Wanderung von Adelhausen zur Sankt Chrischona

Unterwegs im Dreiländereck über den Dinkelberg. Die Tour führt von Adelhausen über den Dinkelberg zum Siebenbannstein. Von der Mezelhöhe geht es zum Rührberg. Ziel ist der regionale Ausflugsberg Sankt Chrischona.

Start ist im Dinkelberg Dorf Adelhausen. Von der Bushaltestelle Dinkelberger Hof geht es die Rheintalstraße entlang, der gelben Raute, der Wegmarkierung des Schwarzwaldvereins, folgend. Bei der Weggabelung am Breitweg biegt man in den Winkelmattweg ein und folgt der Route in Richtung Siebenbannstein. Quer über den Dinkelberg führt der Weg, und allmählich gehen die Wiesen und Felder in dichten Wald über.

Alsbald taucht eine große Lichtung auf, wo viele Wege sich kreuzen. Hier steht der »Siebenbannstein«, ein Grenzstein, bei dem die Banne, sprich die Gemeindegrenzen, der umliegenden Ortschaften Lörrach, Stetten, Adelhausen, Hagenbach, Inzlingen, Ottwangen und Brombach wie Kuchenstücke aufeinandertreffen. Dem Waldsportpfad, der hier angelegt wurde, folgt man jetzt zur »Borocco-Hütte« und der anschließenden Grillstelle. Vom höchsten Punkt Lörrachs, der Mezelhöhe mit 485 Metern, geht es Richtung Rührberg über die hölzerne Autobahnbrücke und gleich nochmal über die Betonbrücke der Rheinfelderstraße.

Im Grenzgebiet zur benachbarten Schweiz

Nunmehr führt der Weg entlang der blauen Raute, immer dem Wegzeichen »St. Chrischona« nach zum Modellflugplatz Inzlingen. Hier herrscht meist eine Menge Betrieb, und man kann eine kleine Pause einlegen und zusehen, wie zum Teil enorme Gefährte in den Himmel geschickt werden. Ab dem Ferienort Rührberg geht es auf der Variante des Westwegs mit dem rotem Rhombus Richtung »Grenzstein 100«.

Einkehren kann man im Landgasthaus Rührberger Hof und hier die örtlichen Spezialitäten genießen, etwa eine Badische Schneckensuppe oder gedünsteten Lachs und ein »Kirschwasserbömbli« zum Anschluss. Danach geht es weiter zur Straße, die kurz vor dem Waldparkplatz überquert wird und den Chrischonaweg entlang. Bald erreicht man den ominösen »Grenzstein 100«: Nun wird einem erst recht bewusst, dass man sich hier im Dreiländereck an der Grenze zur Schweiz befindet. Zwischen Grenzach/Basel und Riehen/Lörrach finden sich an die 50 dieser Grenzsteine.

Auf dem Hausberg St. Chrischona endet die Tour

Weiter geht es den Rest des Weges zum Chrischonaturm. Das weithin sichtbare Betonungetüm mit seinen vielen Antennen und Schüsseln stammt aus den 1980er Jahren und ist mit 250 Metern das höchste freistehende Gebäude der Schweiz. Es dient neben dem regulären Sendebetrieb für Funk und Fernsehen auch als Wasserturm für die Gemeinde Bettingen. Weitaus älter ist jedoch die Pilgermission, die sich um die nahe gelegene Wallfahrtskirche gebildet hat. Im siebten Jahrhundert soll die Heilige Chrischona bei der Rückkehr von einer Pilgerreise dort eine Kapelle erbaut haben.

Der Berg ist ein beliebtes Naherholungsziel, und in der Gartenwirtschaft oder auf der Sonnenterrasse des Restaurants Waldrain kann man die Tour beschließen. Ein großer Spielplatz für die Kinder befindet sich nebenan. Bei guter Sicht sind die Alpen zu sehen. Im Norden fällt der Blick auf die Vogesen, die Schwarzwaldberge und die gegenüber liegende Burg Rötteln scheint zum Greifen nah. Die rund 14 Kilometer lange Wanderung ist in gut vier Stunden reiner Gehzeit zu bewältigen. Eine schöne Anschlusstour ist die Wanderung von hier zum Röttler Schloss.

Anfahrt: Nach Schopfheim mit der S-Bahn Basel-Zell – umsteigen auf die Buslinie 7302 oder 7307 bis »Haltestelle Dinkelberger Hof« – Rückweg: Buslinie Nr. 32 bis Haltestelle Bettingerstraße – umsteigen auf Straßenbahn Nr. 6 bis Basel Badischer Bahnhof

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