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Wandern im Bregenzerwald – von Au in die Argenschlucht 

Die kurze Wanderung lockt mit der geologisch interessanten Argenschlucht, dem Naturschutzgebiet Auer Ried mit seltenen Pflanzenarten und schönen Ausblicken.

Die heitere Landschaft des Bregenzerwaldes zeigt sich besonders eindrucksvoll im Feriengebiet Au-Schoppernau. Hier locken den Naturfreund die prächtigen Ausblicke auf Dörfer, Almen und Wiesen zwischen den formschönen Bergen Kanisfluh, Diedamskopf und zur Üntschenspitze. Die gemütliche Wanderung – auch für Familien mit Kindern bestens geeignet – verbindet diese Landschaftseindrücke mit dem Besuch der geologisch hochinteressanten Argenschlucht und dem Naturschutzgebiet Auer Ried mit vielen seltenen Pflanzenarten.

Start vom Ortszentrum Au, Gemeindehaus-Tourismusbüro

Im Tourismusbüro gibt es für unterwegs einen bebilderten Leporello-Prospekt mit ausführlicher Schilderung der „Naturwunder“. Aufgestellt auf dem „Naturwunder-Wanderweg“ sind die Informationstafeln zu den Themen

  • Wasserkraft,
  • Geologie,
  • Naturschutzgebiet,
  • Naturgewalten.

Für die empfohlene Rundwanderung empfiehlt sich der Parkplatz Argenstein. Von Au – wenige Meter in Richtung Mellau – zweigt man links über die Bregenzerach zum Parkplatz ab (Bild fünf). Der Weg führt Richtung Au an der Bregenzerach flussaufwärts. Am Rand der Viehweide Reute beginnt der Wanderweg zur Argeschlucht. Nach etwa 20 Minuten wird die Damülser Straße vor der Straßenbrücke überquert. Will der Wanderer eine kürzere Variante der Tour, kann hier geparkt und mit der Tour begonnen werden. Dann ist die Rundwanderung knapp drei Kilometer kürzer und hat etwa hundert Meter weniger Höhendifferenz. Weiter geht es nach links den Wanderschildern „Argenschlucht – Auer Ried“ folgend..

Argenschlucht

Der breite Weg führt weiter – vorbei an einem kleinen, hübschen Wasserfall – in die kühle Argenschlucht. Hier steht auch das im Jahre 1900 privat errichtete Kraftwerk. Der breite Weg endet und rechts führt der Wanderweg über den Argenbach. Hier gibt es einen prächtigen Blick zurück auf die Berglandschaft (Bild eins). Jetzt ist auch bald Argenschlucht erreicht. Die senkrechten, 100 Meter hohen Schichtwände aus hartem Kalkgestein sind von hoher naturwissenschaftlicher Bedeutung und begleiten den „Ludwigsweg“ durch die Argenschlucht fast bis zum Wasserfall (Bild zwei). Bis hierher kann man mit einem Kinderwagen unterwegs sein.

Argenschlucht – Auer Ried

Der von der Gemeinde angelegte Waldpfad steigt Richtung Damülser Straße an. Vor der Überquerung der Dalmülser Straße sieht der Naturfreund rückblickend die Argenschlucht, eingebettet in der dicht bewaldeten Landschaft (Bild drei). Über 50 seltene Pflanzenarten sind im Naturschutzgebiet „Auer Ried“ zwischen der Straße, Korbschrofen und Leuebach/Kanisfluh beheimatet.

Die feuchten Magerwiesen und Streuehänge mit ihren charakteristischen, alten Heuhütten sind von Wasserläufen durchzogen. Der Wanderer sieht Hangrutschungen und Feuchtbiotope. Durch den lichten Buchenwald geht es hinein in die Leueschlucht. Immer wieder öffnen sich unterwegs herrliche Blicke in die grünen Südhänge der imposanten Kanisfluh, über die Siedlungen von Au, zum Diedamskopf und zur Üntschenspitze.

Variante oder Ahornenvorsäß

Im Vorderried mündet der Pfad in die Almstraße (Bild vier). Wer an der Dalmülser Straße geparkt hat – oder sich etwa hundert Meter Höhendifferenz sparen will – wendet sich jetzt nach rechts. Die empfohlene Wandertour geht linker Hand bequem hinauf in Richtung Ahornenvorsäß. Bald zweigt nach rechts ein Wanderpfad hinab zum Parkplatz Argenstein (Bild fünf). Hier gibt es kurz vor dem Ausgangspunkt noch eine gemütliche Einkehrmöglichkeit. Eine schöne Terrasse belohnt den Wanderfreund mit einem schönen Blick ins Tal der Bregenzerach.

Weitere Informationen

Alle Wanderwege rund um Au sind nach dem Vorarlberger Wanderwegekonzept einheitlich markiert und beschildert. Dies gilt auch für den Naturwunder-Wanderweg.

  • Tourenlänge in Kilometer = sieben
  • Höhendifferenz in Meter = 350
  • Gehzeit in Stunden = drei
  • Gesamtzeit in Stunden, empfohlen = ab fünf
  • tiefster Punkt in Meter = 792
  • höchster Punkt in Meter = 1.050
  • Leistungspunkte = 20