer Welt, in der der eigene Körper als unkontrollierbar und unzuverlässig angesehen wird und in der der Schlankheitswahn regiert, fehlt dem Menschen häufig die Verankerung in einem stabilen Wertesystem.

Osteoporose vorbeugen: viel Bewegung, gesunde Ernährung, positive Lebenseinstellung

Wenn die natürlichen Relationen so verschoben werden, ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen, insbesondere Frauen, ihr Gefühl für den eigenen Halt, für Unterstützung und den aufrechten Gang verloren haben und sich dieser essentielle Mangel auch in einem porösen Knochensystem manifestiert, das zu Osteoporose führen kann. In jedem Fall ist es wichtig, die eigenen Denkmuster, Lebenseinstellungen, Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten kritisch unter die Lupe zu nehmen, wenn man dieser Erkrankung begegnen und ihr vorbeugen möchte.

Die Osteoporose setzt bereits verstärkt in den Wechseljahren ein, doch ihre Folgen und Auswirkungen zeigen sich oft erst bis zu zwanzig Jahren später – dann, wenn es oft zu spät ist.

Es gibt zunächst die Möglichkeit, das eigene Osteoporose-Risiko zu testen und realistisch einzuschätzen. Damit die Knochen gesund und stark bleiben, ist Vorbeugung ein absolutes Muss und sollte in den Wechseljahren beginnen. Ein gutes Selbsthilfeprogramm kann dabei eine Menge bewirken und bis in hohe Alter zum Aufbau von gesundem Knochengewebe beitragen.

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