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Pflege und Reinigung von Polstermöbeln – So bleiben Couch und Sessel lange wie neu. 

Welche Pflege von Polstermöbeln wie Couch und Sesseln ist notwendig, um den Stoff lange zu erhalten? Und welches Mittel hilft bei welchem Fleck?

Möbel sind Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Daher brauchen auch Sessel und Couch eine regelmäßige Pflege, weil sie ständig benutzt werden und die Staubbildung nicht Halt vor ihnen macht. Lassen Sie die Verschmutzung nicht zu stark werden, sonst erschweren Sie sich nur die Reinigungsarbeiten und verringern ebenfalls die Haltbarkeit der Polstermöbel.

Regelmäßige Reinigung und Pflege

Helle Farben verschmutzen naturgemäß schneller als dunklere. Auch sind hier Verunreinigungen deutlicher erkennbar. Aus diesem Grund sollten bleichere Bezüge öfters gereinigt werden. Die schonendste Behandlung ist das Saugen. Es sollte einmal wöchentlich durch einem Staubsauger mit aufgesetzter Polsterdüse erfolgen. Vergewissern Sie sich jedoch, dass die Polsterdüse keinen scharfen Grat hat, damit der Möbelstoff nicht beschädigt wird. Möchten Sie das Möbelstück nur abbürsten, sollten Sie eine weiche Bürste wie eine Kleiderbürste verwenden.

Flecken auf Postermöbeln:Vorprüfung nicht vergessen

Kaffee, Kakao, Lippenstift, Tinte und Bier, es gibt viele Flecken, die aus Versehen auf der Couch und dem Sessel landen können. Am schnellsten entfernt man sie sofort nach der Entstehung. Leider lässt sich nicht jede Verschmutzung mit klarem Wasser beseitigen. In einigen hartnäckigen Fällen muss man auf ein Reinigungsmittel zurückgreifen.

Bevor Sie jedoch ein scharfes Putzmittel verwenden, sollten Sie den Polsterstoff auf Farbechtheit und Oberflächenveränderungen überprüfen, damit Sie die Verschmutzungen nicht noch verschlimmern. Entfernen Sie dazu zuerst den Staub. Geben Sie etwas Fleckenentfernungsmittel auf ein weiches sauberes Tuch und reiben Sie damit an einer verdeckten Stelle. Diese Vorprüfung sollten Sie auch bei naturfarbenen Möbelstoffen durchführen. Nach dem Trocknen können Sie entscheiden, ob das Putzmittel zur Fleckentfernung geeignet ist. Vergessen Sie nicht, den Fleckenentferner vollständig auszuwaschen, um eine schnelle Wiederverschmutzung zu verhindern.

Fleckentfernung

Polsterstoffe aus natürlichen Materialien, Wolle, Seide und alle Mischgewebe sind sehr empfindlich. Sollte Ihr Bezug abnehmbar sein, sollten Sie ihn lieber in die chemische Reinigung bringen. Polsterstoffe aus Kunstfasern sind dagegen weniger anfällig. Diese Gewebe können Sie mit Wasser oder einen pH-neutralen Putzmittel behandeln. Abnehmbare Polsterbezüge sollten dabei abgezogen werden, so kann der unter das Gewebe eingedrungene Staub nicht hochziehen und im Bezug Fleckenränder verursachen.

Sind die Flecken auf dem Polster noch feucht, sollten Sie diese mit einem saugfähigen Tuch abtupfen. Eventuelle Rückstände können Sie dann mit verdünntem Teppich- oder Polstershampoo nachbehandeln. Die richtige Mischung finden Sie in den Herstellerangaben. Das Putzmittel sollten Sie nicht direkt auf das Möbelstück auftragen, da viele Stoffe empfindlich darauf reagieren. Geben Sie das Mittel auf ein weißes Tuch und bearbeiten Sie den Fleck vom Rand zur Mitte hin. Nehmen Sie keine bunten Lappen. Diese könnten unter Umständen abfärben. Am Schluss sollten Sie mit einem feuchten Tuch das Restshampoo ausreiben. Seien Sie jedoch vorsichtig beim Reiben, damit sich die Oberfläche des Stoffes nicht verändert. Führen Sie die letzte Behandlung daher immer in Strichrichtung durch. Benutzen Sie die Polstermöbel erst wieder nach der Trocknung.

Behandlung von wasserlöslichen Flecken

Blut, Ei und Urin sollten Sie nur mit kalten Wasser behandeln. Da Eiweiß gerinnt, würde heißes Wasser nur noch größere Schäden anrichten. Bringt das Verfahren mit Wasser nicht den gewünschten Erfolg, können Sie die verschmutzte Stelle mit einer Lösung aus Wasser und Shampoo nachbehandeln.

Erbrochenes, Milchprodukte, Kugelschreiber, Lippenstift, Suppen und Soßen behandeln Sie am besten mit einer lauwarmen Lösung aus Shampoo und Wasser. Lässt sich der Fleck damit nicht beseitigen, können Sie ihn nach dem Trocknen mit Waschbenzin oder Fleckentferner behandeln.

Bier, Fruchtsäfte, Cola, Limonade und Tee sind hartnäckige Flecken. Diese sollten Sie auf keinen Fall eintrocknen lassen, sondern sofort mit einer lauwarmen Lösung aus Wasser und Shampoo ausreiben.

Behandlung von wasserunlöslichen Flecken

Bohnerwachs, Butter, Fett, Lack und Schuhcreme können Sie nur mit handelsüblichen Lösungsmittel wie Waschbenzin, Spiritus oder Fleckenwasser erfolgreich behandeln. Ist Ihnen Kerzenwachs auf das Möbelstück getropft, sollten Sie dieses so weit wie möglich zerbröckeln und vorsichtig abheben. Seien Sie bei Velours besonders achtsam. Hier besteht die Gefahr der Oberflächenbeschädigung. Wenn nötig, können Sie den Wachsfleck mehrmals mit Waschbenzin behandeln.

Bei gealtertem Blut hilft eine Zitronensäurelösung. (Mischung: 1 gestrichener Esslöffel auf 100 ml kaltes Wasser) Feuchten Sie mit dieser Lösung ein weißes Tuch an. Bearbeiten Sie den Fleck vom Rand zur Mitte hin. Bei Baumwolle, Leinen und Viskose sollten Sie diese Reinigungsmittel allerdings nicht anwenden. Diese Materialien sind sehr anfällig.

Unbekannte Flecken

Entdecken Sie einen Fleck auf dem Polstermöbelstück, von dem Sie nicht wissen, wo er herkommt, behandeln Sie ihn zuerst wie einen wasserlöslichen Fleck. Sollte dies erfolglos bleiben, arbeiten Sie entsprechend dem Verfahren bei wasserunlöslichen Flecken.