Wie funktioniert ein Schreibtischstuhl?

In diesem Artikel erfahren Sie was einen guten Schreibtischstuhl ausmacht und was bei der Auswahl beachtet werden sollte. Die Form und Verarbeitung eines Schreibtischstuhles geht auf die spezielle Haltung ein, die man zu einer schreibenden und sitzenden Tätigkeit einnimmt. Damit diese auf Dauer nicht gesundheitliche Schäden verursacht, ist ein optimal eingestellter Bürostuhl unerlässlich. Daher sind hochwertige Modelle in vielen Richtungen verstellbar, nicht nur in der Höhe. Vor allem die Neigung ist wichtig, sowie die richtige Position der Armlehnen, vor allem, wenn man diese während der Computerarbeit benutzt.

Die Rollen sollen leichtgängig sein, sodass für das Verschieben des Stuhles möglichst wenig Kraft benötigt wird. Dafür ist es wichtig, dass die richtigen Rollen verwendet werden, also weiche für harte Böden wie Fliesen oder Laminat und harte Kunststoffrollen für Teppichböden und andere weiche Beläge.

Die neuesten Schreibtischstuhl Modelle haben eine spezielle Lagerung, die dazu führt, dass der Benutzer nicht ruhig sitzt, sondern der Körper einer ständig schaukelnden Bewegung unterliegt. Dies tut vor allem der Wirbelsäule gut.

Außerdem ist es wichtig, die richtige Höhe einzustellen, sodass die Wirbelsäule möglichst gerade ist. Diese Verstellung hat jeder Bürostuhl. Sie wird über eine Gasdruckfeder ermöglicht, die man mit einem Handhebel unter dem Sitz bedient.

Die Beine des Stuhles heißen auch Fußkreuz, an dessen Enden dann die Rollen befestigt sind. Bei heutigen Modellen sind dies immer fünf. Dieses Fußkreuz ist meist aus Alu oder Kunststoff. Die Alugestelle können auch farbig gestaltet sein. Die konische Mitte des Fußkreuzes bildet in seiner Verlängerung die Hülse für das Fußkreuz. Diese kann sich bei längerer Verwendung unter Umständen weiten. Hochwertige Modelle haben deshalb in dieser Kunststoffhülse einen Ring aus Metall, der das Ausweiten verhindert.

Weit verbreitet ist die sogenannte Wippmechanik. Dies bedeutet, dass sie Sitzfläche und die Lehne fest zueinanderstehen und nur gemeinsam verstellt werden können. Neigt man die Sitzfläche nach vor, kommt so automatisch auch die Rückenlehne mit vor. So wird gewährleistet, dass der Winkel zwischen Lehne und Sitz gleich bleibt und somit immer optimal der Körperform angepasst ist.

Weiterhin gibt es die Synchronmechanik, die Rückenlehne und Sitzfläche des Schreibtischstuhl zwar ebenfalls verbindet, aber nicht im gleichen Verhältnis liegt. Eine Neigung der Rückenlehne führt somit eine geringere Neigung der Sitzfläche herbei, meist im Verhältnis 3:1 oder 2:1.

Lehnt man sich in einem solchen Stuhl zurück, wird der Winkel zwischen Sitz- und Lehnenfläche größer, was zu einer besseren Durchblutung führt, da man den Körper streckt.

Bei beiden Varianten ist der Vorteil, dass der Rücken beim Bewegen vor ständigen Fehlhaltungen geschützt wird.

Im Gegensatz dazu gibt es die sogenannte Asynchronmechanik, bei der Sitz und Lehne nicht verbunden sind. Beides ist getrennt verstellbar. Die Lehne kann auch so eingestellt werden, dass sie sich immer an den Rücken anlegt, egal, wohin sich dieser bewegt.

Ein nicht gewollter Effekt ist der sogenannte „Hemdauszieheffekt“. Dabei rutscht die Rückenlehne am Körper entlang und schiebt das Oberteil des Benutzers nach oben. Das soll möglichst vermieden werden. Weniger ins Gewicht fällt dieser Effekt, wenn der Drehpunkt für die Lehnen-Schwenkbewegungen möglichst weit vorn liegt. Wenn möglich sollte er noch vor der Gasdruckfeder liegen.

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