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Schmackhaftes aus der Hagebutte

Die Hagebutte wird im Volksmund auch „Hundsrose“ genannt. Die Hagebutte – lat. Rosa Canina – bekam ihren Namen von den beiden Wörtern „Hag“, für dichtes undurchdringliches Gestrüpp und „Butte“, für Behältnis oder Gefäß.

Die Hagebutte auch Hunds- oder Heckenrose genannt, gehört zur Familie der Rosengewächse. Als beliebte Pflanze ist sie in den europäischen Ländern aber auch in Asien weit verbreitet. Sie wächst in Strauchform vorwiegend wild an Wegrändern und Wiesenrainen. Einer speziellen Pflege bedarf sie nicht und erfreut zu Beginn des Sommers mit ihren zartrosa, weißen oder roten Blüten den Wandersmann. Im Monat Oktober sind die Blüten zu einer schönen roten Hagebutte heran gereift. Nun kann mit der Ernte begonnen werden. In den Früchten ist viel Vitamin C und auch Karotin, sowie Vitamin A, B und E enthalten. Ein aus Hagebutten gewonnener Tee oder Mus ist sehr wohlschmeckend und hilft gut bei Erkältungen und Frühjahrsmüdigkeit. Auch sind vielen handelsüblichen Früchteteemischungen Hagebuttenschalen zugesetzt, die den Geschmack verfeinern.

Sammeln und Trocknen der Früchte

Die Früchte werden vom Strauch mit der Hand gepflückt. Dazu braucht man allerdings Handschuhe aus einem stabilen Material, am besten Leder, weil der Strauch sehr dornig ist. Nun werden die Früchte getrocknet. Dazu breitet man die Hagebuttenschalen in einer dünnen Schicht aus. Die Trocknung kann hier an einem warmen Platz oder im Backofen bei geringer Hitze erfolgen. Man kann die Hagebutten aber auch in frischem Zustand zu Marmelade, Mus oder Most verarbeiten.

Wie wird ein Hagebuttentee zubereitet?

Die getrockneten und zerkleinerten Hagebuttenschalen ergeben auch ohne weitere Kräuterzumischungen einen sehr schmackhaften Tee. Man setzt drei Esslöffel der Hagebuttenschalen mit drei kleinen Tassen Wasser an und lässt den Ansatz etwa zwölf Stunden bedeckt stehen. Dann wird alles bis zum Sieden erhitzt und danach durch ein Sieb gegossen. Der jetzt fertige Tee kann heiß, kalt, gesüßt oder auch ungesüßt getrunken werden.

Mus aus Hagebutten

Die aufgeschnitten Hagebutten werden mit wenig Wasser in einem Topf zum Sieden gebracht, solange bis die Schalen weich geworden sind. Jedoch darf die Kochzeit nicht zu lange dauern, weil sonst die Vitamine zerstört werden. Anschließend wird der Brei durch die „Flotte Lotte“ oder durch ein engmaschiges Sieb gestrichen, so dass die Kerne im Sieb zurückbleiben. Das Mus wird jetzt je nach Wunsch mit oder ohne Zucker kurz noch einmal erhitzt und dann in kleine Schraubgläser gefüllt.

Zubereitung Hagebuttenlikör

Hagebuttenlikör ist ein Ansatzschnaps. Dazu bereitet Hagebuttenmus, wie schon oben beschrieben, zu. Nach dem Erkalten wird es in Flaschen gefüllt und mit vierzigprozentigem Kornschnaps aufgegossen. Anschließend stellt man die Flaschen an einen sonnigen Platz, schüttelt diese öfters und kann schon nach vierzehn Tagen den Likör genießen.

Hagebuttenmarmelade

Für die Hagebuttenmarmelade ist ebenfalls das Mus die Grundlage. Nachdem das Mus durch das Sieb gestrichen wurde, wird alles noch einmal mit handelsüblichem Gelierzucker aufgekocht und dann noch heiß in Schraubgläser eingefüllt. Die Marmelade ist sehr schmackhaft, hat jedoch nicht so einen hohen Vitaminanteil wie der Tee.