Sexismus, Frau und Beruf

Die Frau hat in der modernen Welt nicht leicht? Sie muss durch viele Hindernisse ihre Karriere erkämpfen. Stimmt das wirklich?

In dem vorliegenden Artikel wird versucht zu beweisen, dass die Sprache und die Gesellschaft die Frau nicht diskriminieren oder benachteiligt. Hier ist ein komplexes Bündnis der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und moralischen Bestimmungen, die ausführlicher analysiert werden müssen.

Gesellschaft und Frau

Die Gendererscheinung istder Ausdruck der sozialen Geschlechtsrolle, [1]aber auch des sozialen Erkennens. Eine Zeit lang ignorierte man die Frau als ein selbstständiges unabhängiges Mitglied der Gesellschaft. Erst mit der Entwicklung der Soziolinguistik in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erkannte die Wissenschaft darin eine Forschungslücke. Auch das Entstehen der feministischen Bewegung prägte die Gesellschaft alte Werte zu überdenken. Feminismus hat einen enormen Antrieb für die Konstituierung des modernen Menschen gefordert, indem er Ende der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts ergründet wurde. Die moderne Gesellschaft letzendlich lässt die Frau, alles erreichen was sie sich nur wünscht. Eine Frage bleibt dann nur noch; was will die moderne Frau?

Hindernisse einer Frau

„Die meisten Frauen schreiben sich allererst selbst zu: von Gleichheit konnte noch keine Rede sein“.[2] Trotz aller Fortschritte also fühlt sich die Frau nicht gleichberechtigt, immer im Berufsfeld ausgesondert. Selbstverständlich hat die Frau noch die Schwierigkeiten, an die gewissen, für sich selbst gestellten, Ziele zu gelangen, weil sie noch einen Wunsch, nämlich eine Mutter zu werden, in ihrer Karriere einplanen will. Eine Studie bestätigt, dass Frauen deswegen weniger erwerbstätig sind als Männer. Zwar erhöhte sich im Laufe der Jahre die Zahl der berufstätigen Frauen, aber der Unterschied bleibt trotzdem enorm.[3] Diejenigen die viel erreicht haben, bewältigen meistens dazu den Haushalt, da der Mann auch berufstätig ist, ernähren die ganze Familie, erledigen andere wichtige Aufarbeitungen. Für sie wäre es wirklich der, trotz alledem erreichte, Erfolg die größte Belohnung, weil die Mehrheit erfolgreicher Frauen wegen ihrer doch untypischer Stärke, für das ganze Häusliche, Familiäre gegen die Karriere umtauschen musste.

Sexismus

Nicht an letzte Stelle ist die Debatte über Sexismus. Sexismus ist eine Bezeichnung für jede Art der Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts. Sexismus in der Sprache ist zu bezeichnen, wenn Frauen/ Männer dort, wo sie mitgemeint sind, sprachlich unsichtbar bleiben, wenn Frauen/ Männer nicht als eigenständig und selbst verantwortlich, sondern in Abhängigkeit von Männern/Frauen beschrieben werden, wenn Frauen nur in stereotypischen Rollen gezeigt werden, häufig in einer dem Mann untergeordneten und dienenden Funktion, wenn Frauen/ Männer mit Hilfe der Sprache degradiert und lächerlich gemacht werden. [6] Das sind die Hauptbeschuldigungen, die die Sprache androzentrisch macht, als Waffe für geschlechtliche Erniedrigungen und Beleidigungen. Diese Faktoren für eine sexistische Sprache kann man nichts anders als ein Zeichen für die enge, subjektive Ansicht interpretieren. Die Sprache ist Kommunikationsmittel. Dieses Kommunikationsmittel transportiert die Ansichten, die Gefühle eines Menschen zu einem anderen. Durch die Sprache findet ein Gedankenumtausch statt. Darüber hinaus kann nicht Sprache sexistisch sein. Demgemäß sind diese Beschuldigungen als ein feministischer Pathos zu verstehen, denn damit provoziert man, damit erreicht man in Wirklichkeit, trotz des Hauptziels zu Gleichberechtigung, sich von der Welt auszusondern.

Feminismus und Realität

Natürlich hat es die Frau in patriarchalischer Weltstruktur nicht leicht und dank der aktiven Existenz der feministischen Bewegung steht die Frau immer zentral. Der Feminismus jedoch, mit dem Kampf um die Rechte der Frau, ist wie jede Ideologie in Gefahr zu übertreiben, sich überhöhte Dimensionen der Problematik zu erdenken. Denn, mit der charakteristischen kämpferischen Einstellung, mit dem Hintergedanken, alle Frauen zu vertreten, repräsentiert nur die Minderheit. Das Bild der Mehrheit sieht, wie erwähnt, anders aus. An diese Stelle ist es passend, eine weitere Studie zu erwähnen, die das Österreichische Institut für Berufsbildungsforschung im Auftrag des Arbeitsmarktservice Österreich durchführte. Das Ziel dieser Untersuchung war zu erforschen, was für Berufe Frauen auswählen. Es ergab sich, dass Frauen auch in der Berufsauswahl ihrer von der Natur gegebenen Verhaltensweise folgen. [4] Wenn die Frau überhaupt berufstätig wird, „wird sie häufig in Berufen beschäftigt, die eine Fortsetzung ihrer Aufgaben im Haushalt darstellen.“[5] Folglich merkt man, dass auch in diesem Bereich ein ausgeprägter genetischer Zusammenhang liegt, der trotz der gesellschaftlichen Entwicklung und modernen Sicht des Menschen zum Teil beständig bleibt. Die Frau wählt genetisch, ihrem Sexus folgend angemessenen Beruf. Darüber hinaus reagiert die Sprache darauf. Die Lexeme und ihre Konnotation in der Gesellschaft bilden sich so langsam, weil Mann und Fran nun verschieden sind, mit verschiedenen genetischen Eigenschaften und Prioritäten, weil die Frau und der Mann beruflich meist verschiedene Wege gehen und unterschiedliche Stufen zur Karriere wählen. Der Versuch beide Geschlechter zu verallgemeinern, eine Gleichberechtigung beider Geschlechter zu erzielen, die jedoch durch sein Verhalten genetisch schon keine Gleichberechtigung in vielen Fällen erreichen können, wäre ein zum Scheitern verurteilter Vorgang.

Fazit: Jedem das Seine

Man kann als Schlussfolge ein Paar kluge Zitate einfügen: „Sekundär Genera dazu benutzt werden, um die Unterschiede zu machen, die man zu machen wünscht.“[7] „Sprachlicher Sexismus kommt nicht allein in der Verwendung des generischen Maskulinums zum Ausdruck, sondern auch in bestimmten Wörtern oder in dem, was diese Wörter an Nebenbedeutungen mittransportieren.“[8] Die Aussage Götz vertritt hier eine Kritik für feministische Linguistik, dass sie Unterschiede hervorhebt, die sie wünscht, weniger um sich auf die Einstellung der Frau selbst zu konzentrieren, die allerdings in diesem Kampf in den Schatten getreten zu sein scheint. Auch wenn die feministische Linguistik die scheinbare Ungerechtigkeit und die Herabstufung der Frau in den Berufsbezeichnungen bekämpfen hofft, trägt die Entscheidung jedoch die Frau selbst, und die Interessen gehen offensichtlich an einander vorbei.

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